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Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik im Rahmen von Rückbauprojekten

  • Christoph Benning
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Zusammenfassung

Die technische Vorschrift (TV) für Abbrucharbeiten (Deutscher Abbruchverband e.V. 1997) definiert den Begriff Abbruch als „die Teilung eines vorherigen Ganzen durch trennende Verfahren in zwei oder mehr Teile“. In der Unfallverhütungsvorschrift Bauarbeiten (Bau-Berufsgenossenschaft 1993) wird als Abbrechen „die Beseitigung von baulichen Anlagen und ihren Teilen auch im Zuge von Umbau-und Instandsetzungsarbeiten“ bezeichnet. Legt man den heutigen Anspruch an den kontrollierten Rückbau zugrunde, so sind diese Definitionen durchaus als euphemistisch zu bezeichnen. In den Definitionen kommt nicht zum Ausdruck, daß der Rückbau baulicher Anlagen oft schwieriger als deren Aufbau sein kann. So fehlen von abzubrechenden Anlagen häufig zeichnerische und rechnerische Unterlagen, was wiederum zu Fehleinschätzungen der statischen Verhältnisse und somit zu Fehlentscheidungen in der Abbruchstrategie führen kann. Der konventionelle Abbruch baulicher Anlagen stellt zweifelsohne eine gefährliche unfallträchtige Tätigkeit dar, die dementsprechend besonderer Vorgaben zur Arbeitssicherheit bedarf. Beim Rückbau kontaminierter Bausubstanz werden die angesprochenen Risiken erweitert um Gefahren, die von der Kontamination ausgehen, sowie den Vorgaben hinsichtlich der Separierung und der Entsorgung der mit Schadstoffen belasteten Bauteile.

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References

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1997

Authors and Affiliations

  • Christoph Benning
    • 1
  1. 1.WCI Umwelttechnik GmbHWennigsenGermany

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