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Wasser und Hochgebirge

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Zusammenfassung

Wasser formt als Landschaftselement das Hochgebirge in allen Höhenstufen, gleich ob in flüssigem oder in festem Zustand. Unterhalb der Gletscherhöhenstufe (Kap. 1.5) wurden und werden alle Hochgebirge der Erde durch Fließgewässer geformt, die vom Schmelzwasser des Schnees und der Gletscher, von oberirdisch abfließenden Niederschlägen oder von Grundwasseraustritten, z. B. über Quellen, gespeist werden. Für den Menschen hat das Wasser im Hochgebirge die unterschiedlichsten Bedeutungen. Es waren nicht zuletzt die Bäche, Seen oder tief herabstürzenden Wasserfälle, die im 18. und 19. Jahrhundert das romantische Bild des Hochgebirges prägten (vgl. Kap. 1.1), das im Grunde genommen auch heute noch für viele Bestand hat. Für andere hingegen ist das Wasser des Hochgebirges eine unerschöpfliche Energiequelle, Trinkwasserreservoir für Millionen oder ein ideales Medium für Kajakfahrten oder River-Rafting. Große Höhenunterschiede in Verbindung mit tiefgründigen Lockersedimenten aus Hangschutt oder Moränen bedeuten aber auch eine gefährliche Wildbachtätigkeit, die schon seit altersher das Leben der Menschen im Gebirge und ihr Hab und Gut bedrohen. Um diesem, aber auch dem Hochwasser der größeren Fließgewässer in den Tälern zu begegnen, werden weltweit bautechnische Maßnahmen ergriffen. Der Formung des Hochgebirges durch Wasser folgt daher in vielen Regionen unmittelbar die Landschaftsformung durch den Menschen (Kap. 12).

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

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