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Die ökonomischen Bevölkerungstheorien

  • Frank Jöst
Chapter
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Part of the Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge book series (WIRTSCH.BEITR., volume 184)

Zusammenfassung

Die tatsächliche Bevölkerungsentwicklung im 19. Jahrhundert hat Malthus düstere Prognosen nicht bestätigt. Spätestens seit den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts setzte in nahezu allen europäischen Staaten und in Nordamerika, Australien sowie Neuseeland ein dauerhafter Rückgang der Fertilitätsraten ein, der von einem stetigen Anstieg der Einkommen begleitet wurde (Chesnais 1992:112ff und 354ff). Mit der günstigen realen Entwicklung waren die malthusianischen Überlegungen allerdings nicht ein für alle Mal widerlegt. Die Auseinandersetzung mit seinen Ideen spielt bis in die Gegenwart hinein eine wichtige Rolle in Studien über die Bevölkerungsproblematik. Dabei stehen sich, wie wir bereits in 1.2.2 dargelegt haben, häufig zwei entgegengesetzte Auffassungen über die Determinanten und Folgen der Bevölkerungsentwicklung gegenüber. Auf der einen Seite werden gerade malthusianische Positionen häufig von Ökologen vertreten. Beispiele hierfür sind die Arbeiten von Ehrlich (1968) und Ehrlich, Ehrlich (1990). Nach Ansicht dieser Wissenschaftler ist es nicht der begrenzte Nahrungsspielraum, der die Bevölkerungsentwicklung korrigiert, sondern die begrenzten Schadstoffaufnahmekapazitäten der Erde, die bei einer weiter wachsenden Bevölkerung zu einer Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen führen können, was wiederum auf die Bevölkerungsentwicklung zurückwirkt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2002

Authors and Affiliations

  • Frank Jöst
    • 1
  1. 1.Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie II / Alfred-Weber-InstitutRuprecht-Karls-Universität HeidelbergHeidelberg

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