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Die Interessenverschränkung als verbindendes Instrument — Ein Ausblick

  • Frank Kühn-Gerhard

Zusammenfassung

In den bisherigen Analysen wurde dargelegt, daß ganz allgemein verhaltensund informationsbezogene Aspekte nicht nur generell das ‘Einfallstor’ i.S. eines Zugangs zu der Entwicklungsrisiko-Problematik öffnen, sondern vielmehr auch bzw. insbesondere einen adäquaten Umgang mit dieser Problematik ermöglichen. Ein adäquater Umgang erfordert die frühestmögliche Erkennbarkeit potentieller Gefahrenquellen, weswegen die bestmögliche Generierung wissensverändernder Information über potentielle Fehlerquellen zwingend geboten ist. Die wissensverändernde Information stellt sich als ein entscheidendes Moment dar. Die juristisch bedeutsame, ökonomisch (weitgehend) unberücksichtigte Entwicklungsrisiko-Problematik wird damit zu einer speziellen Informationsproblematik. Mit dem Informationsaspekt wird gleichzeitig insofern auf den Versicherungsbereich verwiesen, als Versicherungen in ökonomischen Theorien wichtige Aufgaben der Wissensauf- und -verarbeitung sowie der -diffusion, d.h. ‘Transmitterfunktionen’ im ökonomischen Prozeß wahrnehmen.748 Zugleich wird damit die im Kontext der Ausführungen zu Standards aufgeworfene Frage wieder aufgenommen, ob für die Normierung, Auslegung und Überwachung der von normativen Wertungen abhängigen Verhaltensstandards i.S unbestimmter Rechtsbegriffe marktnähere Kontrollinstitutionen als der derzeitige Rechtsapparat denkbar sind.749

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • Frank Kühn-Gerhard
    • 1
  1. 1.MünsterDeutschland

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