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Kapitaleignerunternehmen versus Arbeitnehmerunternehmen. Wer heuert wen an?

  • Laszlo Goerke
  • Manfred J. Holler
Chapter
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Die Standardliteratur über den Arbeitsmarkt geht davon aus, daß die Unternehmen Arbeit „anheuern“. Die Unternehmen selbst werden im allgemeinen als organisatorische Realisation bzw. Form des Produktionsfaktors Kapital gesehen; zumindest wird unterstellt, daß die Kapitaleigner einen bestimmenden Einfluß auf die Unternehmenspolitik und damit auch auf den Einsatz von Arbeit haben. Aus theoretischer Sicht wird zwar dem Faktor Kapital wie dem Faktor Arbeit eine Entlohnung zugeordnet, und beide gehen gleichberechtigt in die Kostenfunktion ein, doch wenn es um die Verteilung von Gewinnbestandteilen geht, die sich aus dem Überschuß des Erlöses über die Kosten ergeben, werden diese i.d.R. den Kapitaleignern zugerechnet.

Symbolverzeichnisse

a,b

Parameter der Zeitpräferenz bzw. Verhandlungsmacht von K und L

c(.)

Kostenfunktion

cK(x)

Kapitalkosten (Abschreibung)

cL(x)

Kosten („Leid“) der Arbeit

c’i(x)

Grenzkosten des Faktors i (i = K, L)

C

Kapitaleigner

Ci

versunkene Kosten des Faktors i (i = K, L)

d

Diskontfaktor

di

Diskontfaktor von i (= K, L)

ki

von i eingesetzte Menge das Faktors K (i = C, W)

k*

Mindestmenge an Kapital

\(\bar k\)

Gesamtmenge an Kapital

\(\widetilde {{k_i}}\)

Kapitalnachfragefiinktion von i (i = C, W)

K

Faktor Kapital

li

von i eingesetzte Menge das Faktors L (i = C, W)

\(\bar l\)

Gesamtmenge an Arbeit

\(\widetilde {{l_i}}\)

Arbeitsnachfragefunktion des i (i = C, W)

L

Faktor Arbeit

p

Güterpreis, Preis des Outputs

pK

Mindestpreis für das KEU

p1

Mindestpreis für das ANU

r

Preis des Kapitals K

\(\hat r\)

niedrigster Kapitalpreis, für den die Teilnahmebedingung nicht greift

r°

Preis des Kapitals K, für den der Unternehmensüberschuß gleich 0 ist (s(x) = 0).

s(x)

Unternehmensüberschuß

s*

maximaler Unternehmensüberschuß

Si(.)

Unternehmensüberschuß, wenn Faktor i (i = K, L) spezifisch ist

ui

Nutzen von i (i = K, L)

vi

indirekte Nutzenfimktion von i (i = K, L)

VL/ANU

Nutzen („Auszahlung“) von L im ANU

VK/ANU

Nutzen („Auszahlung“) von K im ANU

VL/KEU

Nutzen („Auszahlung“) von L im KEU

VK/KEU

Nutzen („Auszahlung“) von K im KEU

w

Lohnsatz (Preis des Faktors L)

Wi

Lohn, den i = K anbietet bzw. oder i = L fordert

WN

Lohn, der der Nash-Lösung entspricht

ŵ

niedrigster Lohn, für den die Teilnahmebedingung nicht greift

w°

Lohn, für den der Unternehmensüberschuß gleich 0 ist (s(x) = 0).

W

Menge von Löhnen

W

Arbeiter; Arbeitnehmer

x

Ausbringungsmenge

xi

Ausbringungsmenge bei i (i = K, L) als spezifischem Faktor

\({\hat x_i}\)

unbeschränkte Produktion bei i (i = K, L) als spezifischem Faktor

Ausbringungsmenge, bei der der Unternehmensüberschuß gleich 0 ist (s(x) = 0).

x*

effiziente Produktions- bzw. Ausbringungsmenge; maximiert Überschuß s(x)

X

Gut X

Zi

Teilmenge von W; Löhne, die i (i = K, L) akzeptierte

α, 1-α

Produktionselastizitäten von K und L

λ

beliebige Zahl (Multiplikator) größer als 1

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1997

Authors and Affiliations

  • Laszlo Goerke
    • 1
  • Manfred J. Holler
    • 2
  1. 1.Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und StatistikUniversität KonstanzKonstanzDeutschland
  2. 2.Institut für Allokation und Wettbewerb Arbeitsbereich MikroökonomikUniversität HamburgHamburgDeutschland

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