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Die Mannheimer Gründungspanels des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)

  • Matthias Almus
  • Dirk Engel
  • Susanne Prantl

Zusammenfassung

Seit seiner Gründung arbeitet das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW) in Kooperation mit der Firma Creditreform am Aufbau mehrerer Paneldateien zu deutschen und österreichischen Unternehmen. Erstmals im Juli 1989 wurden Informationen zu einer Stichprobe mit 12 Tsd. westdeutschen Unternehmen, geschichtet nach Wirtschaftszweigen und Beschäftigtengrößenklassen, von Creditreform für den Aufbau des Mannheimer Unternehmenspanels (MUP) bereitgestellt.1 Halbjährliche Datenabzüge (Wellen), welche die jeweils aktuellen Informationen aus der Datenbank von Creditreform zu den ausgewählten Unternehmen enthalten, sind die Bausteine für die gewünschte Panelstruktur.

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Note

  1. 1.
    Creditreform ist die größte deutsche Kreditauskunftei, die über eine umfassende Datenbank zu deutschen Unternehmen verfügt. Die Zusammenarbeit mit Creditreform geht auf das von Prof. Dr. Stahl, Universität Mannheim, initiierte und von der Stiftung Volkswagenwerk unterstützte Projekt zum Thema „Dynamik der Arbeitsplatzerzeugung“ zurück. Im Mittelpunkt dieses Projektes stand der Aufbau einer repräsentativen Paneldatei für bundesdeutsche Unternehmen (MUP) und die Analyse der Arbeitsplatzentwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen. Seit 1991 werden diese Arbeiten in enger Kooperation mit Prof. Dr. Stahl am ZEW fortgesetzt (vgl. Stahl, 1991;Harhoff et al., 1998).Google Scholar
  2. 2.
    Seit 1996 werden zudem alle von Creditreform angelegten Datensätze zu österreichischen Unternehmen überspielt und in das ZEW-Gründungspanel Österreich integriert.Google Scholar
  3. 3.
    Harhoff et al. (1998) wiesen einen Zusammenhang zwischen Rechtsform bzw. Unternehmensgröße auf der einen Seite und der Wahrscheinlichkeit der Aktualisierung des Datensatzes auf der anderen Seite nach.Google Scholar
  4. 4.
    Nach der Arbeitsstättenzählung 1987 weisen 95 % der Unternehmen nur einen Betrieb auf (vgl. Harhoff und Steil, 1997).Google Scholar
  5. 5.
    In der Gewerbeanzeigenstatistik werden Hauptniederlassungen, die echte Neuerrichtungen im Sinne eines erstmaligen Aufbaus einer betrieblichen Faktorkombination durch eine natürliche oder juristische Person darstellen, nicht nach dem Merkmal der „Selbstständigkeit“ der Unternehmensgründung unterschieden (vgl. Statistisches Bundesamt, 1999).Google Scholar
  6. 6.
    Ein größerer zeitlicher Abstand zwischen Erfassung der ersten Beschäftigtenangabe und dem Gründungszeitpunkt wäre vor dem Hintergrund der Ergebnisse zahlreicher Arbeiten zum Wachstum von Unternehmen nicht zu vertreten. Diese Analysen zeigen, dass gerade in den ersten Jahren nach Gründung hohe Wachstumsraten bei Unternehmen mit geringer Startgröße zu beobachten sind (vgl. u.a. Almus et al., 1999).Google Scholar
  7. 7.
    Auf die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Beschreibung der aktuellen Gründungsdynamik wird in Kapitel 5.2 näher eingegangen.Google Scholar
  8. 8.
    Dabei werden die Textfelder auf die Existenz bestimmter Wortketten hin untersucht, die als Hinweise für Übernahmen, Sitzverlegungen, „Mutter“-„ Tochter“ Beziehungen etc. gelten.Google Scholar
  9. 9.
    Nach der Gewerbeanzeigenstatistik entfallen im Jahr 1998 ca. 5 % aller Neuerrichtungen auf Neuerrichtungen infolge von Verlagerungen (vgl. Statistisches Bundesamt, 1999).Google Scholar
  10. 10.
    Im Unternehmensregister 1996 ist die hier beschriebene Analyse nicht möglich.Google Scholar
  11. 11.
    Zu Handelsregistereintragungen sind nach § 1 Abs. 2 HGB alle Personen-und Kapitalgesellschaften sowie alle als Handelsgewerbe geführten Einzelfirmen verpflichtet. Nicht eintragungspflichtig sind Freiberufler, Unternehmen der Land-und Forstwirtschaft, BGB-Gesellschaften und Einzelfirmen, die als Kleinbetriebe geführt werden und somit keiner Einrichtung eines kaufmännischen Geschäftsbetriebs bedürfen.Google Scholar
  12. 12.
    Aufgrund der von Creditreform praktizierten Vergabe von Sperrvermerken weist beispielsweise der Sperrvermerk 99 („ Datensatz gelöscht, Firma erloschen …“) entgegen der Erläuterung im Datenbank-Handbuch keineswegs mit großer Sicherheit und auch nicht mit signifikant höherer Wahrscheinlichkeit als einige andere Sperrvermerke auf ein Schließungsereignis hin.Google Scholar
  13. 13.
    Die amtliche Statistik nimmt hingegen Handwerksbetriebe erst ab 20 Mitarbeitern in den Berichtskreis auf, so dass sich eine Trennung zwischen Schließungen und Beschäftigungsabsenkungen unter 20 Mitarbeiter nur relativ schwer realisieren lässt.Google Scholar
  14. 14.
    Spaltungen durch Ausgliederungen können auch von Einzelunternehmen vorgenommen werden.Google Scholar
  15. 15.
    Dies schließt allerdings nicht aus, dass sich recherchebedingte Verschiebungen in der regionalen Struktur der Gründungen ergeben können, wenn Veränderungen in der dezentralen Struktur von Creditreform auftreten. Bei jeder neuen Welle wird eine sorgfältige Prüfung der regionalen Struktur von Gründungen durchgeführt, die grundsätzlich eine Verlässlichkeit der ausgewiesenen Daten impliziert.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2002

Authors and Affiliations

  • Matthias Almus
  • Dirk Engel
  • Susanne Prantl

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