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Technischer Fortschritt in ökonomischen Modellen

  • Stefan Vögele
Part of the Umwelt- und Ressourcenökonomie book series (UMWELTRESS)

Zusammenfassung

Die Erforschung des technischen Fortschritts und seiner Auswirkungen hat eine lange Tradition. So beschäftigten sich schon Adam Smith, Karl Marx und Alfred Marshall mit dem technischen Fortschritt und den dadurch ausgelösten Effekten. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang auch Schumpeter. Für ihn war der technische Fortschritt der „… fundamentalen Antrieb, der die kapitalistische Maschine in Bewegung setzt und hält“ (SCHUMPETER 1950:136) dar. Neue Bedeutung erlangt die Erforschung des technischen Fortschritts im Rahmen der zunehmenden Umweltprobleme. So befassen sich immer mehr Autoren mit der Frage wie technischer Fortschritt so gelenkt werden kann, daß umweltpolitische Ziele erreicht werden können.1

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Notes

  1. 1.
    Beispiele für die zahlreichen Modelle, die sich mit energiewirtschaftlichen Fragestellungen befassen, sind bei MOLT/ FAHL (1997) zu finden.Google Scholar
  2. 2.
    Unter einem „Paradigma“ im ökonomischen Sinn versteht man die Menge an Entwicklungen und Entwicklungsmöglichkeiten, die zur Lösung einer techno-ökonomischen Problemstellung dienen (Dosi 1988:1127).Google Scholar
  3. 3.
    FRITSCH (1991:5) weist darauf hin, daß Kostensenkungspotentiale teilweise nicht signifikant für das Innovationsverhalten sind.Google Scholar
  4. 4.
    Zu beachten ist, daß neue Techniken i.d.R. nur dann zu einem Vorteil führen, wenn der Innovator die anderen Wettbewerber von der Nutzung der Neuerung ausschließen kann. Entsprechend kommt dem Patentschutz eine wichtige Rolle zu (PARKER 1978:74).Google Scholar
  5. 5.
    Beispiele für die zeitliche Verzögerung zwischen Invention und Innovation sind bei MARCHETTI (1980:555 f.) zu finden.Google Scholar
  6. 6.
    Erste Modelle mit Jahrgangskonzepten wurden von JOHANSEN (1959), SOLOW (1959), SOLOW ET AL. (1966) und PHELPS (1962) verwendet.Google Scholar
  7. 7.
    Ein weiterer Teil der Entwicklung der Produktionskoeffizienten wird in diesen Modellen durch Preisveränderungen erklärt.Google Scholar
  8. 8.
    So liegen bevor „ein Produktionsprozeß in Serie geht, […] die Pläne und Kalkulationen (und damit das Wissen über künftige Kostenanteile) bei den Verantwortlichen vor.“ (RICHTER 1991:232).Google Scholar
  9. 9.
    Als kritisch ist insbesondere die i.d.R. unterstellte Annahme der perfekten Information anzusehen (vgl. MEYER ET AL. 1999:38). Die Verwendbarkeit von neoklassischen Optimierungskalkülen wird zudem eingeschränkt, da teilweise verschiedene Optimierungskalküle unter unterschiedlichen Restriktionen gleichzeitig verfolgt werden, wodurch eine Zuordnung von ökonomischen Aktivitäten zu einem bestimmten Optimierungskalkül oft nicht möglich ist. Außerdem besteht teilweise zwischen den Entscheidungen, die aufgrund eines Optimierungskalküls gefällt werden und den dadurch induzierten ökonomischen Handlungen eine zeitliche Verzögerung, wodurch u.U. Effekte überlagert werden. Hinzu kommt noch, daß mit substitutionalen Produktionsfunktionen die tatsächlichen Substitutionsmöglichkeiten nur bedingt erfaßt werden können. Insbesondere die kurz-, mittel-und langfristigen Substitutionsmöglichkeiten auf disaggregierter Ebene können aufgrund von Schätzproblemen und technischer Restriktionen i.d.R. nicht realitätsnah mit substitutionalen Produktionsfunktionen beschrieben werden (siehe Abschnitt 3.2.4)Google Scholar
  10. 10.
    vgl. COOMBS/SAVOTTTI/WALSH (1987), BRENDEMOEN (1993), CONRAD/SCHMIDT (1995), WEST (1995), BöHRINGER (1996).Google Scholar
  11. 11.
    Hieraus folgt z.B. die uneingeschränkte Mobilität von Arbeitskräften zwischen den einzelnen Sektoren.Google Scholar
  12. 12.
    Die neo-österreichische Kapitaltheorie beruht auf den Arbeiten von BöHM-BAWERK (1921) und HICKS (1965, 1973). Weiterentwickelt wurde sie u.a. durch VON WEIZSäCKER (1971), JAKSCH (1975) und FABER (1979).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001

Authors and Affiliations

  • Stefan Vögele
    • 1
  1. 1.AachenDeutschland

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