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Das Ausländerrecht Estlands

  • Carmen Thiele
Chapter
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Part of the Schriftenreihe der Juristischen Fakultät der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) book series (SCHRIFTEURO)

Zusammenfassung

Aus der innerstaatlichen Kompetenz zur Regelung der Staatsangehörigkeit aufgrund der staatlichen Souveränität folgt, daß die Staaten mit Hilfe ihrer Rechtsordnungen auch bestimmen, wer Ausländer ist. Fremde sind Personen, die nicht im Besitz der Staatsangehörigkeit des Staates sind, in dem sie sich aufhalten. Unter diese Definition fallen Angehörige fremder Staaten (Ausländer) wie auch Staatenlose.1

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Notes

  1. 1.
    Vgl. Arnold, Aliens, in: EPIL, 1 (1992), S. 102.Google Scholar
  2. 2.
    Art. 13 Abs. 2 lautet: „Jedermann hat das Recht, jedes Land einschließlich seines eigenen zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.“Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Hildner, Die Vereinten Nationen und die Rechte der Ausländer, in: VN, 38 (1990) 2, S. 47.Google Scholar
  4. 4.
    In Art. 12 Abs. 1 heißt es: „Jedermann, der sich rechtmäßig im Hoheitsgebiet eines Staates aufhält, hat das Recht, sich dort frei zu bewegen und seinen Wohnsitz frei zu wählen.“Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Nowak, CCPR Commentary, Art. 12, Rdnr. 8, S. 201.Google Scholar
  6. 6.
    Art. 12 Abs. 4 lautet: „Niemand darf willkürlich das Recht entzogen werden, in sein eigenes Land einzureisen.“Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Nowak (Anm. 5), Art. 12, Rdnr. 48, S. 219.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. ebenda, Art. 13, Rdnr. 2, S. 222 f.Google Scholar
  9. 9.
    In Art. 13 heißt es: „Ein Ausländer, der sich rechtmäßig im Hoheitsgebiet eines Vertragsstaates aufhält, kann aus diesem nur auf Grund einer rechtmäßig ergangenen Entscheidung ausgewiesen werden, und es ist ihm, sofern nicht zwingende Gründe der nationalen Sicherheit entgegenstehen, Gelegenheit zu geben, die gegen seine Ausweisung sprechenden Gründe vorzubringen und diese Entscheidung durch die zuständige Behörde oder durch eine oder mehrere von dieser Behörde besonders bestimmte Personen nachprüfen und sich dabei vertreten zu lassen.“Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Nowak (Anm. 5), Art. 13, Rdnr. 1, S. 222.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Baroness Elles, Aliens and Activities, in: HRJ, 7 (1974), S. 291 ff.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl.Baroness Elles, in: UN Doc. E/CN.4/Sub.2/392/Corr. 1.Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. ebenda, para. 20 der Schlußfolgerungen, S. 104.Google Scholar
  14. 14.
    Zum Vergleich des Deklarationsentwurfes, der AEMR und des IPbpR vgl. Lillich, Duties of States Regarding the Civil Rights of Aliens, in: Collected Courses of the Hague Academy of International Law, S. 379 ff.Google Scholar
  15. 15.
    UN Doc. A/RES/40/144, 5 March 1986; deutsche Übersetzung in: Tomuschat (Hrsg.), Menschenrechte, Dok. 50, S. 385 ff.; vgl. hierzu Hildner (Anm. 3), S. 47.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. Hildner (Anm. 3), S. 48.Google Scholar
  17. 17.
    Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951, in: UNTS, vol. 189, p. 137; BGBl. 1953 11,560.Google Scholar
  18. 18.
    Übereinkommen über die Rechtsstellung der Staatenlosen vom 28. September 1954, in: UNTS, vol. 360, p. 117.Google Scholar
  19. 19.
    Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen vom 18. Dezember 1990, in: UN Doc. A/RES/45/158; deutsche Übersetzung in: VN, 39 (1991) 5, S. 175 ff. Für ihr Inkrafttreten sind zwanzig Ratifikationen erforderlich, die noch nicht erreicht worden sind.Google Scholar
  20. 20.
    ÈTS No. 46; BGBl. 1968 II, 423.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. Harris/O’Boyle/Warbrick, Law of the European Convention on Human Rights, S. 560.Google Scholar
  22. 22.
    Art. 3 Abs. 2 lautet: „Niemand darf das Recht entzogen werden, in das Hoheitsgebiet des Staates einzureisen, dessen Staatsangehöriger er ist.“Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. Harris/O’Boyle/Warbrick (Anm. 21), S. 560.Google Scholar
  24. 24.
    ETS No 117; deutsche Übersetzung in: Randelzhofer (Hrsg.), Völkerrechtliche Verträge, S. 194 ff.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. Harris/O’Boyle/Warbrick (Anm. 21), S. 565.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. Wolf, Die Regelung von Einreise und Aufenthalt, in: Frowein/Stein (Hrsg.), Die Rechtsstellung von Ausländern nach staatlichem Recht und Völkerrecht, S. 1871.Google Scholar
  27. 27.
    Art. 16 lautet: „Keine der Bestimmungen der Artikel 10 (Recht der freien Meinungsäußerung), 11 (Versammlungs-und Vereinsfreiheit) und 14 (Verbot der Diskriminierung) darf so ausgelegt werden, daß sie den Hohen Vertragschließenden Parteien verbietet, die politische Tätigkeit von Ausländern Beschränkungen zu unterwerfen.“Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. Harris/O’Boyle/Warbrick (Anm. 21), S. 508.Google Scholar
  29. 29.
    Vgl. Villiger, EMRK, Rdnr. 640, S. 384.Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. Jennings/Watts (eds.), Oppenheim’s International Law, § 407, S. 911.Google Scholar
  31. 31.
    Vgl. Harris/O’Boyle/Warbrick (Anm. 21), S. 530 ff.Google Scholar
  32. 32.
    ETS No. 144.Google Scholar
  33. 33.
    Europäische Konvention über den Rechtsstatus von Wanderarbeitnehmern vom 24. Oktober 1977, in: ETS No. 93. Estland ist nicht Mitgliedstaat der am 1. Mai 1983 in Kraft getreten Konvention.Google Scholar
  34. 34.
    Vgl. Brownlie, Principles of Public International Law, S. 522; Jennings/Watts (eds.) (Anm. 30), § 400, S. 897 f.Google Scholar
  35. 35.
    Nowak (Anm. 5), Art. 13, Rdnr. 1, S. 222.Google Scholar
  36. 36.
    Vgl. Barcelona Traction, Light and Power Company, Limited, Judgment, ICJ Rep. 1970, para. 33, S. 3.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. Brownlie (Anm. 34), S. 526 ff.Google Scholar
  38. 38.
    Die Theorie der Inländerbehandlung blieb im wesentlichen auf die lateinamerikanischen Staaten beschränkt. Vgl. Lillich (Anm. 14), S. 350; Ipsen, Individualschutz im Völkerrecht, in: Ipsen, Völkerrecht, Rdnr. 4, S. 663.Google Scholar
  39. 39.
    Vgl. Ipsen (Anm. 38), Rdnr. 5, S. 663.Google Scholar
  40. 40.
    Vgl. Verdross/Simma, Universelles Völkerrecht, § 1213, S. 802 f.Google Scholar
  41. 41.
    Vgl. García-Amador, in: UN Doc. A/CN.4/96, para. 157 f., S. 203; vgl. Lillich (Anm. 14), S. 374 f.Google Scholar
  42. 42.
    Vgl. hierzu Kapitel 3 C. I.Google Scholar
  43. 43.
    Vgl. Statistische Angaben des Legal Information Centre for Human Rights, Tallinn, September 1997.Google Scholar
  44. 44.
    RT I, 1993, Nr. 44, Pos. 637; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 26, Pos. 637; englische Übersetzung in: UN Doc. A/48/259, S. 3 ff.; abgedruckt im Anhang I.Google Scholar
  45. 45.
    Vgl. Situation of Human Rights in Estonia and Latvia, in: UN Doc. A/48/220, S. 2.Google Scholar
  46. 46.
    Vgl. Gilly, Estlands Minderheitenpolitik seit der Wiederherstellung der staatlichen Souveränität, in: Estland und seine Minderheiten, Nordost-Archiv. Zeitschrift für Regionalgeschichte, Neue Folge, IV (1995) 2, S. 614.Google Scholar
  47. 47.
    Vgl. Decision No. 2 of the Constitutional Review Chamber of the National Court of 11 August 1993, in: RT I, 1993, Nr. 59, Pos. 841; Decision No. 3 of the Constitutional Review Chamber of the National Court of 6 September 1993, in: RT I, 1993, Nr. 61, Pos. 890; Shorr, The Citizenship and Alien Law Controversies in Estonia and Latvia, S. 28.Google Scholar
  48. 48.
    Statement by the President of the Russian Federation of 24 June 1993, in Situation of Human Rights in Estonia and Latvia, in: UN Doc. A/48/223, S. 2.Google Scholar
  49. 49.
    Vgl. Sheehy, The Estonian Law on Aliens, in: RFE/RL Research Report, 2 (24 September 1993) 38, S. 7.Google Scholar
  50. 50.
    Vgl. ebenda, S. 9.Google Scholar
  51. 51.
    Für die Bearbeitung der Anträge auf Aufenthalts-oder Arbeitserlaubnisse werden 350 EEK erhoben, für die Ausgabe dieser Dokumente 500 EEK. Die spezielle Personengruppe der Ausländer mit Wohnsitz in Estland vor 1990 muß allerdings nur 10 % dieser Gebühren entrichten. Vgl. § § 172 Abs. 1, 173 Abs. 1, 180 Abs. 2 des „Gesetzes über die staatlichen Gebühren“, in: RT I, 1997, Nr. 80, Pos. 1344; russische Übersetzung in-PAÈ, 1997, Nr. 62, Pos. 1344.Google Scholar
  52. 52.
    Vgl. van der Stoel, Recommendation No. 3, in: CSCE Communication No. 20/1994 S 2.Google Scholar
  53. 53.
    Vgl. Jakovleva/Čurkin/Remec, Problemy graždanstva i pravovogo statusa postojannych žitelej, S. 46.Google Scholar
  54. 54.
    Vgl. Sheehy (Anm. 49), S. 9.Google Scholar
  55. 55.
    Sidorkin absolvierte 1975 die Tallinner Marineschule und arbeitete seitdem in Estland. Er wurde bei seinem Arbeitgeber mit ständigem Wohnsitz registriert. Die nationale Staatsangehörigkeits-und Migrationsbehörde verwies Sidorkin am 5. Juli 1994 zur Antragstellung für eine Aufenthalts-und Arbeitserlaubnis an eine diplomatische Vertretung im Ausland, obwohl er über keine Verbindungen mit seinem früheren Wohnort in Rußland verfugte. Das Tallinner Verwaltungsgericht erkannte den Status von Sidorkin gemäß § 20 Abs. 2 des Ausländergesetzes an, wonach ihm ein gesetzlicher Anspruch auf eine Aufenthalts-und Arbeitserlaubnis zustand. Dem Antrag des Verwaltungsgerichts, § 40 der Ordnung über die Ausgabe von Aufenthalts-und Arbeitserlaubnissen an Ausländer und ihre Verlängerung, angenommen durch Verordnung Nr. 3 des Innenministers vom 3. Februar 1994 (RTL, 1994, Nr. 16, S. 523; russische Übersetzung in: PAE, 1994, Nr. 21, S. 793), für null und nichtig zu erklären, ist der Nationale Gerichtshof nachgekommen. Vgl. Decision No. 16 of the Constitutional Review Chamber of the National Court of 11 January 1995, in: RT I, 1995, Nr. 9, Pos. 112; abgedruckt in: East European Case Reporter of Constitutional Law, 3 (1996) 2, S. 145 ff.Google Scholar
  56. 56.
    Urazmetova klagte vor dem Tallinner Verwaltungsgericht gegen die Entscheidung der nationalen Staatsangehörigkeits-und Migrationsbehörde, die ihren Antrag auf Aufenthaltserlaubnis ablehnte, weil sie nicht unter die Personengruppe mit Wohnsitz vor dem 1. Juli 1990 fiele und somit einen Antrag in einer diplomatischen Vertretung Estlands im Ausland stellen müsse. Urazmetova gab bei ihrer Antragstellung als Wohnort die Adresse eines Wohnheimes an. Das Verwaltungsgericht erklärte den Beschluß der nationalen Staatsangehörigkeits-und Migrationsbehörde für rechtswidrig und stellte vor dem Nationalen Gerichtshof den Antrag, § 21 Abs. 1 des Ausländergesetzes für null und nichtig zu erklären, dem dieser nicht nachkam. Vgl. Decision No. 19 of the Constitutional Review Chamber of the National Court of 18 September 1995, in: RT I, 1995, Nr. 74, Pos. 1320.Google Scholar
  57. 57.
    Vgl. § 6 Abs. 1 des Ausländergesetzes i.d.F. vom 24. September 1997, in: RT I, 1997, Nr. 73, Pos. 1202; russische Übersetzung in: PAE, 1997, Nr. 56, Pos. 1202.Google Scholar
  58. 58.
    Vgl. Fall Lotkov. Lotkov kam 1987 als Lehrer nach Estland und ging hier zwei Jahre später die Ehe mit einer estnischen Frau ein, in der eine gemeinsame Tochter geboren wurde. Nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit hatte die Ehefrau die estnische Staatsangehörigkeit und der Ehemann die russische erworben. Als Ausländer benötigte er eine Aufenthalts-und Arbeitserlaubnis, die er fristgemäß am 31. März 1995 beantragte. Die zuständige Staatsangehörigkeits-und Migrationsbehörde teilte ihm am 11. Dezember 1996 mit, daß er sich die ganze Zeit illegal im Land aufgehalten und die Ausweisung nach Rußland zu erwarten hätte. Wie der Nationale Gerichtshof ausführte, steht dies im Widerspruch zur estnischen Verfassung und der EMRK, wonach die Familie unter Schutz gestellt wird. RT III, 1997, Nr. 21/22, Pos. 236; vgl. Sher, Esli zakon ne sootvetstvuet konstitucii, to …, in: Èstonija, 1. Juli 1997.Google Scholar
  59. 59.
    Der HKNM hatte die Erteilung der sofortigen ständigen Aufenthaltserlaubnis für diese Personengruppe empfohlen. Vgl. van der Stoel, Recommendation No. 2, in: CSCE Communication No. 20/1994, S. 2.Google Scholar
  60. 60.
    Vgl.Anm. 57.Google Scholar
  61. 61.
    Vgl. VO Nr. 137 vom 16. Juni 1998 „Ordnung über die Ausgabe von ständigen Aufenthaltserlaubnissen“ die am 12. Juli 1998 in Kraft trat. RT I, 1998, Nr. 58, Pos. 923; russische Übersetzung in: PAE, 1998, Nr. 34, Pos. 923.Google Scholar
  62. 62.
    Statistische Angaben des Legal Information Centre for Human Rights, Tallinn, Januar 1999.Google Scholar
  63. 63.
    Vgl. Sheehy (Anm. 49), S. 9.Google Scholar
  64. 64.
    § 21 des Ausländergesetzes wurde durch das Änderungsgesetz vom 24. September 1997 derogiert.Google Scholar
  65. 65.
    Schon vorher hatte der HKNM eine Fristverlängerung für mindestens sechs Monate empfohlen. Vgl. van der Stoel, Recommendation No. 1, in: CSCE Communication No. 20/1994, S. 2.Google Scholar
  66. 66.
    Vgl. § 21 Abs. 1 des Ausländergesetzes i.d.F. vom 18. Mai 1994, in: RT I, 1994, Nr. 41, Pos. 658; russische Übersetzung in: PAE, 1994, Nr. 37, Pos. 658.Google Scholar
  67. 67.
    Vgl. Pkt. 14 der Ordnung über die Ausgabe, Verlängerung und Ungültigkeitserklärung von Aufenthalts-und Arbeitserlaubnissen an Ausländer, bestätigt durch VO Nr. 368 vom 7. Dezember 1995, in: RT I, 1995, Nr. 93, Pos. 1612; russische Übersetzung in: PAE, 1995, Nr. 74/75, Pos. 1612.Google Scholar
  68. 68.
    Vgl. Non-Citizens Submit Applications for Residence And Work Permits, in: Estonian Review, 5 (1995) 14, S. 6.Google Scholar
  69. 69.
    Vgl. Citizenship and Migration Board, in: Estonia Today, 23 February 1999.Google Scholar
  70. 70.
    Vgl. Amendments to the Law on Aliens, in: Estonia Today, 7 July 1995.Google Scholar
  71. 71.
    Nach § 14 Ziff. 7 des „Gesetzes über die Wahlen zu den lokalen Selbstverwaltungskörperschaften“ i.d.F. vom 27. Juni 1995 erfolgte keine Eintragung in das Wählerregister, wenn der Ausländer oder Staatenlose nicht fristgerecht seinen Antrag gestellt hatte. RT I, 1995, Nr. 57, Pos. 981; russische Übersetzung in: PAE, 1995, Nr. 40, Pos. 981. Vgl. § 20 Abs. 2 des Ausländergesetzes i.d.F. vom 24. September 1997.Google Scholar
  72. 72.
    RT II, 1995, Nr. 46, Pos. 203; russische Übersetzung in: PAE, 1996, Nr. 1, Pos. 203; Estland ratifizierte den Vertrag am 22. Dezember 1995, Rußland am 13. Oktober 1995.Google Scholar
  73. 73.
    RT II, 1995, Nr. 46, Pos. 203; russische Übersetzung in: PAE, 1996, Nr. 1, Pos. 203; Estland ratifizierte das Übereinkommen am 22. Dezember 1995, Rußland am 11. August 1995.Google Scholar
  74. 74.
    Vgl. Pkt. 14 Abs: 2 der Ordnung über die Ausgabe, Verlängerung und Ungültigkeitserklärung von Aufenthalts-und Arbeitserlaubnissen an Ausländer i.d.F. vom 14. Mai 1996, bestätigt durch VO Nm 130 vom 14. Mai 1996, in: RT I, 1996, Nr. 34, Pos. 693; russische Übersetzung in: PAE, 1996, Nr. 31/32, Pos. 693.Google Scholar
  75. 75.
    Vgl. Mattson, „Postimees“, in: Èstonija, 29. Juli 1997.Google Scholar
  76. 76.
    Im Fall Miroschnitschenko, ein 51-jähriger ehemaliger Offizier der sowjetischen Streitkräfte, hat das Verwaltungsgericht am 26. Mai 1997 eine individuelle Prüfung jedes einzelnen Falles angemahnt und eine bloße Vermutung bzw. allgemeine Annahme einer Gefahr für die staatliche Sicherheit als Begründung für eine Ablehnung verworfen. Das Gericht entschied am 26. Mai 1997, daß die Ablehnung der Aufenthaltserlaubnis für den Kläger und seine Familienangehörigen durch die Regierung rechtswidrig war. Vgl. ebenda.Google Scholar
  77. 77.
    Vgl. Centr informacii po pravam celoveka, Chronika, S. 1.Google Scholar
  78. 78.
    RT I, 1997, Nr. 29, Pos. 447; russische Übersetzung in: PAE, 1997, Nr. 30, Pos. 447; russische Übersetzung der vollständigen und geänderten Fassung des Gesetzbuches in: PAE, 1997, Nr. 36-38, Pos. 723.Google Scholar
  79. 79.
    RT I, 1997, Nr. 5/6, Pos. 30; russische Übersetzung in: PAE, 1997, Nr. 5, Pos. 30.Google Scholar
  80. 80.
    Anordnung Nr. 73 vom 21. Juli 1997.Google Scholar
  81. 81.
    Vgl. Uibopuu, Minorities in Estonia, Fn. 340, S. 59.Google Scholar
  82. 82.
    Vgl. VO Nr. 33 vom 11. Februar 1997, in: RT I, 1997, Nr. 14, Pos. 241; russische Übersetzung in: PAE, 1997, Nr. 16, Pos. 241.Google Scholar
  83. 83.
    Vgl. VO Nr. 16 vom 9. Januar 1996, in: RT I, 1996, Nr. 5, Pos. 100; russische Übersetzung in: PAE, 1996, Nr. 7, Pos. 100.Google Scholar
  84. 84.
    Gemäß § 176 Abs. 1 des „Gesetzes über staatliche Gebühren“ muß für die Ausgabe eines Fremdenpasses eine Gebühr in Höhe von 100 EEK entrichtet werden. RT I, 1997, Nr. 80, Pos. 1344; russische Übersetzung in: PAE, 1997, Nr. 62, Pos. 1344.Google Scholar
  85. 85.
    Vgl. Aliens’ Passports Being Issued, in: Estonian Review, 6 (1996) 15, S. 4.Google Scholar
  86. 86.
    Vgl. Citizenship and Migration Board, in: Estonia Today, 23 February 1999.Google Scholar
  87. 87.
    Folgende Staaten haben dieses Dokument bis Juli 1997 offiziell anerkannt: Österreich, Dänemark, Finnland, Deutschland, Irland, Israel, Jamaika, Japan, Lettland, Litauen, Norwegen, Schweden, Schweiz, Rußland, Großbritannien, USA. Indirekt erkennt auch Rußland dieses Dokument an. Vgl. Èstonija, 29. Juli 1997.Google Scholar
  88. 88.
    Folgende Staaten hatten dieses Dokument bis Dezember 1996 offiziell anerkannt: Dänemark, Finnland, Jamaika, Lettland, Litauen, Norwegen, Japan, Türkei (nur für Touristengruppen), Großbritannien, USA, Rußland.Google Scholar
  89. 89.
    Vgl. § 3 des „Gesetzes über das vorläufige Reisedokument“ vom 18. Mai 1994, in: RT I, 1994, Nr. 41, Pos. §58; russische Übersetzung in: PAE, 1994, Nr. 37, Pos. 658.Google Scholar
  90. 90.
    Zu den Verfassungsrechten vgl. Kofmel, Die neue Verfassung der Republik Estland vom 28. Juni 1992, in: ZaöRV, 53 (1993) 1, S. 139 ff.Google Scholar
  91. 91.
    RT I, 1996, Nr. 48, Pos. 944; russische Übersetzung in: PAE, 1996, Nr. 46/47, Pos. 944.Google Scholar
  92. 92.
    RT I, 1997, Nr. 28, Pos. 423; russische Übersetzung in: PAE, 1997, Nr. 24, Pos. 423.Google Scholar
  93. 93.
    RT I, 1997, Nr. 30, Pos. 472; russische Übersetzung in: PAE, 1997, Nr. 29, Pos. 472.Google Scholar
  94. 94.
    RT I, 1994, Nr. 47, Pos. 784; russische Übersetzung in: PAE, 1994, Nr. 38, Pos. 784.Google Scholar
  95. 95.
    Pekkanen und Danelius zweifeln an, daß die freie Meinungsäußerung des Volkes nach Art. 3 des 1. Zp EMRK aufgrund des Ausschlusses einer großen Bevölkerungsgruppe von der Teilnahme an den Parlamentswahlen in Estland gewährleistet war. Vgl. Pekkanen/Danelius, Human Rights in the Republic of Estonia, in: HRLJ, 13 (1992) 5-6, para. 36, S. 239Google Scholar
  96. 96.
    Vgl. Anm. 64.Google Scholar
  97. 97.
    VO Nr. 180 vom 25. Juni 1996, in: RT 1, 1996, Nr. 47, Pos. 921; russische Übersetzung in: PAE, 1996, Nr. 48, Pos. 921. Geändert durch VO Nr. 188 vom 25. August 1998, in: RT I, 1998, Nr. 76, Pos. 1271; russische Übersetzung in: PAE, 1998, Nr. 47, Pos. 1271. Es gibt auch ein Wählerregister für estnische Staatsangehörige (§ 3 Abs. 1 des Wahlgesetzes).Google Scholar
  98. 98.
    Vgl. Legal Information Centre for Human Rights, Realization of Human Rights Committee Recommendations Carrying out the International Covenant on Civil and Political Rights in Estonia, S. 6.Google Scholar
  99. 99.
    An den Kommunalwahlen von 1993 beteiligten sich mehr als 463.000 Personen, das sind ca. 52% der Wahlberechtigten. Dabei war die Wahlbeteiligung von Ausländern höher als die von Staatsangehörigen. Die Wahlen wurden nach dem „Gesetz über die Wahlen zu den lokalen Selbstverwaltungskörperschaften“ vom 19. Mai 1993 durchgeführt. RT I, 1993, Nr. 29, Pos. 505; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 27, Pos. 505.Google Scholar
  100. 100.
    Wahlberechtigt waren insgesamt über 880.000 Personen, ca. 810.000 Staatsangehörige und ca. 70.000 Ausländer.Google Scholar
  101. 101.
    Vgl. 96 Local Government Elections, in: Estonia Today, 16 October 1996.Google Scholar
  102. 102.
    RT I, 1993, Nr. 30, Pos. 510; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 33, Pos. 510.Google Scholar
  103. 103.
    Pkt. 7 der Ordnung über die Ausgabe, Verlängerung und Ungültigkeitserklärung von Aufenthalts-und Arbeitserlaubnissen an Ausländer, bestätigt durch VO Nr. 368 vom 7. Dezember 1995, in: RT I, 1995, Nr. 93, Pos. 1612; russische Übersetzung in: PAE, 1995, Nr. 74/75; Pos. 1612.Google Scholar
  104. 104.
    RT I, 1993, Nr. 15, Pos. 256; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 15, Pos. 256.Google Scholar
  105. 105.
    RT I, 1998, Nr. 64/65, Pös. 1009; russische Übersetzung in: PAE, 1998. Nr. 38, Pos. 1009. Das Gesetz wird am 1. Januar 2000 vollständig in Kraft treten.Google Scholar
  106. 106.
    RT I, 1996, NG. 42, Pos. 810; russische Übersetzung in: PAE, 1996, Nr. 38/39, Pos. 810.Google Scholar
  107. 107.
    RT I, 1995, Nr. 21, Pos. 323; russische Übersetzung in: PAE, 1995, Nr. 28, Pos. 323.Google Scholar
  108. 108.
    Gemäß § 2 Abs. 1 bzw. Abs. 3 des Kindergeldgesetzes vom 20. Mai 1997 haben ständige Einwohner Estlands bzw. Ausländer mit einer fünfjährigen Aufenthaltserlaubnis Anspruch auf Kindergeld, letztere jedoch nur bis zum 12. Juli 2001. RT I, 1997, Nr. 42, Pos. 676; russische Übersetzung in: PAE, 1997, Nr. 35, Pos. 676.Google Scholar
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    Vgl. „Gesetz über die Volksgesundheit“ vom 14. Juni 1995, in: RT I, 1995, Nr. 57, Pos. 978; russische Übersetzung in: PAE, 1995, Nr. 45, Pos. 978.Google Scholar
  110. 110.
    § 8 Abs. 6 und § 36 des Volksbildungsgesetzes vom 23. März 1992; § 17 Abs. 4 des „Gesetzes über Grundschule und Gymnasium“ vom 15. September 1993; § 17 Abs. 1 des Berufsschulgesetzes vom 14. Juni 1995; § 21 Abs. 1 des Hochschulgesetzes vom 12. Januar 1995.Google Scholar
  111. 111.
    § 17 Abs. 2 des Berufsschulgesetzes.Google Scholar
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    RT I, 1999, Nr. 16, Pos. 275; russische Übersetzung in: PAE, 1999, Nr. 15, Pos. 275.Google Scholar
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    RT I, 1995, Nr. 50, Pos. 764; russische Übersetzung in: PAE, 1995, Nr. 35, Pos. 764.Google Scholar
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    Vgl. ebenda; Legal Information Centre for Human Rights (Anm. 98), S. 1.Google Scholar
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    russische Übersetzung in: V ER, 1991, Nr. 38, Pos. 473.Google Scholar
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    RT I, 1998, Nr. 50, Pos. 753; russische Übersetzung in: PAE, 1998, Nr. 29, Pos. 753. Vgl. auch § 20 des Polizeigesetzes i.d.F. vom 21. April 1993, in: RT I, 1993, Nr. 20, Pos. 355; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 20, Pos. 355.Google Scholar
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    RT I, 1998, Nr.: 41/42, Pos. 625; russische Übersetzung in: PAE, 1998, Nr. 26, Pos. 625; vgl. auch § 7 des Vorgängergesetzes vom 25. Februar 1993, in: RT I, 1993, Nr. 11, Pos. 184; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 13, Pos. 184.Google Scholar
  124. 124.
    RT I, 1993, NR. 62, Pos. 891; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 46, Pos. 891.Google Scholar
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    RT I, 1993, Nr. 75, Pos. 1100; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 51, Pos. 1100.Google Scholar
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    RT I, 1995, Nr. 12, Pos. 119; russische Übersetzung in: PAE, 1995, Nr. 16, Pos. 119.Google Scholar
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    RT I, 1995, Nr. 62, Pos. 1056; russische Übersetzung in: PAE, 1995, Nr. 41/42, Pos. 1056.Google Scholar
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    RT I, 1993, Nr. 45, Pos. 639; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 34/35, Pos. 639..Google Scholar
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    RT I, 1996, Nr. 39, Pos. 766; russische Übersetzung in: PAE, 1996, Nr. 44, Pos. 766.Google Scholar
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  131. 131.
    RT I, 1995, Nr. 24, Pos. 337; russische Übersetzung in: PAE, 1995, Nr. 17/18, Pos. 337.Google Scholar
  132. 132.
    RT I, 1993, Nr. 23, Pos. 411; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 21, Pos. 411.Google Scholar
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    Vgl. Uibopuu (Anm. 81), S. 28 ff.Google Scholar
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    Vgl. Nowak (Anm. 5), Art. 19, Rdnr. 16, S. 343.Google Scholar
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    Vgl. Uibopuu (Anm. 81), S, 24.Google Scholar
  136. 136.
    Vgl. Nowak (Anm. 5), Art. 25, Rdnr. 34, S. 451.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Carmen Thiele
    • 1
  1. 1.Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)Frankfurt (Oder)Germany

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