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Ausländische Investoren im Privatisierungsprozeß

  • Robert Leiner
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Part of the Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge book series (WIRTSCH.BEITR., volume 164)

Zusammenfassung

Gerade ausländische Investitionen können zur Bewältigung des Umstrukturierungsprozesses in den neuen Bundesländern und zu ihrer Integration in den internationalen Produktionsverbund wesentlich beitragen. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Investitionstätigkeit ausländischer Investoren im Privatisierungsprozeß durch die Treuhandanstalt und den damit verbundenen Auswirkungen. Durch die Bindung an die in der DDR entstandene räumliche Verteilung der Treuhandobjekte ergeben sich fir die ausländische Investitionstätigkeit und die damit einhergehenden Auswirkungen im Zuge ausländischer Unternehmens-und Produktionstätigkeit regionale Unterschiede. Verglichen mit der Privatisierung an inländische Investoren zeigt sich eine deutlich abweichende wirtschaftssektorale und unternehmensgrößenspezifische Struktur. Zudem erreichen ausländische Ex-Treuhandunternehmen in einzelnen ostdeutschen Kreisen eine sehr hohe Bedeutung wodurch sie zu einer entscheidenden Determinante für die weitere wirtschaftliche Entwicklung werden können. Momentan jedoch sind die ausländischen Produktionsstätten regionalwirtschaftlich kaum integriert, wodurch multiplikative Effekte erst in sehr geringem Umfang wirksam werden. Eine Investitionsentscheidung zugunsten Ostdeutschlands erfolgte primär aufgrund absatzorientierter Gesichtspunkte zur Neubesetzung der frei gewordenen Märkte, wobei die Übernahme eines Treuhandunternehmen und des damit verbundenen Arbeitskräftepotentials einen raschen Marktzutritt gewährleisten sollte. Allerdings sind die bisherigen Absatzchancen deutlich hinter den Erwartungen der ausländischen Investoren zurückgeblieben.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • Robert Leiner
    • 1
  1. 1.Institut für WirtschaftsgeographieLudwig-Maximilians-Universität MünchenMünchenDeutschland

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