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Einleitung

  • Wilhelm Dengler
  • Hans-Konrad Selbmann
Chapter
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Part of the Praxisleitlinien in Psychiatrie und Psychotherapie book series (PRAXISPSYCH, volume 2)

Zusammenfassung

Die Neugestaltung der Sozialgesetzgebung durch das Gesundheitsreformgesetz 1988 mit seinen Ergänzungen durch das Gesundheitsstrukturgesetz 1992 bewirkte intensive Bemühungen auf dem Sektor des Qualitätsmanagements und der Erstellung von Behandlungsleitlinien. Der Begriff „Leitlinie“ muß von den Begriffen „Standard“, „Richtlinie“ und „Empfehlung“ abgegrenzt werden. Der Begriff Standard wird vieldeutig verwendet: Hierunter werden Begriffe wie Richtlinie (für den Prozeß), Richtmaß (für das Ergebnis) als auch eine Ausführungsklasse (z.B. Standard versus Luxus) verstanden, weshalb nach Selbmann (413, 414) auf die Verwendung dieses Begriffes verzichtet werden sollte. Nach Richtlinien muß man sich richten, sie sind in der Regel gesetzlich oder berufsrechtlich verankert. Beispiele hierfür sind Mutterschaftsrichtlinien oder die Histologiebefundung von Operationspräparaten. Von Leitlinien sollte man sich leiten lassen. Empfehlungen kann man befolgen. Entsprechend ihrer unterschiedlichen Verbindlichkeit wird und darf man an Richtlinien, Leitlinien und Empfehlungen verschieden hohe Anforderungen hinsichtlich ihrer Formulierung und ihrer Wirksamkeitsnachweise stellen (413). Bezüglich der Forderungen, die an Leitlinien zu stellen sind, sei auf Tabelle 1 verwiesen. Von der Bundes-ärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung wurden diese vom U.S.-amerikanischen Institute of Medicine erarbeiteten Beurteilungskriterien inzwischen im wesentlichen übernommen (70).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Dengler
    • 1
  • Hans-Konrad Selbmann
    • 2
  1. 1.Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit PoliklinikTübingenGermany
  2. 2.Institut für Medizinische InformationsverarbeitungUniversität TübingenTübingenGermany

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