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Die Bedeutung des - geschlechtsspezifischen - Krankheitsverhaltens

  • Heinz Häfner
Part of the Schriften der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften book series (SCHRIFTMATH, volume 7)

Zusammenfassung

In einem nächsten Schritt haben wir den symptombezogenen und den sozialen Verlauf der Krankheit über 5 Jahre ab Erstaufnahme untersucht. Das MaIs der Gesamtsymptomatik (CATEGO-Symptomscore) und die Teilmaße der psychotischen und der unspezifischen Symptomatik zeigen über die sechs Querschnitte hinweg einen ausgesprochen parallelen Verlauf mit geringem Abstand und keine signifikanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Vergleicht man dagegen den sozialen Verlauf zwischen Männern und Frauen an den erwähnten 8, bei Männern signifikant häufigeren sozial aversiven Verhaltensweisen, dann wird ein hochsignifikanter Unterschied über den gesamten Verlauf hinweg deutlich (Abb. 6). Dies ist ein erster Hinweis darauf, daß außer dem unterschiedlichen sozialen Entwicklungsstand der Geschlechter beim Krankheitsausbruch auch das sozial aversive Krankheitsverhalten der Männer einen ungünstigen Einfluß auf den sozialen Verlauf der Schizophrenie mindestens über die von uns untersuchte Periode von 5 Jahren ab Erstaufnahme ausüben könnte.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • Heinz Häfner
    • 1
  1. 1.Zentralinstitut für Seelische GesundheitMannheim

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