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Der Konjunkturzyklus

  • Horst Tomann
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Konjunkturschwankungen sind Schwankungen im Auslastungsgrad des gesamtwirtschaftlichen Produktionspotentials (Okun 1963). Dabei steht eine Nachfrageexpansion bei “normaler„ Auslastung des Potentials für ein gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht. Verringert sich der Auslastungsgrad, so findet ein Prozeß der (relativen) Einkommenskontraktion statt, der sich kumulativ verstärken kann. Der Auslastungsgrad erhöht sich dagegen als Folge einer Einkommensexpansion, die über das Wachstum des Produktionspotentials hinausgeht. In diesem Modell sind keynesianische und klassische Elemente vermischt. Das keynesianische Element ist, daß es bei verzögerter Preisanpassung auf Marktstörungen zu kumulativen Mengenkonjunkturen kommen kann. Das klassische Element ist, daß eine Ressourcenausstattung, einschließlich des technischen Wissens vorgegeben ist, die das gesamtwirtschaftliche Produktionspotential bestimmt (Abbildung 3.1).

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Literaturhinweise

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  3. Zu den methodischen Problemen von Potentialschätzungen vergleiche die Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Methodischer Anhang, insbesondere das Jahresgutachten 1986/87), sowie die Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank hierzu in den Monatsberichten Google Scholar
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  6. Über die laufende Konjunkturbeobachtung informiert man sich am besten in der Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute (erscheint zweimal jährlich im Frühjahr und im Herbst) sowie in den halbjährlich erscheinenden Analysen der Deutschen Bundesbank “Die Wirtschaftslage in Deutschland…”, Monatsberichte Die Bundesbank veröffentlicht auch laufend “Saisonbereinigte Wirtschaftszahlen”, Statistische Beihefte zu den Monatsberichten, Reihe 4.Google Scholar
  7. Hintergrundanalysen zur Konjunkturentwicklung finden sich im Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (erscheint jeweils im Dezember) sowie im Geschäftsbericht der Deutschen Bundesbank (erscheint jeweils im April).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1997

Authors and Affiliations

  • Horst Tomann
    • 1
  1. 1.Institut für Wirtschaftspolitik und WirtschaftsgeschichteFreie Universität Berlin Fachbereich WirtschaftswissenschaftBerlinGermany

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