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Zusammenfassung

Die Schizophrenie ist eine in allen bisher untersuchten Kulturen in annähernd gleicher Häufigkeit und mit annähernd gleichen Symptomen auftretende Erkrankung. Sie führt meist zu schwerwiegenden Folgen für die von der Krankheit Betroffenen, für ihre Familien und trotz ihrer relativen Seltenheit auch für die Volkswirtschaft: Nur knapp ein Fünftel der Ersterkrankungen heilt ohne Rückfälle und überdauernde Folgen aus. Die Mehrzahl der Ersterkrankungen führt, bei hoher Variabilität der Verläufe, zu Rückfällen und zu überdauernden, mehr oder weniger schweren sozialen und kognitiven Behinderungen. Die Lebenszeitprävalenz, d.h. das Risiko, wenigstens einmal im Laufe des Lebens an Schizophrenie zu erkranken, liegt bei 0,8-1,0% der Bevölkerung und damit wesentlich niedriger als jenes der großen Zivilisationskrankheiten. Dennoch rangiert die Schizophrenie, gemessen an der Zahl der durch Behinderung verlorenen Lebensjahre, in der Altersgruppe der 15-44Jährigen an der vierten Stelle aller Erkrankungen in den entwickelten Ländern (Murray & Lopez 1996), wie Tabelle 1 zeigt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • Heinz Häfner
    • 1
  1. 1.Zentralinstitut für Seelische GesundheitMannheim

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