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Die Beratungskomponente im Modellversuch TOU und der Beratungsbedarf junger Technologieunternehmen

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Part of the Technik, Wirtschaft und Politik book series (TECH.WIRTSCHAFT, volume 4)

Zusammenfassung

Eine zentrale Fragestellung des Modellversuchs TOU war, durch welche Beratungs- und Betreuungsleistungen die Start- und Wachstumsbedingungen von JTU verbessert werden können. Seiner Konzeption lagen die Prämissen zugrunde, daß das Know-how-Profil der Gründer von JTU i.d.R. ausgeprägte Stärken auf technischem Gebiet und Schwächen z.B. im Bereich des Managements oder Marketings aufwies. Zur Verbesserung der Startchancen von JTU wurde es daher als notwendig angesehen, die finanzielle Förderung um eine Beratungskomponente zu ergänzen. Bei der Konzeption dieser Fördermaßnahme lagen für die Bundesrepublik Deutschland nur sehr wenige Erfahrungen über den Bedarf von JTU an Unterstützungsleistungen vor. Daher wurden im Modellversuch TOU unterschiedliche Beratungs- und Betreuungsinstrumente erprobt und auf ihre Wirksamkeit untersucht. Hierzu zählten insbesondere:
  • Der punktuelle Einsatz privatwirtschaftlicher Beratungsleistungen in der Förderphase I sowie

  • die kontinuierliche Begleitung der geförderten Unternehmen durch acht ausgewählte Technologieberatungsstellen (TBS)1) im Förderverlauf.

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Literaturverzeichnis

  1. 2).
    Für die rein administrativen Aufgaben wurde von der Projektbegleitung nach Abstimmung mit dem BMFT nach dem Start des Modellversuchs TOU ein detailliertes Auslegungshandbuch zu den Förderrichtlinien und dem Förderablauf erstellt. Es sollte eine einheitliche Behandlung aller Antragsteller durch die verschiedenen TBS sicherstellen.Google Scholar
  2. 1).
    Eine wesentliche Rolle zur Entwicklung bedarfsgerechter Beratungsinstrumente und Formen effektiver Zusammenarbeit zwischen nichtkommerziellen Beratungseinrichtungen und gewerblichen Unternehmensberatem spielte der „Modellversuch Innovationsberatungsstellen“ des BMFT. Dieser hatte zum Ziel, unterschiedliche Beratungskonzepte und-Organisationen bei IHKs, dem RKW, Einrichtungen der regionalen Wirtschaftsförderung und Transferstellen an Forschungseinrichtungen zu erproben und zu verbreiten (vgl. Bräunling et al. (1981)).Google Scholar
  3. 1).
    Bis maximal 90 Prozent, seit Anfang 1986 im Regelfall bis 75 Prozent.Google Scholar
  4. 1).
    Die nachfolgenden Ausführungen (Abschnitt 4 und 5) basieren weitgehend auf Bayer (1990).Google Scholar
  5. 1).
    Auch im Rahmen der Förderphase II wurde in einzelnen Fällen die Auftragsvergabe für die Erstellung von Markterschließungsgutachten gefördert. Diese sind in die nachfolgenden Analysen nicht einbezogen.Google Scholar
  6. 2).
    Die entsprechenden Anteile für die übrigen Beratungsleistungen (in Klammern jeweils Anteil am Fördervolumen):–Beratungen zu Finanzierungsfragen: 13 % (11 %),–Mischformen aus Markt-und Technikstudien: 6 % (5 %),–sonstiges: 18 % (4 %).Google Scholar
  7. 1).
    Die von den Beteiligungsgesellschaften im Rahmen der Risikokapitalvariante betreuten Unternehmen haben in keinem Fall die Förderphase I in Anspruch genommen.Google Scholar
  8. 2).
    Insgesamt bezogen sich 47 Prozent der in der Technikvariante (in Klammern die entsprechenden Angaben für die Regionalvariante) bezuschußten Leistungen auf Marktstudien (31 %), 19 Prozent auf Gutachten zu Finanzierungsfragen (11 %), zehn Prozent auf Technikgutachten (32 %), acht Prozent auf Mischformen (6 %) sowie 16 Prozent auf sonstige Leistungen (20 %).Google Scholar
  9. 1).
    Detailliert beschrieben in Mayer, Kulicke, Müller (1986).Google Scholar
  10. 2).
    Auftraggeber war der jeweilige Antragsteller (potentieller Gründer oder bereits existierendes Unternehmen). Die TBS konnte diesen nur im Hinblick auf die Auftragsspezifikation beraten und eine Förderempfehlung verweigern, wenn sie von der Einschaltung eines externen Beraters keinen Nutzen zur Fundierung des Unternehmenskonzepts erwartete.Google Scholar
  11. 1).
    Von den technik-orientierten Beratungsleistungen mit Preisen bis 5000 DM entfällt wiederum die Hälfte auf Gutachten u.ä. mit Preisen bis 2000 DM.Google Scholar
  12. 1).
    Zur Bedeutung von JTU als Nachfrager für öffentlich getragene Beratungseinrichtungen vgl. Kulicke unter Mitarbeit von Bayer, Walter (1991), Abschnitt 7.2.Google Scholar
  13. 1).
    Die KFA und das VDI/VDE-TZ IT praktizierten im Prinzip das gleiche Vorgehen, allerdings konnten sie auf das Know-how von Kollegen in der gleichen Institution zurückgreifen, was zu kurzen Informationswegen und vielfach zu nichtdokumentierten Stellungnahmen dieser internen Experten führte.Google Scholar
  14. 1).
    Z.B. wie ist eine Direct-Mail-Aktion aufzuziehen für medizinische Geräte, über deren Kauf nicht die Endbenutzer entscheiden? Welche Kriterien müssen im Produkthaftungsrecht der USA für ein konkretes Produkt berücksichtigt werden?Google Scholar
  15. 2).
    Z.B. durch Brainstorming mit Unternehmensexternen und eigenen Mitarbeitern Entwicklung einer Marketingstrategie unter Beobachtung von finanziellen und Kapazitätsaspekten.Google Scholar
  16. 1).
    Vgl. Kulicke unter Mitarbeit von Bayer, Walter (1991), S. 63 ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  1. 1.Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI)KarlsruheGermany

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