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Haftungsbeschränkungen in der Gesellschaft bürgerlichen Rechts und in der Vor-GmbH

  • Harald Herrmann
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Part of the Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge book series (WIRTSCH.BEITR., volume 176)

Zusammenfassung

Der vorstehende Beitrag beschäftigt sich mit der GbR-mbH und der Vor-GmbH unter dem Gesichtspunkt der Haftungsbeschränkung und unter Berücksichtigung der aktuellsten Rechtsprechung, insbesondere der Entscheidung des BGH vom 27.9.1999 („Betonbrecheranlage“). Untersucht wird weiterhin die Frage, welche Konsequenzen sich daraus für das Gründungsgeschehen ergeben. Die Diskussion gründungsfreundlicher Aspekte in Rechtsprechung und Gesetzgebung runden die Analyse ab.

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Notes

  1. 1.
    S. dazu M. Lutter, Fschr. „100 Jahre GmbHG“, 1992, 49, 50.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Schütte, Die Rolle der Genossenschaften bei der Industrialisierung, 1971, und die Beiträge in H. Baumann (Hrsg.), Schulze-Delitzsch: ein Lebenswerk für Generationen, 1987.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. L. Raiser, Antinomien im Recht der Wettbewerbsbeschränkungen, in: Fschr. Fechner, 1973, 57, 69 ff.; H. Herrmann, Interessenverbände und Wettbewerbsrecht, 1984, 37 ff.Google Scholar
  4. 4.
    Dazunäher H. Herrmann, Interessenverbände und Wettbewerbsrecht, 1984, 37 ff.Google Scholar
  5. 5.
    Dazu näher H. Herrmann, BB 1985, 1801 ff.Google Scholar
  6. 6.
    § 4 HGB a.F. wurde ersatzlos gestrichen, HGB-Novelle v. 19.12.1998, BGB1.1, 3836, 3837, ber. 1999,42.Google Scholar
  7. 7.
    Denn es handelt sich insoweit um Ungleichbehandlung von Personengruppen, wobei die Benachteiligten dadurch belastet werden, dass sie den begünstigenden Sachverhalt in ihrer Person nicht oder nur schwer erfüllen können, vgl. BverfGE 55, 72, 89; 60, 329, 346; 88, 5, 12; näher Jarass, in: ders. Pieroth, GG-Kommentar, 3. Aufl. 1995, Art. 3 Rdn. 18 m. w. Nachw.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. nur BVerfGE 17, 210, 216; dabei kann aber eine Verletzung von Art. 2 Abs. 1 GG in Betracht kommen, vgl. BVerwGE 60,154, 160.Google Scholar
  9. 9.
    Zum Zusammenhang des Art. 3 GG mit echten Freiheitsrechten, die bei der Auslegung des Gleichheitssatzes mitzuberücksichtigen sind, vgl. nur BVerfGE 82, 60, 86; dazu Jarass/Pieroth, GG-Kommentar, 3. Aufl. 1995, zu Art. 3 GG Rdn. 2a.Google Scholar
  10. 10.
    BGH v. 27.9.1999, WM 1999, 2071 „Betonbrechanlage“ (noch unveröffentlicht).Google Scholar
  11. 11.
    Zur rechtlichen Zulässigkeit vgl. H. Leβmann, Die öffentlichen Aufgaben und Funktionen privatrechtlicher Wirtschaftsverbände, 1976, 330 ff.Google Scholar
  12. 12.
    Näher s.u. zu 3.2.Google Scholar
  13. 13.
    BGHa.a.O.Fn. 10.Google Scholar
  14. 14.
    Jedenfalls im individualvertraglichen Text ist das nach Ansicht des BGH zulässig. Inwieweit dies auch auf AGBs mit entsprechender Klausel zutrifft, wird unten bei 3.2 näher erörtert.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl.Kögel,DB 1995, 2201.Google Scholar
  16. 16.
    Quelle: Statistisches Bundesamt: Gewerbeanmeldungen 1996/97.Google Scholar
  17. 17.
    Text im Auszug: Firma oder Gründungsbezeichnung Ihres Unternehmens Wie viele Gesellschafter hat die GmbH i. Gründung? (Zahl) Seit wann werden für das Unternehmen Verträge abgeschlossen? (Datum) Welches Kernprodukt/-dienstleistung bieten Sie an? (Kurzbezeichnung) Haben Sie bereits einen notariell beurkundeten Gesellschaftsvertrag abgeschlossen? (ja/nein) Von wann datiert dieser? (Datum) Gibt es einen vorläufigen Gesellschaftsvertrag; ggf. Datum Ist die o.a. Rechtsprechungsanderung bei Geschäftsaufnahme im Wesentlichen be-kannt gewesen? (ja/nein) Bei jedem Vertragsschluss kann vereinbart werden, dass für eine etwaige Haftung nur das Gesellschaftsvermögen bereitgestellt wird. Wird eine solche Klausel in Ihren Ver-trägen verwendet? (ja/nein) Wird die Vollmacht des Geschäftsführers dementsprechend begrenzt? (ja/nein)Google Scholar
  18. 18.
    Gesucht wurde mit http://meta.rrzn.uni-hannover.de, die die Dienste zahlreicher bekannter Suchmaschinen kombiniert. Folgende Begriffe wurden recherchiert: „GbRmbH“ (92 start bisher 72 Treffer); „GbR mit beschränkter Haftung“ als streng in der Kurzbezeichnung (85 Treffer); „GbR ohne persönliche Gesellschafterhaftung“ (0 Treffer); „GbR mit beschränkter Gesellschafterhaftung“ (7 Treffer); „Gesellschaft bürgerlichen Rechts mbH“ (122 Treffer); „Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit beschränkter Haftung“ (141 Treffer). Die Zahl der Doppelnennungen ist nicht genau ermittelt. Sie dürfte aber unter 10 % liegen, weil keine Volltextrecherche, sondern nur eine Recherche im Kurztitel vorliegt.Google Scholar
  19. 19.
    A.a.O.Fn.10.Google Scholar
  20. 20.
    Vom Ausweichen auf die GmbH scheint der BGH selbst auszugehen, s. a.a.O Fn. 10 zu Nr. I.4 der Gründe.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. nur BGHZ 80, 212, 214; Lutter/Hommelhoff, GmbHG-Kommentar, 14. Aufl. 1995, § 11 Rdn. 3 m. w. Nachw.Google Scholar
  22. 22.
    Nach § 2 Abs. 1 GmbHG.Google Scholar
  23. 23.
    S. nur Baumbach/Hueck, GmbH-Gesetz Kommentar, 16 Aufl. 1996, § 11 Rdn. 32 ff.Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. BGHZ 91, 151; BGH NJW 1992, 2698; w. Nachw. bei Baumb./Hueck, a.a.O. Rdn. 33.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. nochmals Baumb./Hueck, a.a.O. Rdn. 33; a.A. K. Schmidt, Gesellschaftsrecht, 3.Aufl. 1996, § 34 III 2b, der aber selbst bei kaufmännischer Betriebsaufnahme im Hinblick auf das Innenrecht auf §§ 705 ff. BGB abstellt.Google Scholar
  26. 26.
    Allerdings reicht es dafür nicht aus, dass der Vertrag ohne weitere Zusatzbestimmung im Namen der GmbH „i.Gr.“, „i.G.“ etc. geschlossen wird (vgl. nur BGHZ 91, 151; BGH GmbHRdsch. 1992, 164; OLG Hamm BB 1992, 1081; Baumb./Hueck, a.a.O., Rdn. 33 m. w. Nachw.).Google Scholar
  27. 27.
    Dabei wird davon ausgegangen, dass der Auftritt im Internet meist mit einem Ge-schäftsumfang oder-zuschnitt verbunden ist, der einen in kaufmannischer Weise ein-gerichteten Geschäftsbetrieb erfordert (§1 HGB).Google Scholar
  28. 28.
    S. die Nachw. im BGH-Urteil „Betonbrecheranlage“ (s.o. Fn. 10).Google Scholar
  29. 29.
    Vgl. nur BGHZ 65, 378, 382 ff.; 72, 45, 48 f. (für rechtsgeschäftliche Verbindlichkei-ten); für unbeschränkte Auβenhaftung bei gesetzlichen Verbindlichkeiten vgl. aller-dings BSG ZIP 1986, 645 (damals str.). Andererseits war die sog. Vorbelastungs-haftung nach Eintragung potentiell unbeschränkt, BGHZ 80, 129 ff.; dazu s.u. 4.1.Google Scholar
  30. 30.
    BGHZ 134, 333= NJW 1997, 1507; näher s. u. zu 4.Google Scholar
  31. 31.
    S. näher-auch ?. Folgenden-Wiegand, BB 1998, 1065, 1071.Google Scholar
  32. 32.
    Dafür sogar als Auβenhaftung neuerdings wieder Raab, WM 1999, 1596, 1602 ff.Google Scholar
  33. 33.
    S. die Nachw. unten zu 4.2.Google Scholar
  34. 34.
    Leider ist die Erfassung der GmbH-Neugründungen im Statistischen Bundesamt eingestellt worden (vgl. Stat. Jb. 1998, 130; kritisch Hansen, GmbHRdsch. 1995, 507, 510). Aber die bis 1995 bekannten Zahlen stützen die Aussage im Text wie folgt: 1988: 376.429 Gesellschaften 1989: 401.687 Gesellschaften 1990: 433.731 Gesellschaften (alte Bundesländer) 1991: 465.660 Gesellschaften (alte Bundesländer) 1992: 549.659 Gesellschaften (mit neuen Bundesländern) 1993-1995: gut 650.000 Gesellschaften (mit neuen Bundesländern) Die Zahlen zeigen, dass nach der Zusammenfassung mit dem Beitrittsgebiet die jähr-lichen Zuwächse deutlich über den Zahlen des alten Bundesgebiets liegen und im Durchschnitt etwa über 30.000 ausmachen.Google Scholar
  35. 35.
    Vgl. nochmals Wiegand, BB 1998, 1065, 1071.Google Scholar
  36. 36.
    Zum Verhältnis der Rechtstatsachenforschung zur sog. Folgenanalyse des Rechts vgl. schon Rähl, Rechtstatsachenforschung, 1975; neuerdings Taupitz, AcP 1996, 114, 132 unter Hinweis auf den Legal Realism in den USA.Google Scholar
  37. 37.
    Zum Forschungsansatz generell Richter/Furubotn, Neue Institutionenökonomik, 1996.Google Scholar
  38. 38.
    Vgl. nur Lück/Jung/Böhmer, DB 1996, 437 zu dortiger Nr. I 2 (2).Google Scholar
  39. 39.
    Zum folgenden grundlegend M. C. Jensen/ W. Meckling, Theory of the firm, 3 J. of Fin. Econ. (1976) 305–360; zur neueren Diskussion vgl. H. Klaus, Gesellschafter-fremdfinanzierung, 53 ff.Google Scholar
  40. 40.
    Vgl. H.-B. Schäfer/ C. Ott, Lehrbuch der ökonomischen Analyse des Zivilrechts, 1986, 2 f.; historische Aspekte bei H. Todt, Freiheit und Utilitarismus, in: Ott/Schäfer, Ökonomische Probleme des Zivilrechts, 1991, 1 ff.Google Scholar
  41. 41.
    Vgl. H. Klaus, Gesellschafterfremdfinanzierung, 63; W. Osterberg, in: Economic Commentary (Fed. Reserve Bank of Cleveland), Aug. 1989, Text m. Fn. 3.Google Scholar
  42. 42.
    Auflistung bei Klaus, ebd., 66.Google Scholar
  43. 43.
    Vgl. nur Osterberg, Fn. 127.Google Scholar
  44. 44.
    Dazu vgl. H. Albach, u.a., Zur Versorgung der deutschen Wirtschaft mit Risiko-kapital, 1983, 7; W. Gruhler, Eigenkapitalausstattung, 1976, 1953.Google Scholar
  45. 45.
    Vgl. L. Kruschwitz, in: Albers/ Herrmann (Hrsg.), Elemente erfolgreicher Unterneh-menspolitik, 207, 226; M. Howe/ W. Kao, 67 J. of Finance, 1963: sog. Signaling Theory, Text nach Fn. 2.Google Scholar
  46. 46.
    Vgl. D. Schneider, DB 1986, 2293, 2295 f; Kruschwitz, Fn. 131, 227 m. w. NachwGoogle Scholar
  47. 47.
    Vgl. H. Klaus, Gesellschafterfremdfinanzierung, 66 m. w. Nachw.Google Scholar
  48. 48.
    Vgl. M. Jensen, Am. Econ. Rev. 76 (1986), 323, 325: „The right to take the firm into bankruptcy court“; M. Adams, Eigentum, Kontrolle und beschränkte Haftung, 1991, 86.Google Scholar
  49. 49.
    Vgl. nur O. Williamson, Markets and Hierachies, 1975, 35 ff.Google Scholar
  50. 50.
    Vgl. H. Klaus, Gesellschafterfremdfinanzierung, 339,421 ?. öfter.Google Scholar
  51. 51.
    O. Hart, in: O. Williamson (Hrsg.), Organization Theory, 1990, 154, 160; H. Klaus, Gesellschafterfremdfinanzierung, 71 ff: „Ergebnis: Der Weg zu hybriden Ansätzen“; m.w. Nachw. ebd. 72 (Fn. 512).Google Scholar
  52. 52.
    Zur Bedeutung für die Entwicklung von Großunternehmen vgl. die Beiträge in Horn/Kock (Hrsg.), Recht und Entwicklung der Großunternehmen im 19. und frühen 20. Jahrhundert, 1979; entsprechende Untersuchungen für kleine Unternehmen und Unternehmensgründungen fehlen bislang fast völlig, s. aber zur weltweiten Ver-breitung der GmbHs die Übersicht in GmbHRdsch. 1992, 428.Google Scholar
  53. 53.
    Vgl. nur BGH NJW 1987, 2666: Fall konkludenter Beschränkungsabrede; Palandt/Sprau, BGB-Kommentar, 58. Aufl.1999, § 714 Rdn. 4.Google Scholar
  54. 54.
    S. insbes. das Zitat ?. Text mit Fn. 13.Google Scholar
  55. 55.
    Auch die hier erarbeiteten ökonomischen Anforderungen hinreichender Transparenz für etwaige Fremdkapitalgeber sind ohne weiteres erfullt. Denn in jedem einzelnen Kreditvertrag muss die betr. Haftungsbeschränkung einzeln ausgehandelt und konsen-tiert werden. Unklarheit über das Fehlen einer gesellschaftsrechtlichen Sicherheit durch persönliche Gesellschafterhaftung gibt es nicht. Der Kredit wird lediglich teurer, weil das Kreditrisiko steigt.Google Scholar
  56. 56.
    Vgl. a.a.O. Fn. 10, Nr. 1.4 der Gründe.Google Scholar
  57. 57.
    Die Darstellung lehnt sich hier stark an Hennrichs/Kieβling, WM 1999, 877, 878 ff.Google Scholar
  58. 58.
    Vgl. insbes. BGH WM 1996, 2233; WM 1992, 1964; dazu Habersack, NJW 1992, 3037, 3038 f.Google Scholar
  59. 59.
    Dazu näher, Herrmann, BGB Allgemeiner Teil, 1997, Rdn. 35.Google Scholar
  60. 60.
    Vgl. nur Münchner Kommentar/Ulmer, 3. Aufl. § 714 Rdn. 29 f.; Kübler, Gesell-schaftsrecht, 5. Aufl. 1998, § 6 III.4 S. 55 f.; Hennrichs/Kieβling, a.a.O., 880, a.A. allerdings Mühlbert, AcP 1999, 38, 86 f.; Reiff, ZIP 1999, 517, 525. Vgl. aber auch § 736 Abs. 2 i.d.F. des NachHG v. 18.3.1994, BGB1.1, 560. Die Gleichstellung mit der OHG wäre sinnlos, wenn ohnehin die v. der Akzessorietätstheorie angenommene all-gemeine Haftungsanalogie gelten würde. Auch der Gesetzgeber scheint also noch in neuester Zeit von der Doppelverpflichtungslehre auszugehen.Google Scholar
  61. 61.
    Vgl. nur BGHZ 11, 3; BGH NJW 1964, 1223; OLG Frankfurt/M. MDR 1966, 512: keine Anwendung auf Kleinhandwerker. Die Lehre stellt überwiegend darauf ab, ob das Bestätigungsschreiben zum Privat-oder Geschäftsbereich gehört, vgl. Hopt, AcP 1983, 692. Daran lässt sich anknüpfen. Ähnlicher ist aber wohl die Abgrenzung von Existenzgriindern und etablierten Unternehmen nach §§1,3 Abs. 1 Nr. 2 VerbrKrG.Google Scholar
  62. 62.
    Vgl. a.a.O. Fn. 10, Urteilsgründe zu Nr. II.Google Scholar
  63. 63.
    Z.B OLG Bamberg VersR 1994, 814: Freizeichnung des Krankenhausträgers vom As-sistenzarztverschulden.Google Scholar
  64. 64.
    Vgl. nur BGHZ 89, 368 (Chemischreiniger); BGH NJW 1993, 335: zu niedrige Höchstsumme.Google Scholar
  65. 65.
    Vgl. nur BGHZ 100, 85; Palandt/Heinrichs, § 3 AGBG Rdn. 3 m. w. Nachw.; Ausnahmen bestehen bei Freiberufen, insbes. Rechtsanwälten. Diese dürfen die Haftung des handelnden Rechtsanwalts nicht einmal auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränken, ohne die summenmäβigen Vorgaben des § 51 b BRAO zu beachten.Google Scholar
  66. 66.
    Vgl. nur BGHZ 104, 92; 106, 47; gegen Überspannung der Anforderungen aber BGHZ 112, 119; vgl. auch Herrmann, DZWiR 1994,45 ff.; 95 ff.Google Scholar
  67. 67.
    A.a.O. Fn. 10.Google Scholar
  68. 68.
    Vgl. Hennrichs/Kieβing WM 1999, 877, 881 ff.Google Scholar
  69. 69.
    Siehe nochmals Abschnitt 2.3 dieser Arbeit.Google Scholar
  70. 70.
    S. die Nachw. in Abschnitt 3.1 dieser Arbeit.Google Scholar
  71. 71.
    Bis dahin ist man gut beraten, wenn der Gesellschaftsvertrag nur bestimmte, be-sonders haftungsrelevante Geschäfte an die Zustimmung der Mitgesellschafter bindet.Google Scholar
  72. 72.
    Vgl. BGHZ 109, 177; Palandt/Heinrichs, a.a.O., § 178 Rdn. 6.Google Scholar
  73. 73.
    Vgl. nur BGH VersR 1992, 990; BGH NJW-RR 1998, 1854; Palandt/Heinrichs, § 173, Rdn. 9 ff., 14 ff.Google Scholar
  74. 74.
    Vgl. etwa OLG Frankfurt/ M. BB 1980, 10.Google Scholar
  75. 75.
    P. Ulmer, Wege zum Ausschluss der persönlichen Gesellschafterhaftung in der GbR, ZIP 1999, 509 ff.; ablehnend Hennrichs/Kieβling, Die „GbR ohne persönliche Gesellschafterhaftung“, WM 1999, 877, 883.Google Scholar
  76. 76.
    Vgl. nochmals Münchener Kommentar/Ulmer, § 714 Rdn. 26 ff; BGH NJW 1992, 3037, 3038.Google Scholar
  77. 77.
    Hennrichs/Kieβing, WM 1999, 877, 883.Google Scholar
  78. 78.
    Die GbR-mbH hat ihren historischen Ursprung im Vereinsrecht der Gewerkschaften. §54 BGB bestimmt seit 1900, dass nicht eingetragene Vereine (neV) als GbR anzu-sehen sein sollen und dass demzufolge bei jedem schädigenden Verhalten des neV die voile persönliche Haftung der Mitglieder ausgelöst wird. Die Vorschrift hatte v.a. einen gewerkschaftspolitischen Hintergrund. Zur Zeit des Inkrafttretens des BGB waren zwar Gewerkschaften nicht mehr-wie im Bismarck-Reich seit den Reichsjustiz-gesetzen-verboten. Aber sie wurden doch bei Eintragung in Vereinsregister einer strengen Kontrolle der Verwaltungsbehörden unterstellt. Nahm der Gesetzgeber noch an, die Gewerkschaften würden wegen der angeordneten persönlichen Haftung ihrer Mitglieder fur etwaige rechtswidrige Streikschäden stets die Eintragung und damit die Haftungsbefreiung der Mitglieder anstreben, so erwies sich doch bald, dass es auch noch eine andere Möglichkeit gab, der Haftungsfolge zu entkommen. Man brauchte nur in der Satzung der Gewerkschaft vorzusehen, dass die Vorstände keine Vollmacht haben sollten, mit Verbindlichkeit für die Mitglieder Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Schon war weitgehend erreicht, was eigentlich nur durch die Eintragung um Vereinsregister und durch die damit verbundene Verwaltungskontrolle erreichbar sein sollte.Google Scholar
  79. 79.
    S. näher Herrmann, in ders. u.a. (Hrsg.): Deutsches und Internationales Bank-und Wirtschaftsrecht im Wandel, 1997, 392 ff.Google Scholar
  80. 80.
    S. die Nachw. Fn. 50.Google Scholar
  81. 81.
    S. die TBB-Entscheidung BGHZ 122, 123 mit Besprechungen von K. Schmidt, H.P. Westermann u.a., ZIP 1993, 549 ff, 554 ff.Google Scholar
  82. 82.
    S. näher Schulkamp, Die Haftung in deutschen Anwaltssozietäten und amerikanischen Law Firms, Diss. Potsdam 1996, 111 ff.Google Scholar
  83. 83.
    S. insbes. Hennrich/Kieβling, a.a.O., vorige Fn.Google Scholar
  84. 84.
    Siehe nochmals Abschnitt 2.3 dieser Arbeit.Google Scholar
  85. 85.
    OLG Jena, ZIP 1998,1797 ff.Google Scholar
  86. 86.
    BayObLG NJW-RR 1998, 1728 ff.Google Scholar
  87. 87.
    Hennrichs/Kieβling, WM 1999, 877, 882 f.Google Scholar
  88. 88.
    Näher Herrmann, Grundlehren des Bürgerlichen Rechts und Handelsrechts, Band 1 1999, 14 ff.Google Scholar
  89. 89.
    Vgl. Herrmann, Richterliche Deregulierung im Wirtschafts-und Privatrecht, MS 1998 i. Ersch.; ders., ZEuP 1999, 663, 683 ff. passim.Google Scholar
  90. 90.
    Vgl. schon die Publizitätsrichtlinie v. 9.3.1968, AB1. EG L 65 v. 14.3.1968, 8 ff.; näher dazu und zur folgenden Entwicklung: Lutter, Europäisches Unternehmensrecht, 4.Aufl. 1996 44 f., 101 ff.Google Scholar
  91. 91.
    Vgl. nur BGH NJW 1980, 2084: „Johann H-GmbH Holzbau KG“; kritisch Bockel-mann, GmbHRdsch. 1983, 236.Google Scholar
  92. 92.
    S. §§ 105 Abs. 2,1 Abs. 2 HGB.Google Scholar
  93. 93.
    Vgl. die Nachw. bei Heymann/Emmerich, HGB-Kommentar, 2. Aufl. 1997, zu § 2 HGB.Google Scholar
  94. 94.
    Vgl. BGH WM 1986, 1280; Baumbach/Hopt, HGB 29. Aufl. 1995 § 176 Rdn. 4 m. w. Nachw.Google Scholar
  95. 95.
    Vgl. nochmals BGH WM 1986, 1280.Google Scholar
  96. 96.
    Offen gelassen noch in BGH NJW 1983, 2260; a. A. für die Fälle seit 1.1.1981 Schmidt, ZHR 1980, 202; Priester, BB 1980, 913.Google Scholar
  97. 97.
    Vgl. Baumb./Hopt, HGB-Kommentar, 29. Aufl. 1995, § 276 Rdn. 19.Google Scholar
  98. 98.
    BGH WM 1999, 2071.Google Scholar
  99. 99.
    Vgl. nur BGHZ 93, 159, 161; 104, 33, 34.Google Scholar
  100. 100.
    BGHZ 112, 31, 39.Google Scholar
  101. 101.
    Vgl. BGHZ 80, 129, 141 ff; K. Schmidt, Gesellschaftsrecht, a.a.O., § 11 IV.2 m. w. Nachw.Google Scholar
  102. 102.
    A.a.O., Fn. 17.Google Scholar
  103. 103.
    Ausführlich mit Beispielen s. Mohemius, GmbHRdsch. 1997, 384 ff.Google Scholar
  104. 104.
    Wiegand, BB 1999, 1065, 1066, 1071 f.Google Scholar
  105. 105.
    Gegen die Relevanz dieses Arguments aber Raab, WM 1999, 604 ff.; das Bemühen von Raab um dogmatische Stimmigkeit ist zweifellos anzuerkennen, erscheint aber überzogen, wenn derart praktischen Gesichtspunkten die Relevanz vollständig versagt wird.Google Scholar
  106. 106.
    Ähnlich Wiegand, a.a.O.Google Scholar
  107. 107.
    S. die Nachw. ?., Fn. 7.Google Scholar
  108. 108.
    Statt vieler Schmidt, Gesellschaftsrecht, 3. Aufl. 1996, § 34 III 3b/bb.Google Scholar
  109. 109.
    Vgl. nur Lutter/Hommelhoff, § 11 Rdn. 6; Baumb./Hueck, § 11 Rdn. 19; Hachenburg/ Ulmer, § 11 Rdn. 54 ff.Google Scholar
  110. 110.
    Denn die Haftung der Gesellschafter der Vor-GmbH war auf die Einlage begrenzt, während die Vorbelastungshaftung bis zur doppelten Einlagenerbringung führen kann, s.o. zu Abschnitt 4.1.Google Scholar
  111. 111.
    S. die Nachw. bei Lutter/Hommelhoff, a.a.O., Fn.7.Google Scholar
  112. 112.
    Vgl. die Internet-Angaben Fn. 17.Google Scholar
  113. 113.
    Siehe oben (Abschnitt 3.3).Google Scholar
  114. 114.
    A.a.O.,Fn. 10.Google Scholar
  115. 115.
    S. nähero. zull.l.Google Scholar
  116. 116.
    Siehe oben (Abschnitt 3.2).Google Scholar
  117. 117.
    BGHZ 15, 206; 53, 213; NJW 1973, 798; Baumb./Hueck, § 11 Rdn. 48.Google Scholar
  118. 118.
    Siehe oben (Abschnitt 3.3).Google Scholar
  119. 119.
    A.a.O.,Fn. 1.Google Scholar
  120. 120.
    Vgl. nur V. Emmerich, Kartellrecht, 8. Aufl. 1999, 136 ff.Google Scholar
  121. 121.
    Vgl. etwa den Ausschussbericht, Drs. BT 7/765, 10 f.Google Scholar

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • Harald Herrmann

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