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Einleitung

  • Siegfried Behrendt
  • Ralf Pfitzner
  • Rolf Kreibich

Zusammenfassung

Der Sammelbegriff „Ökologische Dienstleistungskonzepte“ umfaßt verschiedene Innovationsansätze, mit denen Unternehmen die Umweltbelastungen ihrer Produkte verringern und neue Geschäftsfelder erschließen können. Im Kern zielen die Konzepte auf neue Kundenbeziehungen ab, um Bedürfnisse der Verbraucher auf eine umweltverträglichere Weise zu befriedigen. Anstelle des Produktabsatzes geht es um eine Dienstleistungsorientierung der Produkte. Nicht der Produktabsatz steht im Vordergrund, sondern die Erbringung von Dienstleistungen, die einen Beitrag dazu leisten, daß Produkte funktionsgerecht gebraucht, leicht repariert, aufgerüstet und wiederverwendet werden können. Reparaturfreundliche Produkte nützen wenig, wenn nicht ein bezahlbarer Reparaturservice zur Verfügung steht. Wiederverwendungsgerechte Konstruktionen sind sinnlos, wenn nicht parallel neue Rückführungs-, Aufarbeitungsund Remarketingstrukturen geschaffen werden, die zu einem Produktkreislauf führen. Ökologisch vielversprechende Effizienzreserven bietet insbesondere der Verkauf von Nutzung statt Produkten auf der Basis von Miet- und Leasingmodellen. Sofern der Hersteller seine Produkte nicht mehr verkauft, sondern zunehmend den Nutzen anbietet, verlagert er den wirtschaftlichen Schwerpunkt von der Herstellung zum Produktmanagement. Erwartet werden damit Anreize zur Lebensdauerverlängerung von Produkten, zur Etablierung von Produktkreisläufen unter der Verantwortung des Herstellers sowie zur intensiveren Nutzung von Produkten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Siegfried Behrendt
    • 1
  • Ralf Pfitzner
    • 1
  • Rolf Kreibich
    • 1
  1. 1.Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT)BerlinGermany

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