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Theorie des optimalen Währungsraumes

  • Horst Tomann
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Die Theorie des optimalen Währungsraumes geht auf zwei Grundlinien zurück. Einmal rückt die wirtschaftliche Integration nach dem Zweiten Weltkrieg — in Europa die Gründung von EWG und EFTA — Probleme des Zahlungsbilanzausgleichs in den Vordergrund des wirtschaftspolitischen Interesses. Bei festen Wechselkursen erfordert der Ausgleich der Zahlungsbilanzen eine internationale Koordination der Geldpolitik. Die extreme Form dieser Koordination ist die Schaffung eines einheitlichen Währungsraumes. Die zweite Grundlinie ist die Debatte über feste und flexible Wechselkurse. Diese Debatte führte zu keinem eindeutigen Ergebnis, sondern es setzte sich eine differenzierende Sichtweise durch, die nach dem Zusammenbruch des Währungssystems von Bretton Woods auch im Entstehen der großen “Währungsblöcke„ ihren Ausdruck fand. Hier bildet der stabilisierungspolitische Aspekt der Wechselkursflexibilität das Kriterium. Die “neue„ Frage ist, wie ein Wirtschaftsraum abzugrenzen ist, der sich im Innenverhältnis für feste Wechselkurse und die entsprechende Koordination der Geldpolitik eignet und im Außenverhältnis mit Rückgriff auf die Flexibilität der Wechselkurse in seiner Stabilisierungspolitik autonom bleibt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1997

Authors and Affiliations

  • Horst Tomann
    • 1
  1. 1.Institut für Wirtschaftspolitik und WirtschaftsgeschichteFreie Universität Berlin Fachbereich WirtschaftswissenschaftBerlinGermany

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