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Handwerk und Handwerker in Sachsen

  • Friederike Welter
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Part of the Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge book series (WIRTSCH.BEITR., volume 164)

Zusammenfassung

Die Unternehmens- und Beschäftigungsstrukturen des Handwerks im Freistaat Sachsen haben sich seit der Wende den westdeutschen Strukturen weitgehend angenähert. Nach den Daten der gesamtdeutschen Handwerkszählung von 1996 liegt nur in den Bau-und baunahen Handwerken, die vom Bauboom nach der Wende profitierten, der Besatz noch über dem Bundesdurchschnitt und damit über dem westdeutschen. Eine 1994 durchgefuhrte Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts fir Wirtschaftsforschung (RWI) in Zusammenarbeit mit den Handwerkskammern Leipzig und Düsseldorf erlaubt zusätzlich für einen Handwerkskammerbezirk Sachsens die Betrachtung der Herkunft der Unternehmer und der Entstehung der Betriebe. Danach handelt es sich bei der Mehrzahl der Leipziger Handwerksunternehmen um alteingesessene Betriebe. Neue Betriebe, die nach 1990 aufgebaut wurden, entstanden vorwiegend als originare Gründungen oder als Übernahmen bereits bestehender Handwerksunternehmen. Im Transformationsprozeß auftretende weitere Ausprägungen von derivativen Gründungen - Ausgründungen, (Re-)Privatisierungen - spielen im Handwerk eine deutlich untergeordnete Rolle. Die berufliche Herkunft der Unternehmer, die sich - allerdings nach Handwerksgruppen unterschiedlich - weitgehend aus dem Handwerk selbst und aus der beruflichen Position eines Facharbeiters oder Gesellen rekrutieren, ergänzt das Bild einer Transformation von unten im sächsischen Handwerk.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • Friederike Welter
    • 1
  1. 1.Forschungsgruppe „Handwerk und Mittelstand“Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI)EssenDeutschland

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