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Der Minderheitenschutz in Estland

  • Carmen Thiele
Chapter
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Part of the Schriftenreihe der Juristischen Fakultät der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) book series (SCHRIFTEURO)

Zusammenfassung

Von den Staaten, deren Völker nach dem Ersten Weltkrieg ihr Selbstbestimmungsrecht mit der Gründung eines unabhängigen Staates verwirklicht hatten wie in Estland, forderten die Alliierten Mächte den Schutz der auf ihren Territorien lebenden Minderheiten als Vorbedingung für die Anerkennung bzw. Aufnahme in den Völkerbund. Durch Beschluß der 1. Bundesversammlung vom 15. Dezember 19201 ist Estland empfohlen worden, die in den Minderheitenschutzverträgen2 enthaltenen allgemeinen Prinzipien zu sichern. Am 13. September 1921 erklärte sich Estland bereit, die Empfehlung anzunehmen und mit dem Völkerbund Gespräche über die Einzelheiten der geforderten Garantien zu beginnen. Nach längeren Verhandlungen aufgrund des anfänglichen Widerstandes Estlands3, das auf die bereits in der estnischen Verfassung verankerten Minderheitenschutzbestimmun-gen hingewiesen hatte, gab Estland am 17. September 1923 eine einseitige Erklärung4 vor dem Völkerbund ab. Der Völkerbundsrat nahm gleichzeitig die Mitteilungen der estnischen Regierung vom 28. August 1923 über die Lage der Minderheiten in Estland zur Kenntnis. Dem Rat stand das Recht zu, sich von neuem mit der rechtlichen Lage der Minderheiten Estlands zu befassen, sobald die allgemeinen Grundsätze des Minderheitenschutzes nicht mehr verwirklicht würden. Zu diesem Zweck war es möglich, daß der Rat auf Ersuchen eines seiner Mitglieder von der estnischen Regierung Auskünfte über die Lage der Minderheiten anforderte. Bei Meinungsverschiedenheiten über Rechts- oder Tatfragen und über die Resolution konnte vom StIGH ein Gutachten angefordert werden. In seiner Erklärung hat Estland ausdrücklich zum Vorbehalt gemacht, daß der Rat von der estnischen Regierung keine Auskünfte verlangen werde ohne darum von einem seiner Mitglieder ersucht worden zu sein.5 In der einseitigen Erklärung verwies Estland auf seinen in der Verfassung enthaltenen Minderheitenschutz.

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Notes

  1. 1.
    Im Falle der Aufnahme der baltischen Staaten in den Völkerbund empfiehlt die Versammlung „die geeigneten Maßnahmen zu treffen, um die Anwendung der allgemeinen, in den Verträgen zum Schutz der Minderheiten normierten Grundsätze zu sichern und… sich mit dem Rat über die Einzelheiten ihrer Anwendung in Verbindung setzen zu wollen.“ Abgedruckt in: Kraus, Das Recht der Minderheiten, S. 114; deutsche Übersetzung in: Wintgens, Der völkerrechtliche Schutz der nationalen, sprachlichen und religiösen Minderheiten, S. 151.Google Scholar
  2. 2.
    Als Beispiel der Minderheitenschutzverträge zwischen den Alliierten und Assoziierten Hauptmächten (USA, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan) und den besiegten bzw. neu entstandenen Staaten gilt der Vertrag vom 28. Juni 1919 mit Polen, zu dessen Abschluß Polen durcir Art. 93 des Versailler Friedensvertrages verpflichtet worden war. Minderheitenschutzvertrag mit Polen in: CTS, vol. 225, p. 412; abgedruckt in: Viefhaus, Die Minderheitenfrage und die Entstehung der Minderheitenschutzverträge auf der Pariser Friedenskonferenz 1919, S. 231 ff.Google Scholar
  3. 3.
    Zur Vorgeschichte der Minderheitenschutzerklärung vgl. Flachbarth, System des internationalen Minderheitenrechts, S. 77 f.; Aun, Der völkerrechtliche Schutz nationaler Minderheiten in Estland von 1917–1940, S. 58 ff.Google Scholar
  4. 4.
    Abgedruckt in: Kraus (Anm. 1), S. 188 ff.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Aun (Anm. 3), S. 72 ff.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Zum Petitionsverfahren vgl. Wintgens (Anm. 1), S. 308 ff., 332 ff; Gütermann, Das Minderheitenschutzverfahren des Völkerbundes, S. 163 ff.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. v. Truhart, Völkerbund und Minderheitenpetitionen, S. 8.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. hierzu Aun (Anm. 3), S. 112 ff.Google Scholar
  9. 9.
    RT, 1919, Nr. 79/80, Pos. 156; deutsche Übersetzung in: Fahle, Die Agrarreform der Republik Estland, S. 109 ff.Google Scholar
  10. 10.
    Agrarreformen gaben häufig Anlaß zu Petitionen vor dem Völkerbund. Vgl. Bartsch, Minderheitenschutz in der internationalen Politik, S. 104 ff.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Truhart (Anm. 7), S. 50.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. Pullerits, The Estonian Year-book 1927, S. 13.Google Scholar
  13. 13.
    Von Minderheitenangehörigen wird oftmals explizit Loyalität gegenüber dem Wohnsitzstaat gefordert. Als Staatsangehörigen kommt ihnen ohnehin eine staatsbürgerliche Treuepflicht zu. Vgl. Luchterhandt, Nationale Minderheiten und Loyalität, S. 61.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. Angelus, Die Kulturautonomie in Estland, S. 10 f.Google Scholar
  15. 15.
    Zitiert nach Maddison, Die nationalen Minderheiten Estlands und ihre Rechte, S. 3.Google Scholar
  16. 16.
    RT, 1920, Nr. 113/114; deutsche Obersetzung in: v. Csekey, Verfassungsentwicklung, in: JöR, 16 (1928), Nr. 1, S. 213 ff.Google Scholar
  17. 17.
    RT, 1934, Nr. 93.Google Scholar
  18. 18.
    RT, 1933, Nr. 86; deutsche Übersetzung in: v. Csekey, Verfassungsentwicklung, in: JöR, 22 (1935), Nr. 2, S. 442.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. v. Csekey (Anm. 18), S. 412, 432.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. Meder, Verfassung Estlands 1937, in: ZOR. NF, 4 (1937) 4, S. 208.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. Aun (Anm. 3), S. 134.Google Scholar
  22. 22.
    RT, 1925, Nr. 31/32, Pos. 9; deutsche Übersetzung in: v. Csekey (Anm. 16), Nr. 10 a, S. 244 ff.Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. hierzu Aun (Anm. 3), S. 101 ff.Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. Angelus (Anm. 14), S. 16.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. ebenda, S. 17 fGoogle Scholar
  26. 26.
    Vgl. ebenda, S. 28.Google Scholar
  27. 27.
    Vgl. Wintgens (Anm. 1), S. 153.Google Scholar
  28. 28.
    Veiter, Nationale Autonomie, S. 113.Google Scholar
  29. 29.
    Vgl. Hasselblatt, Kulturautonomie, in: Nation und Staat, 4 (1930/31), S. 446.Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. Laserson, Minoritätenrecht, in: ZaöRV, 2/1 (1931), S. 423.Google Scholar
  31. 31.
    Vgl. Veiter (Anm. 28), S. 114.Google Scholar
  32. 32.
    Ebenda, S. 58.Google Scholar
  33. 33.
    Ebenda, S. 116.Google Scholar
  34. 34.
    Kloss, Grundfragen der Ethnopolitik im 20. Jahrhundert, S. 345.Google Scholar
  35. 35.
    Vgl. Lijphart, Democracies Patterns of Majoritarian and Consensus Government in Twenty-One Countries, S. 183 f.Google Scholar
  36. 36.
    RT, 1925, Nr. 175/176; vgl. hierzu Maddison (Anm. 15), S. 31.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. Koch, Fünf Jahre deutsche Kulturselbstverwaltung in Estland, in: Nation und Staat, 4 (1930/31),S. 239.Google Scholar
  38. 38.
    Vgl. ebenda, S. 241.Google Scholar
  39. 39.
    Vgl. Hasselblatt, Minderheitenpolitik in Estland, S. 53 f.Google Scholar
  40. 40.
    So die Einschätzung des Präsidenten des deutschen Kulturrates in Estland, R. Koch, vgl. Koch (Anm. 37), S. 242.Google Scholar
  41. 41.
    Text in: Documents on International Affairs 1939-1946, 2 (1954), S. 264; Nation und Staat, XIII (1939/40), S. 71 ff. Die Umsiedlung der Deutsch-Balten aus Estland war eine Folge der deutsch-sowjetischen Geheimvereinbarungen von 1939 über die Abgrenzung der Interessensphären.Google Scholar
  42. 42.
    Vgl. Nation und Staat, XIII (1939/40), S. 308.Google Scholar
  43. 43.
    Zur Umsiedlung der Deutsch-Balten aus Estland vgl. ausführlich Loeber, Diktierte Option.Google Scholar
  44. 44.
    Vgl. ebenda, S. 52.Google Scholar
  45. 45.
    Vgl. ebenda, S. 39.Google Scholar
  46. 46.
    Vgl. Maddison (Anm. 15), S. 32.Google Scholar
  47. 47.
    RT, 1926, Nr. 53.Google Scholar
  48. 48.
    Vgl. Maddison (Anm. 15), S. 33.Google Scholar
  49. 49.
    Vgl. Angelus (Anm. 14), S. 17.Google Scholar
  50. 50.
    Zur Herausbildung einer russischen Minderheit in Estland vgl. Ruutsoo, Die Herausbildung einer russischen Minderheit in der Republik Estland 1918–1940, in: Estland und seine Minderheiten, Nordost-Archiv, NF, 4 (1995) 2, S. 551 ff.Google Scholar
  51. 51.
    Vgl. Kurtschinsky, Kulturautonomie und die russische Minderheit in Estland, in: Nation und Staat, 4 (1930/31), S. 775.Google Scholar
  52. 52.
    Vgl. Weiss, Das Volksgruppenrecht in Estland vor dem Zweiten Weltkriege, in: ZOF, 1 (1952), S. 254.Google Scholar
  53. 53.
    Zur Rechtslage der Minderheiten (Nationen und Völkerschaften) in der Sowjetunion vgl. Brunner, Die Rechtslage der Minderheiten nach sowjetischem Verfassungsrecht, in: Brunner/Kagedan (Hrsg.), Die Minderheiten in der Sowjetunion und das Völkerrecht, S. 23 ff.; Brunner, Minderheiten in der Sowjetunion, in: GYIL, 34 (1991) 2, S. 354 ff.Google Scholar
  54. 54.
    Vgl. Viefhaus (Anm. 2), S. 100 ff.Google Scholar
  55. 55.
    Ausführliche Aufstellung bei Oxenknecht, Der Schutz ethnischer, religiöser und sprachlicher Minderheiten in Art. 27 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte vom 16. Dezember 1966, S. 29 ff.Google Scholar
  56. 56.
    So Doehring, Das Gutachten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen über die Fortgeltung der nach dem15 Ersten Weltkrieg eingegangenen Minderheitenschutzverpflichtungen, in: ZaöRV, 15 (1953/54) 2, S. 539.Google Scholar
  57. 57.
    Die Ablehnung ihres Vorschlags zum Minderheitenschutz war für die Sowjetunion sogar ein Grund für die Stimmenthaltung bei der Annahme der Erklärung. Vgl. Nowak, CCPR Commentary, Art. 27 Rdnr. 2, S. 481.Google Scholar
  58. 58.
    Zum Diskriminierungsschutz in der Arbeit der VN ausführlich Ermacora, Diskriminierungsschutz und Diskriminierungsverbot in der Arbeit der Vereinten Nationen; Vierdag, The Concept of Discrimination in International Law, S. 148 ff.Google Scholar
  59. 59.
    Zur Arbeit der UNO auf dem Gebiet des Minderheitenschutzes ausführlich Ermacora, Der Minderheitenschutz im Rahmen der Vereinten Nationen, S. 18 ff.Google Scholar
  60. 60.
    Zum Status und zur Tätigkeit der Unterkommission vgl. Ansbach, Die Unterkommission zur Verhinderung der Diskriminierung und zum Schutz von Minderheiten, in: AVR, 31 (1993) 3, S. 230 ff.Google Scholar
  61. 61.
    UN Doc. A/RES/217 C (III), 10 December 1948; deutsche Übersetzung in: Ermacora, Nationalitätenkonflikt und Volksgruppenrecht, S. 150.Google Scholar
  62. 62.
    Vgl. Ermacora (Anm. 61), S. 28.Google Scholar
  63. 63.
    Zu den Arbeiten an Art. 27 CCPR vgl. ebenda, S. 30 ff.; zum Minderheitenschutz nach Art. 27 CCPR vgl. Tomuschat, Protection of Minorities under Article 27 of the International Covenant on Civil and Political Rights, in: Bernhardt/Geck/Jaenicke/Steinberger (Hrsg.), Völkerrecht als Rechtsordnung, S. 949 ff.; Nowak (Anm. 57), Art. 27, Rdnr. 5 ff., S. 483 ff.Google Scholar
  64. 64.
    UMTS, vol. 78, p. 277; BGBl. 1954 II, 730.Google Scholar
  65. 65.
    Art. 2 lautet: „In dieser Konvention bedeutet Völkermord eine der folgenden Handlungen, die in der Absicht begangen wird, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören …“Google Scholar
  66. 66.
    In Art. 5 heißt es: „… werden die Vertragsstaaten die Rassendiskriminierung in jeder Form verbieten und beseitigen und das Recht jedes einzelnen, ohne Unterschied der Rasse, der Hautfarbe, des nationalen Ursprungs oder des Volkstums, auf Gleichheit vor dem Gesetz gewährleisten …“Google Scholar
  67. 67.
    UNTS, vol. 429, p. 93; BGBl. 1968 II, 387; vgl. die Ausführungen zur Konvention von Pircher, Der vertragliche Schutz ethnischer, sprachlicher und religiöser Minderheiten im Völkerrecht, S. 273 ff.Google Scholar
  68. 68.
    Art. 5 Abs. 1 lit. c) lautet: „Die Vertragsstaaten kommen überein, daß es wesentlich ist, den Angehörigen nationaler Minderheiten das Recht zuzuerkennen, ihre eigene Erziehungsarbeit zu leisten, hierbei Schulen zu unterhalten und im Einklang mit der innerstaatlichen Politik in Erziehungsfragen ihre eigene Sprache zu gebrauchen und zu lehren, jedoch mit Maßgabe, 1) daß dieses Recht nicht in einer Weise ausgeübt werden darf, welche die Angehörigen der Minderheiten daran hindert, die Kultur und Sprache der Gesamtgemeinschaft zu verstehen und an ihren Tätigkeiten teilzunehmen, oder in einer Weise, die der staatlichen Souveränität Abbruch tut; 2) daß das Niveau des Unterrichts an diesen Schulen nicht niedriger sein darf als das allgemeine Niveau, das die zuständigen Behörden festgelegt oder genehmigt haben; und 3) daß kein Zwang zum Besuch dieser Schulen ausgeübt werden darf.“Google Scholar
  69. 69.
    In Art. 30 heißt es: „In Staaten, in denen es ethnische, religiöse oder sprachliche Minderheiten oder Ureinwohner gibt, darf einem Kind, das einer solchen Minderheit angehört oder Ureinwohner ist, nicht das Recht vorenthalten werden, in Gemeinschaft mit anderen Angehörigen seiner Gruppe seine eigene Kultur zu pflegen, sich zu seiner eigenen Religion zu bekennen und sie auszuüben oder seine eigene Sprache zu verwenden.“Google Scholar
  70. 70.
    UN Doc. A/RES/47/135; abgedruckt in: HRLJ, 14 (1993) 1-2, S. 54 ff.; deutsche Übersetzung in: VN, 41 (1993) 5, S. 190 f.; vgl. auch die Darstellungen und Würdigungen von Alfredsson/de Zayas, Minority Rights: Protection by the United Nations, in: HRLJ, 14 (1993) 1-2, S. 1 ff.; Dicke, Die UN-Deklaration zum Minderheitenschutz, in: EA, 48 (1993) 4, S. 107 ff.; Thornberry, The UN Declaration on the Rights of Persons Belonging to National or Ethnic, Religious and Linguistic Minorities, in: Phillips/Rosas (eds.), The UN Minority Rights Declaration, S. 11 ff.; Hilpold, Minderheitenschutz im Rahmen der Vereinten Nationen, in: SZIER, 4 (1994) 1-2, S. 31 ff.Google Scholar
  71. 71.
    Vgl. Hofmann; Minderheitenschutz in Europa, S. 28 f.Google Scholar
  72. 72.
    Vgl. Dicke (Anm. 70), S. 113 ff.Google Scholar
  73. 73.
    Vgl. Hofmann (Anm. 71), S. 30.Google Scholar
  74. 74.
    Vgl. Hilpold (Anm. 70), S. 53.Google Scholar
  75. 75.
    Abgedruckt in: EuGRZ, 17 (1990) 9-10, S. 239 ff.; Schweisfurth/Oellers (Hrsg.), Dokumente der KSZE, S. 233 ff.Google Scholar
  76. 76.
    Abgedruckt in: EuGRZ, 18 (1991) 21-22, S. 492 ff; Schweisfurth/Oellers (Hrsg.) (Anm. 75), S. 514 ff. (516).Google Scholar
  77. 77.
    Abgedruckt in: EuGRZ, 18 (1991) 21-22, S. 495 ff.; Schweisfurth/Oellers (Hrsg.) (Anm. 75), S. 524 ff. (539).Google Scholar
  78. 78.
    Zum Mechanismus der Menschlichen Dimension vgl. Bloed, Monitoring the CSCE Human Dimension, in: Bloed/Leicht/Nowak/Rosas (eds.), Monitoring Human Rights in Europe, S. 59 ff.Google Scholar
  79. 79.
    Abgedruckt in: EuGRZ, 19 (1992) 15-16, S. 378 ff; Schweisfurth/Oellers (Hrsg.) (Anm. 75), S. 609 ff. (621).Google Scholar
  80. 80.
    Zum Mandat des HKNM vgl. The Foundation on Inter-Ethnic Relations, The Role of the High Commissioner on National Minorities in OSCE Conflict Prevention, S. 18 ff.Google Scholar
  81. 81.
    Vgl. para. II.3 des Helsinki Dokumentes 1992 (Anm. 79).Google Scholar
  82. 82.
    Albanien, Kroatien, Mazedonien, Ungarn, Kasachstan, Kirgistan, Lettland, Rumänien, Slowakei, Ukraine. In Litauen und Moldawien befand der HKNM eine weitere Tätigkeit für nicht notwendig.Google Scholar
  83. 83.
    Vgl. van der Stoel, Recommendations by the CSCE High Commissioner on National Minorities, in: HRLJ, 14 (1993) 5-6, S. 217.Google Scholar
  84. 84.
    Vgl. van der Stoel, Recommendations on the question of the implementation of the Estonian Law on Aliens, in: CSCE Communication No. 20/1994.Google Scholar
  85. 85.
    Bulletin der BReg. Nr. 26 vom 10. März 1992, S. 257 f.Google Scholar
  86. 86.
    Bulletin der BReg. Nr. 70 vom 26. Juli 1994, S. 660.Google Scholar
  87. 87.
    Vgl. Espersen (Kommissar des Rates der Ostseestaaten für demokratische Institutionen und Menschenrechte), Human Rights protection in the Baltic Sea area, in: Helsinki Monitor, 7 (1996) 2, S. 52 ff. Das Mandat des Kommissars ist dort im Anhang abgedruckt.Google Scholar
  88. 88.
    Bei Übernahme von KSZE-Bestimmungen in völkerrechtliche Verträge kommt es allerdings zu ihrer „Verrechtlichung“.Google Scholar
  89. 89.
    Vgl. Ziff. 1 der Empfehlung 1255 (1995) der Parlamentarischen Versammlung des Europarats betr. den Schutz der Rechte nationaler Minderheiten vom 31. Januar 1995; abgedruckt in: EuGRZ, 22 (1995) 10-12, S. 284.Google Scholar
  90. 90.
    Art. 14 lautet: „Der Genuß der in der vorliegenden Konvention festgelegten Rechte und Freiheiten muß ohne Unterschied des Geschlechts, der Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion, politischen oder sonstigen Anschauungen, nationaler oder sozialer Herkunft, Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt oder des sonstigen Status gewährleistet werden.“Google Scholar
  91. Vgl.
    hierzu Frowein/Peukert, EMRK-Kommentar, Art. 14, S. 435 ff.; Hillgruber/ Jestaedt, Die Europäische Menschenrechtskonvention und der Schutz nationaler Minderheiten, S. 33 ff.Google Scholar
  92. 91.
    Abgedruckt in: Hofmann (Anm. 71), S. 241 ff.Google Scholar
  93. 92.
    Zum Entwurf vgl. ebenda, S. 39 ff.Google Scholar
  94. 93.
    Abgedruckt in: ebenda, S. 252 ff.Google Scholar
  95. 94.
    Vgl. ebenda, S. 44.Google Scholar
  96. 95.
    Vgl. Klebes, Der Entwurf eines Minderheitenprotokolls zur EMRK, in: EuGRZ, 20 (1993) 5-6, S. 148 ff.; Abdruck des Entwurfs in: Hofmann (Anm. 71), S. 257 ff; deutsche Übersetzung in: EuGRZ, 20 (1993) 5-6, S. 152 f.Google Scholar
  97. 96.
    Nähere Ausführungen hierzu bei Hofmann (Anm. 71), S. 45 ff.Google Scholar
  98. 97.
    ETS No. 148; abgedruckt in: HRLJ, 14 (1993) 3-4, S. 148 ff; deutsche Übersetzung in: EuGRZ, 20 (1993) 5-6, S. 154 ff; vgl. auch die Darstellung und Würdigung von Hofmann (Anm. 71), S. 55 ff.Google Scholar
  99. 98.
    ETS No. 157; abgedruckt in: HRLJ, 16 (1995) 1-3, S. 98 ff.; deutsche Übersetzung in: EuGRZ, 22 (1995) 10-12, S. 268 ff; vgl. auch die Darstellung und Würdigung von Klebes, The Council of Europe’s Framework Convention for the Protection of National Minorities, in: HRLJ, 16 (1995) 1-3, S. 92 ff; Klebes, Rahmenübereinkommen des Europarats zum Schutz nationaler Minderheiten, in: EuGRZ, 22 (1995) 10-12, S. 262 ff.Google Scholar
  100. 99.
    Ausführlich zu den Bestimmungen vgl. Hofmann (Anm. 71), S. 55 ff.Google Scholar
  101. 100.
    Vgl. ebenda, S. 61.Google Scholar
  102. 101.
    Vgl Ziff. 11 der Empfehlung 1255 (Anm. 89), S. 272.Google Scholar
  103. 102.
    Vgl. Ziff. 10 des Erläuternden Berichtes zum Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten; abgedruckt in: EuGRZ, 22 (1995) 10-12, S. 272.Google Scholar
  104. 103.
    Vgl. Ziff. 11 des Erläuternden Berichtes, ebenda, S. 272.Google Scholar
  105. 104.
    Vgl. Ziff. 13 des Erläuternden Berichtes, ebenda, S. 272.Google Scholar
  106. 105.
    Ausführlich zu den Bestimmungen vgl. Hofmann Die Rolle des Europarats beim Minderheitenschutz, in: Mohr (Hrsg.), Friedenssichernde Aspekte des Minderheitenschutzes in der Ära des Völkerbundes und der Vereinten Nationen in Europa, S. 130 ff.Google Scholar
  107. 106.
    Abgedruckt in: EuGRZ, 24 (1997) 23-24, S. 650 f.; vgl. Darstellung und Würdigung von Weckerling, Der Durchführungsmechanismus des Rahmenübereinkommens des Europarates zum Schutz nationaler Minderheiten, in: EuGRZ, 24 (1997) 23-24, S. 605 ff.Google Scholar
  108. 107.
    Vgl. Ziff. 7 der Empfehlung 1255 (Anm. 89), S. 284.Google Scholar
  109. 108.
    Vgl. Empfehlung 1201 (1993) betr. ein Zusatzprotokoll zur EMRK über Minderheitenrechte vom 1. Februar 1993; abgedruckt in: EuGRZ, 20 (1993) 5-6, S. 151 ff.Google Scholar
  110. 109.
    Vgl. Ziff. 8 der Empfehlung 1255 (Anm. 89) S. 284. Entwurf einer Liste der Rechte abgedruckt in: EuGRZ, 22 (1995) 10-12, S. 285.Google Scholar
  111. 110.
    Vgl. Nowak (Anm. 57), Art. 27, Rdnr. 22 ff, S. 491 f.Google Scholar
  112. 111.
    Vgl. Capotorti, in: UN Doc. E/CN.4/Sub.2/384/Rev.l, para. 197, S. 34.Google Scholar
  113. 112.
    Vgl. hierzu Heintze, Selbstbestimmungsrecht und Minderheitenrechte im Völkerrecht, S. 135 f.Google Scholar
  114. 113.
    Zu den Bemühungen um eine Definition innerhalb der KSZE/OSZE vgl. Helgesen, Protecting Minorities in the Conference on Security and Co-operation in Europe (CSCE) Process, in: Rosas/Helgesen (eds.), The Strength of Diversity, S. 172 f., 179.Google Scholar
  115. 114.
    Vgl. Thornberry, International Law and the Rights of Minorities, S. 164.Google Scholar
  116. 115.
    Eide wurde 1995 zum Chairman-Rapporteur der neu gebildeten Minderheitenarbeitsgruppe innerhalb der Unterkommission zur Verhinderung der Diskriminierung und zum Schutz von Minderheiten gewählt. Vgl. hierzu Spiliopoulou, Justifications of Minority Protection in International Law, S. 187 f.Google Scholar
  117. 116.
    Vgl. Eide, in: UN Doc. E/CN.4/Sub.2/1992/37, paras. 47-52, S. 10 ff.Google Scholar
  118. 117.
    Vgl. Nowak (Anm. 57), Art. 27, Rdnr. 13, S. 487.Google Scholar
  119. 118.
    Capotorti (Anm. 111), para. 568, S. 96; deutsche Übersetzung in: Nowak, CCPR-Kommentär, Art. 27, Rdnr. 13, S. 520 f. Zu den Kriterien des Begriffes Minderheit vgl. Capotorti, Minorities, in: EPIL, 3 (1997), S. 410 f.; Niewerth, Der kollektive und der positive Schutz von Minderheiten und ihre Durchsetzung im Völkerrecht, S. 32 ff.Google Scholar
  120. 119.
    Deschênes, in: UN Doc. E/CN.4/Sub.2/1985/31, para. 181, S. 30.Google Scholar
  121. 120.
    Eide, in: UN Doc. E/CN.4/Sub:2/1993/34, para. 29, S. 7.Google Scholar
  122. 121.
    Vgl. ebenda, para. 27, S. 7.Google Scholar
  123. 122.
    Vgl. ebenda, para. 22, S. 6; hierzu auch Packer, On the Definition of Minorities, in: Packer/Myntti (eds.), The Protection of Ethnic and Linguistic Minorities in Europe, S. 24 ff.Google Scholar
  124. 123.
    Vgl. Spiliopoulou (Anm. 115), S. 87.Google Scholar
  125. 124.
    Vgl. ebenda, S. 52 ff.Google Scholar
  126. 125.
    Auf die Bedeutung der Wahrung der Identität von Minderheitenangehörigen hat der UN-Menschenrechtsausschuß im Lovelace v. Canada Fall hingewiesen. Vgl. Communication No. 24/1977; abgedruckt in: Phillips/Rosas (eds.), Universal Minority Rights, S. 238 ff. Vgl. hierzu Spiliopoulou (Anm. 115), S. 157.Google Scholar
  127. 126.
    Zum Bedeutungsgehalt des Begriffes „Existenz“ für Minderheiten vgl. Thornberry (Anm. 70), S. 39.Google Scholar
  128. 127.
    Vgl. Capotorti (Anm. 118), S. 415 f.Google Scholar
  129. 128.
    Vgl. Lerner, The Evolution of Minority Rights in International Law, in: Brölmann/Lefeber/Zieck (eds.), Peoples and Minorities in International Law, S. 91.Google Scholar
  130. 129.
    Zum friedenssichernden Element des Volksgruppenrechts vgl. Veiter, Nationalitätenkonflikt und Volksgruppenrecht im 20. Jahrhundert, S. 197 ff. Den Zusammenhang zwischen Minderheitenschutz und Frieden begründet auch Spiliopoulou. Vgl. Spiliopoulou (Anm. 115), S. 69 ff.Google Scholar
  131. 130.
    Vgl. Gerber, Minderheitenprobleme, S. 27.Google Scholar
  132. 131.
    In Art. 8 Satz 1 des Minderheitenschutzvertrages der Alliierten und Assoziierten Hauptmächte mit Polen vom 28. Juni 1919 heißt es: „Polish nationals who belong to racial, religious or linguistic minorities shall enjoy the same treatment and security in law and in fact as the other Polish nationals.“Google Scholar
  133. 132.
    Vgl. Capotorti (Anm. 111), para. 568, S. 96.Google Scholar
  134. 133.
    Vgl. Deschênes (Anm. 119), para. 181, S. 30.Google Scholar
  135. 134.
    Vgl. Capotorti (Anm. 111), para. 57, S. 12.Google Scholar
  136. 135.
    Vgl. Tomuschat (Anm. 63), Fn. 48, S. 960.Google Scholar
  137. 136.
    Vgl. ebenda, S. 961 f.Google Scholar
  138. 137.
    Vgl. Nowak (Anm. 57), Art. 27, Rdnr. 16, S. 488 f.; Scherer-Leydecker, Minderheiten und sonstige ethnische Gruppen, S. 274 ff.Google Scholar
  139. 138.
    Vgl. UN-HRCee, General Comment No. 23 (50) on Article 27/Minority rights, para. 5.1., in: UN Doc. CCPR/C/21/Rev. I/Add. 5; abgedruckt in: HRLJ, 15 (1994) 4-6, S. 234 ff. (235).Google Scholar
  140. 139.
    Nowak (Anm. 118), Art. 27, Rdnr. 17, S. 523.Google Scholar
  141. 140.
    Vgl. Eide (Anm. 120), paras. 41-42, S. 9.Google Scholar
  142. 141.
    Vgl. Dicke (Anm. 70), S. 115.Google Scholar
  143. 142.
    Vgl. Hofmann (Anm. 71), S. 24.Google Scholar
  144. 143.
    Vgl. Thornberry (Anm. 70), S. 28 ff.Google Scholar
  145. 144.
    Vgl. Ziff. 12 des Erläuternden Berichtes (Anm. 102), S. 272.Google Scholar
  146. 145.
    Vgl. Teil II, Ziff. 22 und Teil IV des Kopenhagener Dokumentes.Google Scholar
  147. 146.
    Teil IV des Berichtes (Anm. 76), S. 493.Google Scholar
  148. 147.
    Vgl. Hofmann (Anm. 105), S. 113.Google Scholar
  149. 148.
    So fuhrt Spiliopoulou aus: „… minority rights are a hybrid composed of both individual and collective rights.“ Spiliopoulou (Anm. 115), S. 295.Google Scholar
  150. 149.
    Vgl. Pernthaler, Der Schutz der ethnischen Gemeinschaften durch individuelle Rechte.Google Scholar
  151. 150.
    Pern thaler, Gruppenschutz im Volksgruppenrecht und seine Verbindung zum individuellen Minderheitenschutz, in: Veiter (Hrsg.), System eines internationalen Volksgruppenrechts, S. 93.Google Scholar
  152. 151.
    Eine Person kann nicht Opfer einer Verletzung des Selbstbestimmungsrechts sein. So der UN-Menschenrechtsausschuß im Lubicon Lake Band v. Canada Fall, in: Communication No. 167/1984; abgedruckt in: Phillips/Rosas (eds.) (Anm. 125), S. 252 ff. Kitok v. Sweden Fall, in: Communication No. 197/1985; abgedruckt in: Phillips/Rosas (eds.) (Anm. 125), S. 286 ff. Vgl. hierzu Spiliopoulou (Anm. 115), S. 158 ff.Google Scholar
  153. 152.
    Vgl. Oxenknecht (Anm. 56), S. 135.Google Scholar
  154. 153.
    Vgl. Tomuschat (Anm. 63), S. 966.Google Scholar
  155. 154.
    Art. 2 Abs. 1 lautet: „Personen, die nationalen oder ethnischen, religiösen und sprachlichen Minderheiten angehören, haben das Recht, ihr eigenes kulturelles Leben zu pflegen, ihre eigene Religion zu bekennen und auszuüben und sich ihrer eigenen Sprache zu bedienen ….“Google Scholar
  156. 155.
    Vgl. Spiliopoulou (Anm. 115), S. 183.Google Scholar
  157. 156.
    Lerner (Anm. 128), S. 81.Google Scholar
  158. 157.
    Vgl. Nowak, The Evolution of Minority Rights in International Law, in: Brölmann/Lefeber/Zieck (eds.), Peoples and Minorities in International Law, S. 103.Google Scholar
  159. 158.
    RT I, 1993, Nr. 71, POS. 1001; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 48, Pos. 1001; deutsche Übersetzungen: WGO-MfOR, 35 (1993) 5, S. 370 ff.; Brunner (Hrsg.), VSO, Estland, 2.6.a; abgedruckt im Anhang G.Google Scholar
  160. 159.
    Vgl. Hasselblatt (Anm. 39), S. 111.Google Scholar
  161. 160.
    RT I, 1996, Nr. 72, Pos. 1272-russische Übersetzung in: PAE, 1996, Nr. 58, Pos. 1272; deutsche Übersetzung in: Brunner (Hrsg.) (Anm. 158), Estland, 2.6.b.Google Scholar
  162. 161.
    RT I, 1993, Nr. 35, Pos. 547; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 32, Pos. 547.Google Scholar
  163. 162.
    RT I, 1998, Nr. 57, Pos. 859; russische Übersetzung in: PAE, 1998, Nr. 42/43, Pos. 859.Google Scholar
  164. 163.
    Die Estonian Association of Ingermanland Finns, die ca. 4.000 Mitglieder zählt, hat im Frühjahr 1998 mit der Aufstellung einer Liste der Angehörigen dieser nationalen Minderheit begonnen, um eine Kulturselbstverwaltung beantragen zu können. Vgl. Ingermanland Finns To Apply For Cultural Autonomy, in: Estonian Review, 8 (1998) 15, S. 3 f.Google Scholar
  165. 164.
    V ESSR, 1989, Nr. 49 (918), Pos. 618.Google Scholar
  166. 165.
    RT II, 1996, Nr. 40, Pos. 154; russische Übersetzung in: PAE, 1996, Nr. 64, Pos. 154.Google Scholar
  167. 166.
    Vgl. Graudin, Die Stellung der nationalen Minderheiten in den Verfassungen der baltischen Republiken und ihre einfachgesetzliche Umsetzung, S. 105.Google Scholar
  168. 167.
    Vgl. die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung Estlands, allerdings ohne Berücksichtigung der Staatsangehörigkeit im Anhang A.Google Scholar
  169. 168.
    Vgl. Hasselblatt, Das estnische Gesetz über die Kulturautonomie der nationalen Minderheiten, in: WGO-MfOR, 35 (1993) 5, S. 369.Google Scholar
  170. 169.
    Vgl. Angaben des Estonian Language Strategy Centre, Tallinn, August 1997.Google Scholar
  171. 170.
    Rein Müllerson, 1991/92 Vizeaußenminister der Republik Estland, kritisiert die Forderung des Staatsangehörigkeitskriteriums für Minderheitenangehörige und fordert Minderheitenrechte auch für Ausländer und Staatenlose. Vgl. Müllerson, International law, rights and politics, S. 112. Vgl. auch Geistlinger, The Legal Status of Russians in Estonia in the Light of Public International Law, in: Geistlinger/Kirch, Estonia, S. 120.Google Scholar
  172. 171.
    Vgl. UN-HRCee, Consideration of Reports submitted by States Parties under Article 40 of the Covenant, in: UN Doc. CCPR/C/79/Add. 59, para. 36, S. 5.Google Scholar
  173. 172.
    Vgl. Verzeichnis der völkerrechtlichen Verträge mit Minderheitenbezug im Anhang D.Google Scholar
  174. 173.
    Vgl. Korkisch, Amts-und Gerichtssprache, in: Veiter (Hrsg.), System eines internationalen Volksgruppenrechts, S. 115.Google Scholar
  175. 174.
    Capotorti hat bezüglich des Rechts von Personen, die sprachlichen Minderheiten angehören, folgende vier Bereiche für den Gebrauch ihrer Sprache herausgearbeitet: 1. Use of minority languages in non-official matters, 2. Use of minority languages in official matters (in legislative and executive branches of government, with administrative authorities, in courts, in names of geographic places), 3. Use of minority languages in communication media (newspapers and other publications, radio and television), 4. Use of minority languages in the school system (establishment of private schools, use of minority language in public school system, in secondary schools, in universities). Vgl. Capotorti (Anm. 111), para. 429 ff., S. 75 ff.Google Scholar
  176. 175.
    In Art. 5 Abs. 1 helßt es: „Die Vertragsstaaten verpflichten sich, die Bedingungen zu fördern, die es Angehörigen nationaler Minderheiten gestatten, ihre Kultur zu pflegen und weiterzuentwickeln und die wesentlichen Bestandteile ihrer Identität, nämlich ihre Religion, ihre Sprache, ihre Tradition und ihr kulturelles Erbe, zu bewahren.“Google Scholar
  177. 176.
    Ziff. 32 Abs. 2 lautet: „Angehörige nationaler Minderheiten haben das Recht, ihre ethnische, kulturelle, sprachliche und religiöse Identität frei zum Ausdruck zu bringen, zu bewahren und weiterzuentwickeln …“Google Scholar
  178. 177.
    Vgl. Uibopuu, Die Sprachgesetze der baltischen Unionsrepubliken, in: WGO-MfOR, 31 (1989) 4, S. 210. Die russischsprachige Bevölkerung Estlands kritisierte das Sprachgesetz wegen angeblich ungenügenden Schutzes ihrer Sprache. Vgl. Michaleva/Palidze, Federativnyj sojuz, in: Pravda, 12. Juni 1989.Google Scholar
  179. 178.
    Vgl. die estnischsprachige Situation 1989 im Anhang B.Google Scholar
  180. 179.
    Varennes bewertet die Nichtbeachtung der realen Position der russischen Sprache als Fehler. Vgl. Varennes, Language, Minorities and Human Rights, S. 246.Google Scholar
  181. 180.
    RT I, 1995, Nr. 23, Pos. 334; russische Übersetzung in: PAE, 1995, Nr. 17/18, Pos. 334; deutsche Übersetzung in: WGO-MfOR, 37 (1995) 4, S. 247 ff.; abgedruckt im Anhang H. Vgl. Hasselblatt, Zum neuen estnischen Sprachgesetz, in: WGO-MfOR, 37 (1995)4, S. 243 ff.Google Scholar
  182. 181.
    Hasselblatt (Anm. 39), S. 110.Google Scholar
  183. 182.
    Vgl. Behlke, Das Minderheitenrecht der Republik Lettland, S. 46.Google Scholar
  184. 183.
    Auf das Recht auf Meinungsäußerung (nach Art. 19 IPbpR) in einer selbst gewählten Sprache hat der UN-Menschenrechtsausschuß in den Ballantyne/Davidson v. Canada und McIntyre v. Canada Fällen verwiesen, in: Communications Nos. 359/1989 und No. 385/1989; abgedruckt in: Phillips/Rosas (eds.) (Anm. 125), S. 306 ff. Vgl. hierzu Spiliopoulou (Anm. 115), S. 161 ff.Google Scholar
  185. 184.
    Vgl. Nowak (Anm. 57), Art. 27, Rdnr. 41, S. 501.Google Scholar
  186. 185.
    In Art. 2 Ziff. 2 heißt esr „Personen, die nationalen oder ethnischen, religiösen und sprachlichen Minderheiten angehören … haben das Recht, … sich ihrer eigenen Sprache zu bedienen, privat und in der Öffentlichkeit.…“Google Scholar
  187. 186.
    Art. 8 Abs. 1 lautet: „Jedermann hai Anspruch auf Achtung seines Privat-und Familienlebens, seiner Wohnung und seines Brief verkehrs.“Google Scholar
  188. 187.
    Vgl. Behlke (Anm. 182), S. 46.Google Scholar
  189. 188.
    Art. 10 Abs. 1 lautet: „Die Vertragsstaaten verpflichten sich anzuerkennen, daß jeder Angehörige einer nationalen Minderheit das Recht hat, seine Minderheitensprache privat und in der Öffentlichkeit mündlich und schriftlich frei und ungehindert zu gebrauchen.“Google Scholar
  190. 189.
    In Ziff. 32.1 heißt es: Angehörige nationaler Minderheiten haben das Recht, „sich ihrer Muttersprache sowohl privat als auch in der Öffentlichkeit frei zu bedienen.“Google Scholar
  191. 190.
    Vgl. Hofmann (Anm. 105), S. 138.Google Scholar
  192. 191.
    Art. 11.Abs. 1 lautet: „Die Vertragsstaaten verpflichten sich anzuerkennen, daß jeder Angehörige einer nationalen Minderheit das Recht hat, seinen Familiennamen (Vaternamen) und seine Vornamen in der Minderheitensprache zu führen, sowie das Recht auf amtliche Anerkennung dieser Namen, wie dies nach ihrer Rechtsordnung vorgesehen ist.“Google Scholar
  193. 192.
    In Art. 11 Abs. 2 heißt es: „Die Vertragsstaaten verpflichten sich anzuerkennen, daß jeder Angehörige einer nationalen Minderheit das Recht hat, für die Öffentlichkeit sichtbar Schilder, Inschriften und andere Mitteilungen privater Art in seiner Minderheitensprache anzubringen.“Google Scholar
  194. 193.
    Vgl. Ziff. 69 des Erläuternden Berichtes (Anm. 102), S. 276.Google Scholar
  195. 194.
    Art. 11 Abs. 3 lautet: „In Gebieten, die traditionell von einer beträchtlichen Anzahl von Angehörigen einer nationalen Minderheit bewohnt werden, bemühen sich die Vertragsstaaten im Rahmen ihrer Rechtsordnung, einschließlich etwaiger Übereinkünfte mit anderen Staaten, und unter Berücksichtigung ihrer besonderen Gegebenheiten, traditionelle Ortsnamen, Straßennamen und andere für die Öffentlichkeit bestimmte topographische Hinweise, wenn ausreichende Nachfrage besteht, auch in der Minderheitensprache anzubringen.“Google Scholar
  196. 195.
    Vgl. Hofmann (Anm. 105), S 135.Google Scholar
  197. 196.
    Vgl. Hofmann (Anm. 71), S. 57.Google Scholar
  198. 197.
    Vgl. Ordnung über die Transkription ausländischer Eigennamen, bestätigt durch Regierungsverordnung Nr. 66 vom 25. März 1998, in: RT I, 1998, Nr. 31/32, Pos. 427; russische Übersetzung in: PAE, 1998, Nr. 21, Pos. 427.Google Scholar
  199. 198.
    Vgl. Ziff. 68 des Erläuternden Berichtes (Anm. 102), S. 276.Google Scholar
  200. 199.
    Vgl. „Sönumileht“, Talliffcy menjajut imena, in: Èstonija, 10. Juni 1997.Google Scholar
  201. 200.
    RT I, 1997, Nr. 1, Pos. 3; russische Übersetzung in: PAE, 1997, Nr. 8/9, Pos. 3.Google Scholar
  202. 201.
    Diese Begriffsbestimmung erfolgt in Anlehnung an Korkisch (Anm. 173), S. 116.Google Scholar
  203. 202.
    Vgl. hierzu Oellers-Frahm, Der Status der Minderheitensprachen vor Behörden und Gerichten, in: Frowein/Hofmann/Oeter (Hrsg.), Das Minderheitenrecht europäischer Staaten, S. 385 ff.Google Scholar
  204. 203.
    Vgl. Nowak (Anm. 57), Art. 27, Rdnr. 41, S. 501 f.Google Scholar
  205. 204.
    Diese Aussage stützt Spiliopoulou auf eine Untersuchung der Tätigkeit des UN-Menschenrechtsausschusses. Vgl. Spiliopoulou (Anm. 115), S. 146.Google Scholar
  206. 205.
    Art. 10 Abs. 2 lautet: „In Gebieten, die von Angehörigen nationaler Minderheiten traditionell oder in beträchtlicher Zahl bewohnt werden, bemühen sich die Vertragsparteien, sofern die Angehörigen dieser Minderheiten dies wünschen und dieser Wunsch einem tatsächlichen Bedarf entspricht, soweit wie möglich die Voraussetzungen dafür sicherzustellen, daß im Verkehr zwischen den Angehörigen dieser Minderheiten und den Verwaltungsbehörden die Minderheitensprache gebraucht werden kann.“Google Scholar
  207. 206.
    Vgl. Hofmann (Anm. 105), S. 139.Google Scholar
  208. 207.
    Vgl. Ziff. 65 des Erläuternden Berichtes (Anm. 102), S. 275 f.Google Scholar
  209. 208.
    In Ziff. 34 Abs. 1 heißt es: „Die Teilnehmerstaaten werden sich darum bemühen, Angehörigen nationaler Minderheiten, … (den) Gebrauch (ihrer Muttersprache) bei Behörden zu gewährleisten.“Google Scholar
  210. 209.
    Vgl. § 170 des „Gesetzbuches über Verwaltungsrechtsverletzungen“, in: RT I, 1997, Nr. 66/68, Pos. 1109; russische Übersetzung in: PAE, 1997, Nr. 49-53, Pos. 1109.Google Scholar
  211. 210.
    § 4 Abs. 1 des Ausländergesetzes; vgl. hierzu Kapitel 5 B. I. 1.Google Scholar
  212. 211.
    Vgl. Government Does Not Permit Two North-Eastern Cities To Use Russian As Local Government Language Due To Conflict With Existing Laws, in: Estonian Review, 5 (1995) 29, S. 4.Google Scholar
  213. 212.
    Vgl. VO Nr. 31 vom 29. Januar 1996, in: RT I, 1996, Nr. 8, Pos. 168; russische Übersetzung in: PAE, 1996, Nr. 13/14, Pos. 168; § 5 Sprachgesetz i.d.F. vom 9. Februar 1999, in: RT I, 1999, Nr. 16, Pos. 275.Google Scholar
  214. 213.
    Vgl. VO Nr. 293 vom 19! November 1996, in: RT I, 1996, Nr. 82, Pos. 1461; russische Übersetzung in: PAE, 1997, Nr. 12, Pos. 1461.Google Scholar
  215. 214.
    Vgl. Nowak (Anm. 57), Art. 27, Rdnr. 41, S. 501 f.Google Scholar
  216. 215.
    Vgl. Niewerth (A.nm. 118), S. 146.Google Scholar
  217. 216.
    Art. 14 Abs. 3 lautet: „Jeder wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte hat in gleicher Weise im Verfahren Anspruch auf folgende Mindestgarantien: f) er kann die unentgeltliche Beiziehung eines Dolmetschers verlangen, wenn er die Verhandlungssprache des Gerichts nicht versteht oder spricht.“Google Scholar
  218. 217.
    Vgl. Nowak (Anm. 57), Art. 14, Rdnr. 54, S. 262. Der UN-Menschenrechtsausschuß hat in den Fällen Cadoret v. France, Le Bihan v. France, Barzhig v. France und Guesdon v. France festgestellt, daß nur in Strafverfahren ein Dolmetscherdienst gewährleistet sein muß. Fälle in: Communications Nos. 221/1987; 323/1988; 327/1988; 219/1986. Letzter abgedruckt in: Phillips/Rosas (eds.) (Anm. 125), S. 297 ff.; vgl. hierzu Spiliopoulou (Anm. 115), S. 168.Google Scholar
  219. 218.
    Art. 10 Abs. 3 lautet: „Die Vertragsparteien verpflichten sich, das Recht jedes Angehörigen einer nationalen Minderheit zu gewährleisten, umgehend in einer Sprache, die er versteht, über die Gründe für seine Festnahme und über die Art und den Grund einer gegen ihn erhobenen Beschuldigung in Kenntnis gesetzt zu werden sowie sich in dieser Sprache, erforderlichenfalls unter unentgeltlicher Hinzuziehung eines Dolmetschers, zu verteidigen.“Google Scholar
  220. 219.
    Vgl. Ziff. 67 des Erläuternden Berichtes (Anm. 102), S. 276.Google Scholar
  221. 220.
    Vgl. Hofmann (Anm. 71), S. 58 f.Google Scholar
  222. 221.
    Russische Übersetzung in: V ER, 1991, Nr. 38, Pos. 472.Google Scholar
  223. 222.
    Vgl. Änderungsgesetz zur StPO und anderen Gesetzen der ESSR vom 23. November 1994, in: RT I, 1994, Nr. 86/87, Pos. 1487; russische Übersetzung in: PAE, 1995, Nr. 1-3, Pos. 1487.Google Scholar
  224. 223.
    So der EGMR in seinem Urteil im Fall Luedicke, Belkacem und Koç gegen Deutschland. Der EGMR führte aus, daß im Strafverfahren eine unentgeltliche Beiziehung eines Dolmetschers gewährleistet sein muß. Text in: Série A No. 29, 28.11.1978; abgedruckt in: EuGRZ, 6 (1979) 1, S. 34 ff.Google Scholar
  225. 224.
    RT I, 1993, Nr. 31/32, Pos. 538; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 42/43, Pos. 538.Google Scholar
  226. 225.
    RT I, 1998, Nr. 43/45, Pos. 666; russische Übersetzung in: PAE, 1998, Nr. 51-54, Pos. 666.Google Scholar
  227. 226.
    RT I, 1993, Nrr 20, Pos. 352; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 20, Pos. 352; deutsche Übersetzung d.F. vom 14. September 1994, in: Brunner (Hrsg.) (Anm. 158), Estland, 2.1.5.Google Scholar
  228. 227.
    Pravovye Akty Èstonii.Google Scholar
  229. 228.
    Vgl. Pekkanen/Danelius, Human Rights in the Republic of Estonia, in: HRLJ, 13 (1992) 5-6, para. 54, S. 241.Google Scholar
  230. 229.
    Vgl. Nowak (Anm. 57), Art. 27, Rdnr. 40 f., S. 501.Google Scholar
  231. 230.
    Vgl. Fall Informationsverein Lentia u.a. gegen Österreich, in: Série A No. 276, 24.11.1993; vgl. hierzu Spiliopoulou (Anm. 115), S. 210.Google Scholar
  232. 231.
    In Art. 7 heißt es: „Die Vertragsparteien stellen sicher, daß … ihr Anspruch (aller Angehörigen einer nationalen Minderheit) auf freie Meinungsäußerung … geachtet (wird).“Google Scholar
  233. 232.
    In Art. 9 Abs. 1 heißt es: „Die Vertragsparteien verpflichten sich anzuerkennen, daß das Recht jedes Angehörigen einer nationalen Minderheit auf freie Meinungsäußerung die Freiheit der Meinung und die Freiheit zum Empfang und zur Mitteilung von Nachrichten oder Ideen in der Minderheitensprache ohne Eingriffe öffentlicher Stellen und ohne Rücksicht auf Landesgrenzen einschließt. …“Google Scholar
  234. 233.
    Vgl. Ziff. 56 des Erläuterndem Berichtes (Anm. 102), S. 275.Google Scholar
  235. 234.
    Vgl. Ziff. 58 f. des Erläuternden Berichtes, ebenda.Google Scholar
  236. 235.
    Art. 9 Abs. 3 lautet: „Die Vertragsstaaten hindern Angehörige nationaler Minderheiten nicht daran, Printmedien zu schaffen oder zu nutzen. Innerhalb des gesetzlichen Rahmens för Hörfunk und Fernsehen stellen sie soweit wie möglich und unter Berücksichtigung des Absatzes 1 sicher, daß Angehörigen nationaler Minderheiten die Möglichkeit gewährt wird, eigene Medien zu schaffen und zu nutzen.“Google Scholar
  237. 236.
    In Art. 9 Abs. 4 heißt es: „Die Vertragsparteien sehen im Rahmen ihrer Rechtsordnung angemessene Maßnahmen vor, um Angehörigen nationaler Minderheiten den Zugang zu den Medien zu erleichtern sowie Toleranz zu fördern und kulturellen Pluralismus zuzulassen.“Google Scholar
  238. 237.
    Ziff. 32.5 lautets Angehörige nationaler Minderheiten haben das Recht, „in ihrer Muttersprache Informationen zu verbreiten und auszutauschen und zu solchen Informationen Zugang zu haben.“Google Scholar
  239. 238.
    Die hier verwendete Numerierung entspricht der in der Charta.Google Scholar
  240. 239.
    Vgl. § 25 Abs. 4 des Sprachgesetzes i.d.F. vom 10. September 1997, in: RT I, 1997, Nr. 69, Pos. 1110; russische Übersetzung in: PAE, 1997, Nr. 54, Pos. 1110.Google Scholar
  241. 240.
    RT I, 1994, Nr. 42, Pos. 680; russische Übersetzung in: PAE, 1994, Nr. 39, Pos. 680.Google Scholar
  242. 241.
    Vgl. Statistical Office of Estonia, Statistical Yearbook of Estonia, S. 109 f.Google Scholar
  243. 242.
    Art. 27 Abs. 1 lautet: „Jedermann hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Wohltaten teilzuhaben.“Google Scholar
  244. 243.
    Art. 4 Abs. 2 lautet: „Die Staaten ergreifen Maßnahmen zur Schaffung günstiger Bedingungen, die is Angehörigen von Minderheiten gestatten, ihre Wesensart zum Ausdruck zu bringen und ihre Kultur, Sprache, Religion, Traditionen und Gebräuche zu entwickeln, es sei denn, daß einzelne Praktiken gegen das innerstaatliche Recht verstoßen und im Widerspruch zu den internationalen Normen stehen.“Google Scholar
  245. 244.
    Vgl. Ziff. 42 des Eriäuternden Berichtes (Anm. 102), S. 274.Google Scholar
  246. 245.
    Die hier verwendete Numerierung entspricht der in der Charta.Google Scholar
  247. 246.
    RTI, 1996, Nr. 42, Pos. 811; russische Übersetzung in: PAE, 1996, Nr. 41, Pos. 811.Google Scholar
  248. 247.
    RT I, 1998, Nr. 59, pos. 941; russische Übersetzung in: PAE, 1998, Nr. 45/46, Pos. 941.Google Scholar
  249. 248.
    RT I, 1994, Nr. 28, Pos. 425; russische Übersetzung in: PAE, 1994, Nr. 26, Pos. 425.Google Scholar
  250. 249.
    V ESSR, 1989, Nr. 18, Pos. 225.Google Scholar
  251. 250.
    Vgl. The Estonian Institute, The Cultural Autonomy of Ethnic Minorities in Estonia, in: Estonia in facts, January 1995, S. 2.Google Scholar
  252. 251.
    Art. 26 Abs. 1 Satz 1 lautet: „Jedermann hat das Recht auf Bildung.“Google Scholar
  253. 252.
    In Art. 13 Abs. 1 Satz 1 heißt es: „Die Vertragsstaaten erkennen das Recht eines jeden auf Bildung an.“Google Scholar
  254. 253.
    Vgl. Nowak (Anm. 57), Art. 27, Rdnr. 40, S. 501.Google Scholar
  255. 254.
    Diese Aussage stützt Spiliopoulou auf eine Untersuchung der Tätigkeit des UN-Menschenrechtsausschusses. Vgl. Spiliopoulou (Anm. 115), S. 146.Google Scholar
  256. 255.
    Art. 2 Satz 1 lautet: „Das Recht auf Bildung darf niemandem verwehrt werden.“Google Scholar
  257. 256.
    ETS No. 9; deutsche Übersetzung in: Randelzhofer (Hrsg.), Völkerrechtliche Verträge, S. 183 f.Google Scholar
  258. 257.
    Série A No. 6, 23 July 1968; vgl. Petzold, Belgischer Sprachenfall, in: EuGRZ, 2 (1975) 16-17, S. 300; ausführlich Khol, Zur Diskriminierung im Erziehungswesen, in: ZaöRV, 30 (1970) 2-3, S. 263 ff. (269 f., 273 f.).Google Scholar
  259. 258.
    In Art. 14 Abs. 1 heißt es: „Die Vertragsstaaten verpflichten sich anzuerkennen, daß jeder Angehörige einer nationalen Minderheit das Recht hat, seine Minderheitensprache zu erlernen.“Google Scholar
  260. 259.
    Vgl. Ziff. 74 des Erläuternden Berichtes (Anm. 102), S. 276.Google Scholar
  261. 260.
    Art. 14 Abs. 2 lautet: „In Gebieten, die von Angehörigen nationaler Minderheiten traditionell oder in beträchtlicher Zahl bewohnt werden, bemühen sich die Vertragsstaaten, wenn ausreichende Nachfrage besteht, soweit wie möglich und im Rahmen ihres Bildungssystems sicherzustellen, daß Angehörige nationaler Minderheiten die Möglichkeit haben, die Minderheitensprache zu erlernen oder in ihr unterrichtet zu werden.“Google Scholar
  262. 261.
    Vgl. Ziff. 77 des Erläuternden Berichtes (Anm. 102), S. 277.Google Scholar
  263. 262.
    In Art. 14 Abs. 3 heißt es: „Die Durchßhrung des Absatzes 2 berührt nicht das Erlernen der Amtssprache oder den Unterricht in dieser Sprache.“Google Scholar
  264. 263.
    Ziff. 34 Abs. 1 lautet: „Die Teilnehmerstaaten werden sich darum bemühen, Angehörigen nationaler Minderheiten, ungeachtet der Notwendigkeit, die offizielle Sprache oder die offiziellen Sprachen des betreffenden Staates zu erlernen, in Einklang mit den anwendbaren nationalen Rechtsvorschriften entsprechende Möglichkeiten für den Unterricht ihrer Muttersprache oder in ihrer Muttersprache sowie, wo immer dies möglich und notwendig ist, für deren Gebrauch bei Behörden zu gewährleisten.“Google Scholar
  265. 264.
    Ygj hierzu Maraunn, Der Status von Minderheiten im Erziehungswesen und im Medienrecht, in: Frowein/Hofmann/Oeter (Hrsg.), Das Minderheitenrecht europäischer Staaten, S. 439.Google Scholar
  266. 265.
    Russische Übersetzung in: V ER, 1992, Nr. 12, Pos. 192.Google Scholar
  267. 266.
    RT I, 1993, Nr. 40, Pos. 593; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 38, Pos. 593.Google Scholar
  268. 267.
    Angaben des Bildungsministeriums Estlands, Tallinn, August 1997.Google Scholar
  269. 268.
    RT I, 1993, Nr. 63, Pos. 892; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 41, Pos. 892.Google Scholar
  270. 269.
    Vgl. Statistical Office of Estonia, Education 1996/97, S. 20.Google Scholar
  271. 270.
    Nach dem „Gesetz über Hauptschule und Gymnasium“ war dies zunächst schon ab dem Jahr 2000 vorgesehen. Am 10. September 1997 wurde § 52 Abs. 2 geändert und der Zeitpunkt auf das Schuljahr 2007/2008 hinausgeschoben. RT I, 1997, Nr. 69, Pos. 1111; russische Übersetzung in: PAE, 1997, Nr. 54, Pos. 1111.Google Scholar
  272. 271.
    Zum Problem der Substitution der russischen Sprache als Unterrichtssprache durch die estnische vgl. Ansbach, Der Rechtsstatus der nicht-estnischen Bevölkerung in Estland, in: ROW, 40 (1996) 7, S. 223. Tatjana Ansbach war 1994 Mitglied der OSZE-Mission in Estland.Google Scholar
  273. 272.
    RT I, 1997, Nr. 37/38, Pos. 573; russische Übersetzung in: PAE, 1997, Nr. 32, Pos. 573.Google Scholar
  274. 273.
    RT I, 1998, Nr. 64/65, Pos. 1007; russische Übersetzung in: PAE, 1998, Nr. 41, Pos. 1007.Google Scholar
  275. 274.
    RT I, 1995, Nr. 12, Pos. 119; russische Übersetzung in: PAE, 1995, Nr. 16, Pos. 119.Google Scholar
  276. 275.
    Angaben (Anm. 267).Google Scholar
  277. 276.
  278. 277.
    RT I, 1993, Nr. 74, Pos. 1054; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 51, Pos. 1054.Google Scholar
  279. 278.
    RT I, 1998, Nr. 61, Pos. 988; russische Übersetzung in: PAE, 1998, Nr. 35, Pos. 988.Google Scholar
  280. 279.
    Art. 18 Halbsatz 1 lautet: „Jedermann hat das Recht auf… Religionsfreiheit.“ 280 LJN Doc. A/RES/36/55, 25 November 1981; deutsche Übersetzung in: Tomuschat (Hrsg.), Menschenrechte, Dok. 20, S. 198 ff.Google Scholar
  281. 281.
    In Art. 18 Abs. 3 heißt es: „Die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung zu bekunden, darf nur den gesetzlich vorgesehenen Einschränkungen unterworfen werden, die zum Schutz der öffentlichen Sicherheit, Ordnung, Gesundheit, Sittlichkeit oder der Grundrechte und-freiheiten anderer erforderlich sind.“Google Scholar
  282. 282.
    Vgl. Nowak (Anm. 57), Art. 27, Rdnr. 39, S. 500; Rdnr. 47, S. 504 f.Google Scholar
  283. 283.
    In Art. 8 heißt es: „Die Vertragsparteien verpflichten sich anzuerkennen, daß jeder Angehörige einer nationalen Minderheit das Recht hat, seine Religion oder Weltanschauung zu bekunden sowie religiöse Einrichtungen, Organisationen und Vereinigungen zu gründen.“Google Scholar
  284. 284.
    RT I, 1993, Nr. 30, Pos. 510; russische Übersetzung in: PAE, 1993, Nr. 33, Pos. 510.Google Scholar
  285. 285.
    Angabe des Innenministeriums Estlands, Tallinn, August 1997.Google Scholar
  286. 286.
    Vgl. Religion, in Estonia, in: The Estonian Institute, Estonia in facts, February 1997, S. 5f.Google Scholar
  287. 287.
    Vgl. hierzu The Orthodox Church, in: Estonia Today, 18 April 1996.Google Scholar
  288. 288.
    Vgl. ebenda.Google Scholar
  289. 289.
    Vgl. ebenda.Google Scholar
  290. 290.
    Näheres hierzu bei Brems, Die politische Integration ethnischer Minderheiten, S. 167 ff.Google Scholar
  291. 291.
    Art. 21 Abs. 1 lautet: „Jedermann hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter teilzunehmen.“Google Scholar
  292. 292.
    Vgl. Nowak (Anm. 57), Art. 25, Rdnr. 42, S. 456.Google Scholar
  293. 293.
    Vgl. ebenda, Art. 25, Rdnr. 11, S. 440 f.Google Scholar
  294. 294.
    In Art. 3 heißt es: „Die Hohen Vertragschließenden Teile verpflichten sich, in angemessenen Zeitabständen frei und geheime Wahlen unter Bedingungen abzuhalten, welche die freie Äußerung der Meinung des Volkes bei der Wahl der gesetzgebenden Körperschaften gewährleisten.“Google Scholar
  295. 295.
    Im Fall Mathieu-Mohin und Clerfayt v. Belgium stellte der EGMR eine Verletzung von Art. 3 1. ZP EMRK fest, da eine bedeutende französische Minderheit nicht im flämischen regionalen Rat vertreten werden konnte. Text in: Série A No. 113, 2.3.1987; vgl. hierzu Spiliopoulou (Anm. 115), S. 209.Google Scholar
  296. 296.
    Vgl. Hillgruber/Jestaedt (Anm. 90), S. 55 f.Google Scholar
  297. 297.
    Ziff. 35 Abs. 1 lautet: „Die Teilnehmerstaaten werden das Recht von Angehörigen nationaler Minderheiten achten, wirksam an öffentlichen Angelegenheiten teilzuhaben, ….“Google Scholar
  298. 298.
    RT I, 1994, Nr. 47, Pos. 784; russische Übersetzung in: PAE, 1994, Nr. 38, Pos. 784; deutsche Übersetzung in: Brunner (Hrsg.) (Anm. 158), Estland, 2.2.1.Google Scholar
  299. 299.
    RT I, 1996, Nr. 37, Pos. 739. russische Übersetzung in: PAE, 1996, Nr. 31/32, Pos. 739; deutsche Übersetzung in: Brunner (Hrsg.) (Anm. 158), Estland, 2.2.3.Google Scholar
  300. 300.
    Vgl. Local Leaders Criticise Elections Bill, in: Estonian Review, 6 (1996) 17, S. 3.Google Scholar
  301. 301.
    RT I, 1998, Nr. 14, Pos. 230.Google Scholar
  302. 302.
    RT I, 1999, Nr. 1, Pos. 1; russische Übersetzung in: PAE, 1999, Nr. 2, Pos. 1.Google Scholar
  303. 303.
    Vgl. President Promulgates Act Amending Election And Language Acts, in: Estonian Review, 9 (1999) 1, S. 1.Google Scholar
  304. 304.
    Vgl. van Dijk/van Hoof, Theory and Practice of the European Convention on Human Rights, S. 660.Google Scholar
  305. 305.
    Vgl. Nowak (Anm. 57), Art. 25, Rdnr. 42, S. 456.Google Scholar
  306. 306.
    RT I, 1994, Nr. 40, pos. 654; russische Übersetzung in: PAE, 1994, NG. 32, Pos. 654.Google Scholar
  307. 307.
    An den Parlamentswahlen beteiligten sich fast 800.000 Staatsangehörige (ca. 69 % der Wahlberechtigten).Google Scholar
  308. 308.
    Vgl. Semjonov/Sher, Osnovnye tendencii politiceskogo razvitija v Èstonskoj Respubliki, S. 17 f.Google Scholar
  309. 309.
    Vgl., Helme, Die Entwicklung eines demokratischen Mehrparteiensystems und die innenpolitischen Zielsetzungen der einzelnen Parteien in Estland, in: Meissner/Loeber/Hasselblatt (Hrsg.), Der Aufbau einer freiheitlich-demokratischen Ordnung in den balilichen Staaten, S. 80, 86.Google Scholar
  310. 310.
    Vgl. Election Results Point to a Possible Centre-Right Coalition Government, in: Estonian Review, 9 (1999) 10, S. 6.Google Scholar
  311. 311.
    Englische Übersetzung des Statuts vom 17. Februar 1998 abgedruckt im Anhang J.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Carmen Thiele
    • 1
  1. 1.Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)Frankfurt (Oder)Germany

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