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Klärchen läßt abbuchen

Prämienabbuchung - Prämienanpassungsklauseln -DAS-Urteil - Tagespreisurteil
  • M. Ebers
Part of the Juristische ExamensKlausuren book series (KLAUSUREN)

Zusammenfassung

Klärchen schlieβt im September 1994 nach ordnungsgemäβer Verbraucherinformation (§ 10a VAG) bei dem Versicherer (VR) eine Hausratversicherung mit einer dreijährigen Laufzeit ab. Die jährliche Prämie beträgt 160 DM.

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Notes

  1. 1.
    Zu dieser Pflicht vgl. Palandt/Heinrichs, BGB-Kommentar56, § 276 Rn 65.Google Scholar
  2. 2.
    BGH NJW 1988, 197, 198; BGH NJW 1987, 639, 640; BGH NJW 1984, 2816, 2817.Google Scholar
  3. 3.
    Wolf in Wolf/Horn/Lindacher, AGB-Gesetz3, § 9 Rn 165; Hans Erich Brandner, Schadensersatzpflichten als Folge der Verwendung Allgemeiner Geschäftsbedingungen, FS Walter Oppenhoff, 11-24. Prölss/Martin/Prölss, VVG-Kommentar25, Vorbem. I C c cc.Google Scholar
  4. 4.
    Brandner, a.a.O. (Fn 3), 20.Google Scholar
  5. 5.
    Beachte: Ein Kausalzusammenhang zwischen erhöhter Abbuchung und Schaden liegt auf jeden Fall vor (vgl. unten IL). Die erhöhte Abbuchung stellt aber eine weitere, nachvertragliche Pflichtverletzung dar und ist insofern i.R.d. pVV zu erörtern.Google Scholar
  6. 6.
    Für den Fall, daβ Klärchen zur Befreiung von der Scheinbindung Rechtsberatungs-und verfolgungskosten aufwendet, wären diese nach c.i.c. ersatzfähig (weiterführend: Brandner, a.a.O. [Fn 3], 18).Google Scholar
  7. 7.
    Ebenso Prölss/Martin/Prölss, a.a.O. (Fn 3), Vorbem. Anm. I 6 Be.Google Scholar
  8. 8.
    Bach/ Geiger, Die Entwicklung der Rechtsprechung bei der Anwendung des AGBG auf AVB, VersR 1993, 659, 664 (mwN). A.A.: Prölss/Martin/Prölss, a.a.O. (Fn 3), Vorbem. Anm. 16Be.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. hierzu Peter Präve, Ánderung von allgemeinen Versicherungsbedingungen in bestehenden Verträgen, ZfV 1992, 221, 224.Google Scholar
  10. 10.
    BGHZ 1, 355; Palandt/Heinrichs, a.a.O. (Fn 1), Einf v. § 116 Rn7.Google Scholar
  11. 11.
    Beachte: Im Verhältnis B-Bank-Klärchen (Deckungsverhältnis) gilt der unterlassene Widerruf dagegen gem. Nr. 7 Abs. 2 AGB/B 93 (abgedruckt bei Schwintowski/Schäfer, Bankrecht, § 1 Rn 56) als Genehmigung der Kontobelastung. Hieraus kann jedoch nicht der Schluβ gezogen werden, daβ diese Genehmigungsfiktion Auswirkungen auf das Valutaverhältnis hat.Google Scholar
  12. 12.
    So die ständige Rspr. zu § 3 AGBG. Vgl. z.B. BGH NJW 1992, 1234, 1235 (m.w.N.).Google Scholar
  13. 13.
    Ulrich Hübner, Vertragsbindung und Beitragsanpassungsklauseln, FS Concordia-Versicherungen, 57, 62.Google Scholar
  14. 14.
    Heinrich Dörner, Allgemeine Versicherungsbedingungen2, 290.Google Scholar
  15. 15.
    Brandner in Brandner/Ulmer/Hensen, AGB-Gesetz7, § 3 Rn 14.Google Scholar
  16. 16.
    Brandner, a.a.O. (Fn 15), § 3 Rn 44.Google Scholar
  17. 17.
    Ebenso Roland Michael Beckmann, Die Zulässigkeit von Preisund Prämienanpassungsklauseln nach dem AGB-Gesetz, 21.Google Scholar
  18. 18.
    BGHZ 93, 358, 360f.; BGHZ 91, 316, 318.Google Scholar
  19. 19.
    So für Preisklauseln Peter Schlosser, BGH-Rechtsprechung zur Tagespreisklausel, Jura 1984, 637, 642 und Jürgen F. Baur, Vertragliche Anpassungsregeln, 99.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. Norbert Horn, Vertragsbindung unter veränderten Umständen, NJW 1985, 1118, 1121.Google Scholar
  21. 21.
    Zu diesem Argument vgl. BGH NJW 1985, 853, 854 (= BGHZ 93, 252); Bernd-Arthur Paulusch, Vorformulierte Leistungsbestimmungsrechte des Verwenders, in: Zehn Jahre AGB-Gesetz, 55, 63 f.Google Scholar
  22. 22.
    Wolf in Wolf/Horn/Lindacher, a.a.O. (Fn 3), § 10 Nr.4 Rn 7; Staudinger/Schlosser, Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch13, § 10 Nr.4 AGBG Rn. 3.Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. die in BT Drucks. 7/3919 S.25 aufgezählten Beispiele.Google Scholar
  24. 24.
    Soergel/Stein, Bürgerliches Gesetzbuch12, § 9 AGBG Rn 91 und § 10 Rn 38(m.w.N.).Google Scholar
  25. 25.
    Beachte: Bei analoger Anwendung von § 10 Nr. 4 AGBG müβte der Verwender die Beweislast für die Zumutbarkeit des Änderungsvorbehaltes tragen. Zum gleichen Ergebnis kommt man aber auch bei Anwendung des § 9 AGBG, sofern man davon ausgeht, daβ die formularmäβige Einräumung eines Leistungsänderungsrechts gem. § 9 AGBG grundsätzlich unwirksam ist (so z.B. Wolf in Wolf/Horn/Lindacher, a.a.O. [Fn 3], § 9 L 119).Google Scholar
  26. 26.
    Brandner in Ulmer/Brandner/Hensen, a.a.O. (Fn 15), § 9 Rn 99.Google Scholar
  27. 27.
    Zu diesem Rechtsgrundsatz siehe Hans Hattenhauer, Grundbegriffe des Bürgerlichen Rechts, 55, 80 ff.Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. hierzu Palandt/Heinrichs, a.a.O. (Fn 1), § 242 Rn 110 ff.Google Scholar
  29. 29.
    Vgl. Brandner in Ulmer/Brandner/Hensen, a.a.O. (Fn 15), § 9 Rn 13.Google Scholar
  30. 30.
    BVerwGE61, 59 = VersR 1981, 221; BGH NJW 1997, 1849, 1850; NJW 1992, 2356, 2357. Für die Hausratversicherung vgl. LG Hamburg VersR 1990, 303.Google Scholar
  31. 31.
    H.-P. Schwintowski, Der private Versicherungsvertrag zwischen Recht und Markt, 212 ff.; Hübner, a.a.O. (Fn 23), 63.Google Scholar
  32. 32.
    BVerwGE 61, 59 = VersR 1981, 221. Zu der Frage, inwieweit Entscheidungen des BVerwG zum aufsichtsrechtlichen Genehmigungsverfahren (§§ 13, 5, 8 VAG a.F.) auf eine Beurteilung nach dem AGBG ausstrahlen, vgl. Hübner, a.a.O. (Fn 13), 61.Google Scholar
  33. 33.
    BVerwGE 61, 67.Google Scholar
  34. 34.
    Beachte: Um Miβverständnisse auszuschlieβen, wird der Begriff “Transparenzgebot” nicht benutzt. Nach den in den letzten Jahren entwickelten “neuen” Grundsätzen des BGH zum Transparenzgebot (vgl. BGHZ 106, 42; BGHZ 106, 259 sowie NJW 1996, 455 und 1407, 1408) muβ eine intransparente Klausel nicht die Gefahr einer inhaltlichen Benachteiligung begründen. Hierin unterscheidet sich das “neue” Transparenzgebot von der Rechtsprechung zu Änderungsvorbehalten. Unbestimmte Änderungsvorbehalte rufen immer die Gefahr einer inhaltlichen Benachteiligung hervor. Weiterführend: Heinrichs, Die Entwicklung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen im Jahre 1996, NJW 1997, 1407, 1413 (m.w.N.).Google Scholar
  35. 35.
    Wolf in Wolf/Horn/Lindacher, a.a.O. (Fn 3), § 9 Rn 150 (m.w.N.).Google Scholar
  36. 36.
    MüKo-Kötz, BGB-Kommentar3, Bd.l, § 9 AGBG Rn 11 b.Google Scholar
  37. 37.
    Brandner in Ulmer/Brandner/Hensen, a.a.O. (Fn 15), § 9 Rn 97.Google Scholar
  38. 38.
    BGH NJW 1980, 2518, 2519; BGHZ 97, 212, 217.Google Scholar
  39. 39.
    Beckmann, a.a.O. (Fn 17), 65 f. (m.w.N.).Google Scholar
  40. 40.
    Ebenso LG Hamburg VersR 1990, 303, 304.Google Scholar
  41. 41.
    BGH NJW 1982, 331, 332 (= BGHZ 82, 21, 26); Bach/Geiger, a.a.O. (Fn 8), 671.Google Scholar
  42. 42.
    Beckmann, a.a.O. (Fn 17), 70.Google Scholar
  43. 43.
    MüKo-Basedow, BGB-Kommentar3, Bd.l, § 23 AGBG Rn 76.Google Scholar
  44. 44.
    Ebenso: Peter Präve, Das Dritte Durchführungsgesetz/EWG zum VAG, ZfV 1994, 168, 234 (zu § 16 Nr. 2 VHB 92).Google Scholar
  45. 45.
    In diesem Sinne Baur, a.a.O. (Fn 19), 80 ff., 100 ff. und Horn, a.a.O. (Fn 20), 1122.Google Scholar
  46. 46.
    BGH NJW 1985, 426; NJW-RR 1986, 211, 213; BGH NJW 1986, 1803(=BGHZ 97, 212).Google Scholar
  47. 47.
    LG Hamburg VersR 1990, 303.Google Scholar
  48. 48.
    BVerwGE 61, 59, 69. Demgegenüber hielt das BVerwG eine bruttobezogene Prämienerhöhung, bei der nicht nur der Schadenskostenanteil, sondern auch der Gewinnanteil erhöht wird, für zulässig (74, 75).Google Scholar
  49. 49.
    Ausführlich: Roland Michael Beckmann, Auswirkungen des § 31 VVG auf die Zulässigkeitsvoraussetzungen von Prämienanpassungsklauseln in Versicherungsverträgen, VersR 1996, 540, 541.Google Scholar
  50. 50.
    BGH NJW 1982, 331, 332 (= BGHZ 82, 21).Google Scholar
  51. 51.
    LG Hamburg VersR 1990, 303, 304.Google Scholar
  52. 52.
    BVerwGE 61, 59=VersR 1981, 221.Google Scholar
  53. 53.
    Prölss/Martin/Prölss, a.a.O. (Fn 3), § 31 Anm.4, für den allerdings das Kündigungsrecht noch nicht einmal notwendige Bedingung ist; Paulusch (a.a.O. Fn 21) S. 78; Präve, a.a.O. (Fn 44), 234Google Scholar
  54. 54.
    Schwintowski, a.a.O. (Fn 31), 215.Google Scholar
  55. 55.
    Vgl. die Begründung zu § 31 VVG in BT Drcks. 12/6959 S. 101.Google Scholar
  56. 56.
    Manfred Wolf, Preisänderungsklauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen unter Kaufleuten, ZIP 1987, 341, 349.Google Scholar
  57. 57.
    Vgl. aber §§ 172 Abs. 1, 178g VVG für die Lebens-bzw. Krankenversicherung.Google Scholar
  58. 58.
    Beachte: Der BGH hat dagegen in BGHZ 90, 69 (= NJW 1984, 1177) vertreten, daβ eine unwirksame Tagespreisklausel im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung durch eine wirksame Änderungsklausel zu ersetzen ist. Zum Streitstand siehe Lindacher in Wolf/Horn/Lindacher, a.a.O. (Fn 3), § 6 Rn 22.Google Scholar
  59. 59.
    Vgl. BGHZ 122, 46.Google Scholar
  60. 60.
    Umstritten ist allerdings die dogmatische Herleitung dieses Ergebnisses. Zur Ermächtigungs-und Genehmigungstheorie siehe Schwintowski/Schäfer, a.a.O. (Fn 11), § 4 Rn 209 ff.Google Scholar
  61. 61.
    Beachte: Für die Ermächtigungtheorie ist dieses Ergebnis unproblematisch. Nach ihr sind Einzugsermächtigungen generell auf den Einzug bestehender/durchsetzbarer Forderungen aus dem Valutaverhältnis begrenzt (vgl. z.B. Reuter/Martinek, Ungerechtfertigte Bereicherung2, 447). Aber auch nach der Genehmigungstheorie dürfte eine Leistung des Schuldners ausscheiden. Kann der Gläubiger erkennen, daβ die Ausübung der Einzugsermächtigung rechtsmiβbräuchlich ist, so kann auch die Genehmigung des Schuldners nach Nr. 7 Abs. 2 AGB/B 97 von ihm nicht als Leistung verstanden werden.Google Scholar
  62. 62.
    Zur Zuweisungstheorie vgl. BGHZ 20, 345, 355 und Koppen-Steiner-Kramer, Ungerechtfertigte Bereicherung2, 84, 85.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • M. Ebers
    • 1
  1. 1.BerlinGermany

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