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Prozeßleitbilder für betriebliche Innovationsvorhaben - hilfreiche Reiseführer oder Wegweiser in die Sackgasse?

  • Wolfgang Kötter
Chapter

Zusammenfassung

Wenn einer eine Reise tut, dann hat er hinterher etwas zu erzählen, aber zunächst einmal steht er vor und während der Reise, insbesondere dann, wenn sie in bislang unbekannte Gefilde führen soll, vor einer Vielzahl von Entscheidungen „ins Blaue hinein“: über Ziel, Dauer, Tempo, Verkehrsmittel, Reisegepäck, Reisegruppe, Inanspruchnahme eines Reiseführers usw. usf. Um diese Entscheidungen treffen zu können, greift unser Reisender implizit oder explizit auf eine Vorstellung zurück, die er sich von der Reise gemacht hat. Einerseits wird er sich dabei auf eigene Erfahrungen aus früheren Reisen oder auf schriftliche und mündliche Erfahrungsberichte anderer Reisender stützen. (Das gilt übrigens selbst dann, wenn er sich aufgrund schlechter Erfahrungen mit Individualreisen oder guter mit Pauschalreisen dafür entscheidet, sich „um nichts kümmern zu müssen“ und die Entscheidungen großenteils einem Reiseveranstalter zu überlassen.) Andererseits wird er wiederum unter Rückgriff auf eigene oder fremde Vorerfahrungen eine Sollvorstellung („ein Leitbild“) entwickelt haben, die ihn bei den zu treffenden Entscheidungen orientiert und ihm insbesondere signalisiert, wo eventuell Handlungs-und Entscheidungsbedarf bestehen könnte, damit das Reiseziel erreicht werden bzw. die Reise wunschgemäß verlaufen kann. Auch wer nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ auf die Fixierung eines Zielortes ausdrücklich verzichtet, der verzichtet damit noch keineswegs auf ein Leitbild. Er richtet seine Zielvorstellungen lediglich stärker auf den Prozeß als auf das äußere Resultat und „riskiert“ gleichzeitig, daß ihm sein „Ziel“ mit einem Mal begegnet, ohne daß er es bewußt angestrebt hätte: Er läßt sich sozusagen von seinem Ziel überraschen. . .

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Kötter

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