Advertisement

Rollenverteilung in der Stabilitätspolitik

  • Horst Tomann
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Die klassischen Ziele der Stabilitätspolitik sind internes und externes Gleichgewicht. Diese Ziele können in einer antinomischen Beziehung zueinander stehen, d.h. die Stabilitätspolitik gerät in einen Konflikt, wenn sie beide Ziele gleichzeitig erreichen will. Das Musterbeispiel hierzu liefert uns Meade (1951). Wird internes Gleichgewicht über den Gütermarkt definiert, so nehmen wir an, daß im Gleichgewicht die Inlandsproduktion zu den herrschenden Preisen absorbiert wird und bei dieser Inlandsproduktion Vollbeschäftigung herrscht. Wird externes Gleichgewicht entsprechend über den Leistungsbilanzsaldo definiert, so nehmen wir an, daß im Gleichgewicht die Leistungsbilanz ausgeglichen und damit die internationale Zahlungsfähigkeit des Landes gesichert ist. Der Konfliktfall ist eine Marktkonstellation der Unterbeschäftigung verbunden mit einem Defizit der Leistungsbilanz.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literaturhinweise

  1. Meade, J. E. (1951) The Theory of International Economic Policy, Vol. 1: The Balance of Payments Oxford University Press.Google Scholar
  2. Meade, J. E. (1981) Targets and Weapons for Domestic Stabilisation and the Balance of Payments Hamburg: HWWA.Google Scholar
  3. Mundell, R. A. (1963) Capital Mobility and Stabilization Under Fixed and Flexible Exchange Rates, Canadian Journal of Economics and Political Science, 29, S. 475–485CrossRefGoogle Scholar
  4. Fleming, J. M. (1962) Domestic Financial Policies Under Fixed and Under Floating Exchange Rates, International Monetary Fund Staff Papers, 9, S. 369–379.CrossRefGoogle Scholar
  5. Prior, B. und Tomann, H. (Hrsg.) (1986) Theoretische Grundlagen der Beschäftigungspolitik Berlin: Freie Universität.Google Scholar
  6. Sievert, O. (1979) Die Steuerbarkeit der Konjunktur durch den Staat, in: Staat und Wirtschaft, Schriften des Vereins für Socialpolitik, N.F. Bd. 102, S. 809–846.Google Scholar
  7. Riese, H. (1995) Das Grundproblem der Wirtschaftspolitik, in: Wirtschaftspolitik in einer Geldwirtschaft, Studien zur Monetären Ökonomie, 14, herausgegeben von K. Betz u.a. Marburg, S. 9–28.Google Scholar
  8. Starbatty, J. (1984) Zur Rollenverteilung in der Konjunkturpolitik, ORDO, 35, S. 151–166.Google Scholar
  9. Sievert, O. (1988) Außenwirtschaftliche Zwänge der Wirtschaftspolitik, Kieler Vorträge, 112.Google Scholar
  10. Weizäcker, C.C. Von (1978) Das Problem der Vollbeschäftigung heute, Zeitschrift für Wirtschafts-und Sozialwissenschaften, 98, S. 33–51.Google Scholar
  11. Weizäcker, C.C. Von (1983) Was leistet die Property Rights Theory für aktuelle wirtschaftspolitische Fragen? In: Ansprüche, Eigentums-und Verfügungsrechte, Schriften des Vereins für Socialpolitik, N.F. Bd. 140, S. 123–152.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1997

Authors and Affiliations

  • Horst Tomann
    • 1
  1. 1.Institut für Wirtschaftspolitik und WirtschaftsgeschichteFreie Universität Berlin Fachbereich WirtschaftswissenschaftBerlinGermany

Personalised recommendations