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Entscheiden bei unscharfer Information

  • Hans-Jürgen Zimmermann
  • Lothar Gutsche
Part of the Heidelberger Lehrtexte Wirtschaftswissenschaften book series (HLW)

Zusammenfassung

Oft kann oder will der menschliche Entscheidungsfäller seine Ziele oder den Lösungsraum, das ist der Raum seiner Handlungsalternativen, nicht in einer Weise beschreiben, daß sie sich mit einer Mathematik modellieren lassen, welche auf der klassischen zweiwertigen Logik beruht. Stattdessen beschreibt der Entscheidungsfäller die Entscheidungssituation ganz subjektiv und entsprechend vage, indem er etwa als Ziele einen „hohen Marktanteil“, eine „geringe Umweltbelastung“ oder ein „angenehmes Betriebsklima“ angibt und als Beschränkungen des Lösungsraums „Die Budgetvorhaben sollten nicht wesentlich überschritten werden“, „Die Liquidität sollte nicht zu angespannt sein“ oder „Unser Ruf darf durch die Aktionen keine wesentliche Einbuße erleiden“, oder indem er von „annehmbaren Gewinnen“, „kurzen Transportwegen“ und „guten Entwicklungschancen für das Unternehmen“ spricht.

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Literatur zu §13

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Hans-Jürgen Zimmermann
    • 1
  • Lothar Gutsche
    • 1
  1. 1.Lehrstuhl für UnternehmensforschungRWTH AachenAachenGermany

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