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Wettbewerbsfähigkeit und Standortdebatte

  • Ulrich Petschow
  • Kurt Hübner
  • Susanne Dröge
  • Jürgen Meyerhoff
Part of the Konzept Nachhaltigkeit book series (3817)

Zusammenfassung

Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit in die Diskussion um eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie einbeziehen zu können, bedarf es zunächst einer begrifflichen Abgrenzung. Der Begriff „Internationale Wettbewerbsfähigkeit“ kann sich auf die Volkswirtschaft selbst beziehen, auf die einzelnen Unternehmen oder auch auf das Zusammenwirken der verschiedenen Akteure auf den einzelnen Ebenen der Volkswirtschaft. Fünf Ansätze lassen sich unterscheiden29:
  • • Aus der Sicht der Außenwirtschaftslehre konkurrieren Volkswirtschaften auf der Outputseite. Eine hohe Wettbewerbsfähigkeit spiegelt sich in hohen Weltmarktanteilen, einem ausgeglichenen bzw. positiven Leistungsbilanzsaldo sowie in einem starken realen Wechselkurs wider. Es kommt im wesentlichen auf die „ability to sell“ an.

  • • Eine zweite Gruppe von Ansätzen betont, daß Volkswirtschaften auf der Inputseite um mobile Produktionsfaktoren, vor allem um Kapital konkurrieren. Daher kommt es auf die „ability to attract“ an, die unter anderem an dem Direktinvestitionenzufluß abgelesen werden kann.

  • • Ein drittes Konzept ist das Erzielen und Aufrechterhalten eines hohen Realeinkommens, die „abilitiy to earn“, was an dem realen Pro-Kopf-Einkommen oder an der Arbeitsproduktivität abgelesen werden kann.

  • • Viertens kann Wettbewerbsfähigkeit gleichgesetzt werden mit der Anpassungsfähigkeit und -geschwindigkeit einer Volkswirtschaft an wirtschaftliche Entwicklungen, was als „ability to adjust“ bezeichnet wird. Als anpassungsfähig müssen sich sowohl die Unternehmen als auch Wirtschaftssysteme selbst erweisen.

  • • Fünftens wird festgestellt, daß sich die zwischen Unternehmen bestehende Konkurrenz nicht auf die Ebene der gesamten Volkswirtschaft übertragen läßt. Unternehmen können mit Rationalisierungen, Personalreduktion und Produktionsverlagerungen ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Diese Wege können von einer Volkswirtschaft nicht beschritten werden, insbesondere ist eine Volkswirtschaft nicht konkursfähig (vgl. Klodt, et al. 1994: 4).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • Ulrich Petschow
    • 1
  • Kurt Hübner
    • 2
  • Susanne Dröge
    • 3
  • Jürgen Meyerhoff
    • 1
  1. 1.Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)gemeinnützige GmbHBerlinDeutschland
  2. 2.Fachhochschule für WirtschaftBerlinDeutschland
  3. 3.Handelshochschule LeipzigLeipzigDeutschland

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