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Steuersystem und Staatshaushalt in Preußen

  • Eckart Schremmer
Chapter
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE)

Zusammenfassung

Die nach 1806 durchgeführten Reformen von Staat, Verwaltung und Heer sowie die schrittweise Aufhebung der noch in feudalen Beziehungen gebundenen Wirtschaft beeinflußten auch das System der öffentlichen Finanzen. Das zeigt sich auf der Einnahmenseite mehr als der Ausgabenseite, wobei gleichwohl ein Vergleich der Systeme vor und nach den Reformen mannigfache Kontinuitäten offenlegt.1

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Literatur

  1. 1.
    Über die frühe preußische Finanzwirtschaft bis zu den napoleonischen Kriegen s.R. Bergmann, Geschichte der Stände und Steuern, 1901; A. Wagner, Finanzwissenschaft, Teil 3,1889, S. 106 ff, G. Schmoller, Epochen, 1898, S. 104 ff; E. Klein, Geschichte, 1974, S. 41 ff; Literaturhinweise auch bei Karl Borchard, Staatsverbrauch, 1968, S. 304 ffGoogle Scholar
  2. 2.
    L. Krug, Betrachtungen, Teil 2, 1805, S. 471Google Scholar
  3. 3.
    Nach F. K. Mann, Steuerpolitische Ideale, 1937, S. 39, 44 war das der staatspolitische Grundsatz in einem patrimonialen Finanzsystem. Dieser Grundsatz reichte abgeschwächt bis in das 19. Jh. hinein: Nach der Verfassung des Königreichs Württemberg von 1819 sind die Staatsausgaben aus den Einkünften staatlicher Erwerbsbetriebe zu decken; Steuern dürfen nur zur Deckung einer (regelmäßig entstandenen) Finanzierungslücke erhoben werden, E. Schremmer, Zusammenhänge, 1974, S. 680Google Scholar
  4. 4.
    L. Krug, Betrachtungen, Teil 2, 1805, S. 472Google Scholar
  5. 5.
    So die Antwort des Erzbischofs von Sens an Kardinal Richelieu, als der Klerus zu Steuerzahlungen aufgefordert wurde; seit altersher gelte „que le peuple contribuât par ses biens, la noblesse par son sang et le clergé par ses prières“; das Steuerprivileg der Geistlichkeit wurde teils aus dem kanonischen, teils aus dem römischen Recht abgeleitet; näheres bei F.K. Mann, Steuerpolitische Ideale, 1937, S. 67 fGoogle Scholar
  6. 6.
    Die Kriegsprägung wird auf 75 Mio Thaler geschätzt; R. Gaettens, Inflationen, 1955, S. 166Google Scholar
  7. 7.
    Über diese modernen Grundsätze s.F. Neumark, Budgetgestaltung, 1952, S. 554 ffGoogle Scholar
  8. 8.
    Eine Zusammenstellung weiterer Finanzdaten zu Preußen von 1601, 1688 bis 1807 bei O. Behre, Statistik, 1905, S. 71–109; A.F. Riedel, Staatsverbrauch, 1866, Beilagen 1 bis 20; Karl Borchard, Staatsverbrauch, 1968, S. 22, 158 ff, 166Google Scholar
  9. 9.
    F. W. v. Reden, Finanzstatistik, Bd 2, 1856, S. 77Google Scholar
  10. 10.
    Zur preußischen Finanzwirtschaft im frühen 19. Jahrhundert s. K. Mamroth, Geschichte, 1890; R. Grabower, Preußens Steuern, 1932Google Scholar
  11. 11.
    Die englischen Subsidien an Preußen werden für 1813 angegeben mit 7,3 Mio Talern in Geld und 5,2 Mio Talern in Kreditscheinen; die englischen Subsidien an Österreich sind für 1800 bis 1808 mit 31,3 Mio Gulden ausgewiesen; so E. Klein, Geschichte, 1974, S. 95, 111. Über österreichische Anleihen in London während der napoleonischen Zeit K.F. Helleiner, Imperial Loans, 1965Google Scholar
  12. 12.
    A. Wagner, Steuergeschichte, 1910, S. 257 fGoogle Scholar
  13. 13.
    A. Wagner, Staatsgebiete, XIX, 1867, S. 544, 547; XXI, 1869, S. 299, 386; G.v. Viebahn; Statistik, I, 1862, S. 29, 32, 103; ergänzende Angaben zur Bevölkerung G. Hohorst, Wirtschaftswachstum, 1977, S. 125Google Scholar
  14. 14.
    Haushaltsangaben für die Zeit von 1821 bis 1850 s. Tab. 9, 10, für 1847/57 bis 1870 s. Tab. 18, 19 und für 1875 bis 1913 s. Tab. 20, 21. Der Vergleich ist u.a. wegen der Umstellung der Netto-auf Brutto-Etats im Jahr 1857 sowie wegen der Gebietsvergrößerung Preußens 1866, u.a. um Hannover, erschwert.Google Scholar
  15. 15.
    Umfassende Darstellung der preußischen Finanzwirtschaft im 19. Jahrhundert bei O. Schwarz und G. Strutz, Staatshaushalt, 4 Bde, 1900–1904; über die direkten und indirekten Steuern ebd., Bd 1, Liefg. 4, 1902 (bearbeitet von G. Strutz)Google Scholar
  16. 16.
    J. F. Benzberg, Geldhaushalt, 1820; K. Chr. F. Kanitz und K. Schönbrodt, Handbuch, 1822; C. Dieterici, Steuerreform, 1875. A.v. Witzleben, Staatsfinanznot, 1985Google Scholar
  17. 17.
    T. Ohnishi, Steuerreform, 1980, S. 267Google Scholar
  18. 18.
    C. J. Bergius, Grundsteuer, Mahl-und Schlachtsteuer, 1853Google Scholar
  19. 19.
    vgl. etwa die Falluntersuchungen mit sehr kleinen Stichproben in Tab. 16Google Scholar
  20. 20.
    W. O. Henderson, Zollverein, 1959, S. 138 ffGoogle Scholar
  21. 21.
    Über den prinzipiellen Unterschied zwischen den auf objektiven Merkmalen basierenden Ertrag-und den nach subjektiv-individuellen Einkünften ausgerichteten Einkommensteuern s. S. 37 Anm. 30; Einzelheiten zu den deutschen Bundesstaaten bei K.Th. v. Eheberg, Finanzwissenschaft, 10. Aufl., 1909, S. 204 ffGoogle Scholar
  22. 22.
    O. Schwarz und G. Strutz, Staatshaushalt, Bd 1, Liefg. 4, 1902, S. 1101; generell zu den direkten Steuern F.G. Schimmelpfennig, Direkte Steuern, 3. Aufl., 1859Google Scholar
  23. 23.
    St. Wagner, Grund-und Gebäudesteuer, 1980, S. 28Google Scholar
  24. 24.
    Für die Westprovinzen St. Wagner, Grund-und Gebäudesteuer, 1980, S. 58 ff, 259 ff. Für die Ostprovinzen und die steuerfreien Ländereien F.W. v. Reden, Finanzstatistik, Bd 2, 1856, S. 256, 259. Nach Beendigung der Einschätzungen 1864 waren von 103,15 Mio Morgen Fläche 11,45 Mio Morgen steuerfrei, einschließlich der zum großen Teil verpachteten Staatsdomänen, so C. Leisewitz, Landwirtschaft, 1872, S. 57, 123. Über Großgrundbesitz und Grundsteuerveranlagung nach dem Grundsteuergesetz von 1861 bis 1902 s. K. Heß, Junker, 1990, S. 56 ff, 63 ff; über die Rentabilität und die Verschuldung des preußischen Großgrundbesitzes s. Ders., S. 215 ff. W. Wygodzinsky, 1906Google Scholar
  25. 25.
    H. A. Mascher, Grundsteuer-Regelung von 1861, 1862. vgl. unten S. 148fGoogle Scholar
  26. 26.
    Die Belastungsangaben nach St. Wagner, Grund-und Gebäudesteuer, 1980, S. 66, 183 ff, 187; zu den Gemeindefinanzen F.G. Schimmelpfennig, Kommunalabgaben, 1859Google Scholar
  27. 27.
    St. Wagner, Grund-und Gebäudesteuer, 1980, S. 72 ffGoogle Scholar
  28. 28.
    O. Benda, Gewerbesteuerverfassung, 1817; H.A. Mascher, Gewerbesteuergesetzgebung, 1863; H.A. Mascher, Gewerbesteuergesetzgebung neueste Gestalt, 1868; M.v. Oesfeld, Gewerbesteuerverfassung, 1877Google Scholar
  29. 29.
    vgl. R. Grätzer, Geschichte, 1884; B. Fuisting, Entwicklung, 1894; R. Grabower, Preußens Steuern, 1932, S. 195–253; F. Mauz, Einkommensteuer, 1935; J. Popitz, Einkommensteuer, 1926, S. 439 f. Ausführlich zu den Veranlagungsvorschriften P. Greim-Kuczewski, Preußische Klassen-und Einkommensteuergesetzgebung, 1990Google Scholar
  30. 30.
    O. Schwarz und G. Strutz, Staatshaushalt, Bd 1, Liefg. 4, 1902, S. 1079Google Scholar
  31. 31.
    Über Klassensteuern allgemein M.v. Heckel, Finanzwissenschaft, Bd. 1, 1907, S. 345 ff; speziell über Preußen O. Fischer, Klassensteuer, 3. Aufl., 1878; E.v. Beckerath, Klassensteuer, 1912Google Scholar
  32. 32.
    Angaben bei O. Schwarz und G. Strutz, Staatshaushalt, Bd 1, Liefg. 4, 1902, S. 1089; Bevölkerung nach G. Hohorst, Wirtschaftswachstum, 1977, S. 131; P. Greim-Kuczewski, Klassen-und Einkommensteuergesetzgebung, 1990, S. 85 ff, 95 fGoogle Scholar
  33. 33.
    T. Ohnishi, Steuerreform, 1980, S. 281; für 1816 Ist-Werte, für 1821 Soll-Werte; es bestehen ungeklärte ResteGoogle Scholar
  34. 34.
    A. Smith, Wealth, 1776, edition 1937, S. 777 ff; zu den Steuerregeln W. Hasbach, Untersuchungen, 1891, S. 291 f, F.K. Mann, Steuerpolitische Ideale, 1937, S. 144 ffGoogle Scholar
  35. 35.
    Nähere Angaben bei A. Wagner, Finanzwissenschaft, Teil 4, 1901, S. 49 ff. Teilweise abweichend und grundsätzlich zur Rechtsentwicklung, Interpretation und Nicht-Vergleichbarkeit von Haushaltsdaten E. Müller, Theorie und Praxis, 1989, mit Tabellen zu den preußischen Etats 1821 bis 1914/15, einschließlich der nicht im Etat nachgewiesenen Einnahmen und Ausgaben. S. 1 ff, 7 ff, 522 ff, 562 f, 576 f, 580 f, 602; s. unten, S. 164, Anm. 59Google Scholar
  36. 36.
    Über die Staatsausgaben Karl Borchard, Staatsverbrauch, 1968, S. 156 ff, mit einer abschließenden detaillierten Darstellung der Verwendungsbereiche im Jahr 1850, S. 179 f. Die größten Ausgabentitel innerhalb der Zivilverwaltung betrafen die Öffentliche Sicherheit mit 17%, den Verkehr mit 9% und die Zentralverwaltung mit 6%, jeweils bezogen auf die Gesamtausgaben netto. Bei der Beurteilung der Etats ist Vorsicht geboten; vgl. unten S. 164, Anm. 59Google Scholar
  37. 37.
    Die nutzbare Fläche der Staatsdomänen betrug 1903 347 700 ha, von denen 51 700 ha aus den 1866 erworbenen Territorien stammten; bis 1910 war die Fläche auf 441 800 ha angewachsen; J.M. v. Heckel, Finanzwissenschaft, Bd 2, 1911, S. 310 fGoogle Scholar
  38. 38.
    O. Schwarz und G. Strutz, Staatshaushalt, Bd 1, Liefg. 3, Die Eisenbahn-Verwaltung, 1901Google Scholar
  39. 39.
    Über Staatsquoten im internationalen Vergleich s. S. 58, Abb. 1Google Scholar
  40. 40.
    s. hierzu: G.M. Kletke, Classen-und classifizierte Einkommensteuer, 1865; G.M. Kletke, Klassensteuer, 1877; O. Fischer, Klassensteuer, 1878; G. Kautz, Direkte Steuern, 1889; H. Teschemacher, Einkommensteuer, 1912; F. Mauz, Einkommensteuer 1935; J. Popitz, Einkommensteuer, 1926, S. 400 f.Google Scholar
  41. 41.
    M. v. Heckel, Finanzwissenschaft, Bd. 1, 1907, S. 345 ff. Bei der Umrechnung des im Steuergesetz ausgewiesenen absoluten Steuerbetrags in Talern je Einkommensklasse in einen prozentualen Steuersatz je Klasse ergeben sich unterschiedliche Prozentsätze je nach dem gewählten oberen oder unteren Bezugswert innerhalb der Grenzen der Einkommensklasse. Gelegentlich wird von dem Bezugswert das Existenzminimum abgezogen, so daß sich ein geringfügig niedrigerer Satz ergibt. Daraus erklären sich die in der Literatur unterschiedlich genannten Belastungssätze in Prozent des steuerbaren Einkommens.Google Scholar
  42. 42.
    A. Wagner, Finanzwissenschaft, Teil 4, 1901, S. 27Google Scholar
  43. 43.
    C. Schütz (anonym), Handbuch der Steuergesetzgebung Württembergs, 1835; K.V. Riecke, Verfassung, 1887; E. Schremmer, Katastersteuersystem, 1974, S. 679 ff; über die zeitlich davorliegende Steuerverfassung der schwäbisch-österreichischen Landstände, E. Schremmer, Steuerverfassung, 1966, S. 377 ffGoogle Scholar
  44. 44.
    J. Conrad, Entwicklung, 1879, E. Löbe, Staatshaushalt, 1889Google Scholar
  45. 45.
    R. Forberger, Industrielle Revolution, 1982, Bd 1, Teil 1, S. 101 ffGoogle Scholar
  46. 46.
    Errechnet nach den Etats bei A. Wagner, Finanzwissenschaft, Teil 4,1901, S. 50 ff; die Angaben für 1867 betreffen noch das alte Staatsgebiet von 1866 ohne die Neuerwerbungen von 1866/67, sind also mit den Werten von 1847 in etwa vergleichbar. Durch die Umbuchungen ergeben sich bei A. Wagner etwas höhere Anteilswerte als in Tab. 18, 19 ausgewiesen; über die Grundsteuer C. Leisewitz, 1872, S. 50 ffGoogle Scholar
  47. 47.
    A. Wagner, Reform, 1891, S. 551 ff; 1894, S. 1 ff; O. Gerlach, Steuerreform, 1893; B. Fuisting, Direkte Steuern, Bd. 4, 1902, S. 107 ff; B. Fuisting, Direkte Steuern, Bd. 2, 1905; B. Fuisting, Direkte Steuern, Bd 1, 2 Hälften, 8. Auflage, 1915, 1916 (bearbeitet von G. Strutz); J. Popitz, Einkommensteuer, 1926; F. Mauz, Einkommensteuer, 1935Google Scholar
  48. 48.
    Das Steuergesetz weist einen absoluten Steuerbetrag in Mark je Einkommensstufe aus; über die möglichen Unterschiede bei der Umrechnung in eine prozentuale Belastung vgl. Anm. 41. Eine Übersicht über Steuersätze und Steuerfreibeträge bei den anderen deutschen Staaten vom Stand um 1910 bei F. Laufer, Einkommensteuertarife, 1911, S. 82 ff, Tabellen 1 bis 3Google Scholar
  49. 49.
    Nähere Aufschlüsselung bei G. Strutz, Staatshaushalt, Bd 1, Liefg. 4, 1902, S. 1223 ff, G. Strutz, Neuordnung, 1912Google Scholar
  50. 50.
    B. Fuisting, Gewerbesteuergesetz von 1891, 1893; B. Fuisting, Direkte Steuern, Bd 3, 1906; O. Gerlach, Steuerreform, 1893Google Scholar
  51. 51.
    W. Lohmann, Direkte Gemeindesteuern, 1913; über die Zeit vor 1893 s. F.G. Schimmelpfennig, Kommunalabgaben, 1859. K. Heß, Junker, 1990, S. 57fGoogle Scholar
  52. 52.
    A. Wagner, Finanzwissenschaft, Teil 4, 1901, S. 64 ffGoogle Scholar
  53. 53.
    W. Gerloff, Steuerliche Belastung, 1916, S. 42, AnhangGoogle Scholar
  54. 54.
    Wie vorsichtig man bei der Abgrenzung von direkten und indirekten Steuern sein muß, zeigt das Beispiel Sachsen. Das königl. sächsische Statistische Landesamt numeriert 1913 folgendermaßen kasuistisch: direkte Steuern sind: Einkommensteuer, Grundsteuer, Kopfsteuer, Mietsteuer, Abgabe von Schank-und Gastwirtschaften, vom Großbetrieb im Kleinhandel, vom Kleinhandel mit Spirituosen und vom Wanderlagerbetrieb; indirekte Steuern sind: Besitzwechselabgaben, Wertzuwachssteuer, Hundesteuer, Abgabe von Vergnügungen, Schlachtsteuerzuschlag, Braumalzsteuerzuschlag, Biersteuer, sonstige Abgaben von Verbrauchs-und Verzehrungsgegenständen sowie alle anderen Geldabgaben; nach W. Gerloff, Steuerliche Belastung, 1916, S. 15, Anm. 1; vgl. die Abgrenzungen oben S. 54, Anm. 47 und S. 69Google Scholar
  55. 55.
    s. oben Anm. 53Google Scholar
  56. 56.
    Über die Staatsverschuldung vgl. L. Krug, Staatsschulden, 1861; C. Sattler, Schuldenwesen, 1832; O. Schwarz, Staatshaushalt, Bd 3, 1904; Karl Borchard, Staatsverbrauch, 1968, S. 78 ff; E. Klein, Geschichte, 1974, S. 112 f, 119 ff; Gliederung der Reichsschuld bis 1908 im Denkschriftenband, 1908, S. 28 ffGoogle Scholar
  57. 57.
    M. v. Heckel, Finanzwissenschaft, Bd 2, 1911, S. 500Google Scholar
  58. 58.
    G. Herrfurth, Etats-, Kassen-und Rechnungswesen, 4. Aufl., 1905; R.v. Kaufmann, Bemerkungen, 1900Google Scholar
  59. 59.
    Die Ausgabenteile von 1870 sind wegen der nicht aufgenommenen Militärausgaben mit denen der Vorjahre nur bedingt vergleichbar. Die residual errechnete Zivilquote enthält auch den Schuldendienst, in dem nicht ausgrenzbare Militäranteile enthalten sind; vgl. auch Tab. 5 im 4. Kapitel, Reichsfinanzen. Nach E. Müller, Theorie und Praxis, 1989, S. 399, 403, 588 ff betrugen bei hohen jährlichen Schwankungen die jährlichen — Mehrausgaben gegenüber den etatmäßigen Ausgaben netto im Jahresmittel der Jahre 1849 bis 1877: 33,2% 1875 bis 1914/15: 23,7% — Mehreinnahmen gegenüber den etatmäßigen Einnahmen netto im Jahresmittel der Jahre 1849 bis 1877: 44,0% 1875 bis 1914/15:41,1%. So unter Berücksichtigung von budgetmäßigen, außerordentlichen und außeretatmäßigen Einnahmen und Ausgaben, Nachtragsetats, Resten und Erübrigungen aus Vorjahren, Fonds, Soll-Ist-Vergleichen und sonstigen Rechnungen der Staatshaushaltungen; s. oben Anm. 35Google Scholar
  60. 60.
    Das preußische Montanvermögen war gleichwohl erheblich. 1899 besaß der Staat u.a. 17 Steinkohle-, 8 Braunkohle-, 7 Erz-, 4 Salz-, 4 Kupfer-, Silber-u.a. Bergwerke, 10 Hüttenwerke, 6 Salinen; hierzu mit den fiskalischen Angaben O. Schwarz u. G. Strutz, Staatshaushalt, Liefg. 2, 1900; über die Staatsdomänen und Forsten O. Schwarz u. G. Strutz, Staatshaushalt, Liefg. 1, 1900Google Scholar
  61. 61.
    P. Lundgreen, Bildung, 1973, S. 93; über Ausgaben für Kunst s.W. Feldenkirchen, Kunstförderung, 1982Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • Eckart Schremmer
    • 1
  1. 1.Institut für Sozial- und WirtschaftsgeschichteUniversität HeidelbergHeidelberg

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