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Grundlagen

  • Frank Figge
Chapter
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Part of the Umweltnatur- & Umweltsozialwissenschaften book series (UMWELTNATUR)

Zusammenfassung

Umweltfragen gewinnen heute in immer mehr Entscheidungen an Bedeutung. Ob es sich um die Wahl eines Produkts durch einen Konsumenten oder eines Fertigungsprozesses durch einen Unternehmer handelt, immer öfter werden — neben anderen Aspekten—auch Umweltfragen berücksichtigt. Der Grund hierfür ist aus ökonomischer Sicht in der Verknappung des ehemals freien Guts „Umwelt“ zu suchen.1 Viele Menschen nehmen diese Verknappung als Umweltkrise wahr. Die zunehmende Belastung der natürlichen Umwelt macht aus dem ehemals freien Gut „Umwelt“ ein knappes Gut. Der Verlust von fruchtbarem Ackerboden oder abnehmende Wasserreserven sind in manchen Ländern offensichtliche Zeichen einer solchen Verknappung. Aber auch globale Umweltprobleme, wie beispielsweise der Treibhauseffekt, der Abbau der stratosphärischen Ozonschicht („Ozonloch“) oder aber der Rückgang der Biodiversität stellen eine solche Verknappung dar.

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Notes

  1. 1.
    Vgl. FREY 1993, S. 9, FREY 1997, S. l67Tff., Frey/Blöchliger 1991, S. 310“., Frey et al. 1991, S. 25f., Siebert 1995, S. 3ff., 159ff.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. hierzu auch Cansier 1996, S. 13Í., Pearce 1993, S. 4f., Pillet 1993, S. 79ff., SIEBERT 1995, S. 45f., óSff., TISCHLER 1994, S. 8ff. Ein Zeichen für die zunehmende ökonomische Bedeutung von Umweltaspekten ist, daß in den letzten Jahren vermehrt die Integration von Umweltaspekten in die Unternehmensbewertung diskutiert wird. Vgl. hierzu auch EPSTEIN 1996, FlGGE/SCHALTEGGER 1997, FlGGE/SCHALTEGGER 1998, MÜLLER/WITTKE 1998, SCHALTEGGER/FlGGE 1997, WBCSD 1997.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. zum ökologischen Rechnungswesen und für eine Übersicht über die verschiedenen Ansätze der Ökobilanzierung Hofstetter/Braunschweig 1994, Schaltegger/Sturm 1994, Schreiber 1994.Google Scholar
  4. 4.
    Als Anspruchsgruppe (Stakeholder) werden Gruppen bezeichnet, die zur Erreichung ihrer eigenen Ziele von dem Unternehmen abhängen und von denen das Unternehmen ebenfalls zur Erreichung seiner Ziele abhängt (vgl. Freeman 1984, S. 41).Google Scholar
  5. 5.
    Schon die Bewertung einzelner Produkte über mehrere Produktlebensphasen kann sich unter Öko-Effizienz-Aspekten als wenig sinnvoll herausstellen (vgl. Schaltegger MIT Müller/Hindrichsen 1996, S. 175ff). Die Öko-Effizienz eines Umweltmanagementinstruments besteht aus dem Verhältnis zwischen geschaffenen ökologischen Nutzen und den (ökonomischen) Kosten (vgl. Schaltegger 1996).Google Scholar
  6. 6.
    Der Begriff „Öko-Rating“ ist in der Praxis entstanden. Eine klare Abgrenzung zu verwandten Begriffen wird in der Praxis nicht vorgenommen. Die folgenden Begriffsdefinitionen grenzen Öko-Rating daher von anderen (Ökologie-Der Begriff „ökologisch“ wird in der Praxis meist nicht in seinem ursprünglichen biologischen Sinn, sondern im Sinn von ökologieorientiert, ökologiebewußt oder ökologiegerecht eingesetzt. Es wird in dieser Arbeit dieser Verwendung des Begriffs „ökologisch“ gefolgt (Vgl. hierzu auch Schaltegger/Sturm 1994, S.7f.).Google Scholar
  7. 7.
    Vgl.Sönnichsen 1992, S. 103, everling 1991, S. 22.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Sönnichsen 1992, S. 104.Google Scholar
  9. 9.
    Steiner 1992, S. 509.Google Scholar
  10. 10.
    Serfling/Pries 1990, S. 381.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Everling 1991, S. 23f.Google Scholar
  12. 12.
    Everling 1995, Spalte 1601.Google Scholar
  13. 13.
    Everling 1995, Spalte 1601.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. Chanson 1992, Figge 1995, S. 46. Es existieren seit längerem Organisationen, die ein Screening von Unternehmen in bezug auf ökologische oder soziale Kriterien anbieten. Diese Organisationen erstellen in der Regel für jedes betrachtete Unternehmen ein Profil, das Investoren zur Entscheidungsunterstützung dienen soll. Solche Profile geben Aufschluß darüber, inwieweit Unternehmen die einzelnen Ziele erfüllen. Im Gegensatz zum Öko-Rating wird allerdings keine Aggregation zu einem Gesamturteil vorgenommen. Diese Organisationen (z.B. Investor Responsibility Research Center [IRRC], Council on Economic Priorities [CEP]) und die von ihnen angewandten Verfahren sind nicht Gegenstand dieser Arbeit.Google Scholar
  15. 15.
    Wlttmann 1959, S. 14.Google Scholar
  16. 16.
    Wobei dem Wort „Entscheidungen“ in diesem Zusammenhang eine sehr weite Interpretation zugrunde gelegt werden kann.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. Schaltegger/Kubat 1994, S. 42, Schaltegger/Sturm 1994, S. 7f., 48.Google Scholar
  18. 18.
    SChulz 1995, S. 305. Vgl. zum Begriff der Stakeholder auch Fußnote 4, S. 2.Google Scholar
  19. 19.
    Es wird hier davon ausgegangen, daß es das Ziel der Unternehmen ist, ihre Stakeholder durch die ökologieorientierte Berichterstattung in ihren Entscheidungen zu unterstützen. Es handelt sich aus diesem Grund nicht (nur) um ökologieorientierte Daten, sondern um ökologieorientierte Informationen.Google Scholar
  20. 20.
    Diese etymologische Betrachtung geht, dem allgemeinen Sprachgebrauch folgend, davon aus, daß das Präfix „Öko“ stellvertretend für ökologieorientiert steht. Hiervon wird auch im weiteren ausgegangen.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl.Cube 1965, S. 58.Google Scholar
  22. 22.
    Wobei Handlungen im weitesten Sinne, d.h. ausdrücklich auch als Unterlassung einer Handlung interpretiert werden können.Google Scholar
  23. 23.
    Eine Alternative kann allerdings durchaus daraus bestehen, daß mehrere Handlungen durchgeführt werden. So ist es beispielsweise möglich, daß eine Alternative daraus besteht, mehrere Aktien zu kaufen oder zu verkaufen.Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. hierzu beispielsweise Eisenführ/Weber 1994, S. 9.Google Scholar
  25. 25.
    Wobei es durchaus möglich ist, daß eine Alternative eine sogenannte Nullalternative, d.h. die Möglichkeit nichts zu tun, ist.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. hierzu besonders Keeney 1996, S. 9ff., 26f., l98ff., 226ff., Keeney/Raiffa 1976, S. 11,545f., Eisenführ/Weber 1994, S. 71ff.Google Scholar
  27. 27.
    Vgl. z.B. Bamberg/Coenenberg 1996, S. 16f.Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. z.B.Kleinewefers/Jans 1983, S. 15, Kromphardt 1982, S. 906.Google Scholar
  29. 29.
    Vgl. hierzu auch Eisenführ/Weber 1994, S. 9f. Die Autoren nehmen allerdings eine leicht andere Aufteilung vor, indem sie Ziele und Präferenzen zusammenfassen und die erwarteten Wirkungen von Entscheidungen als weiteres Element aufnehmen. Es muß freilich beachtet werden, daß der Ausdruck Dekomposition nicht der Aufteilung von Bewertungssituationen in Ziele, Präferenzen, Alternativen und Umweltzustände vorbehalten ist. So wird beispielsweise auch die Untergliederung von Zielen in untergeordnete Ziele mit dem Zweck des separaten Ableitens von Kriterien als Dekomposition bezeichnet (vgl. beispielsweise Keeney 1996, S. 119, Kenney/Raiffa 1976, S. 51).Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. Eisenführ/Weber1994, S. 32ff. Die Terminologie ist in diesem Bereich in der Entscheidungstheorie nicht einheitlich. Was im folgenden als Kriterien bezeichnet wird, wird in der Literatur oft beispielsweise auch als Attribute oder Zielgrößen bezeichnet (vgl. beispielsweise Eisenführ/Weber1994, S. 30). In der Praxis werden allerdings vielfach aus Kriterien Ziele abgeleitet. Dies ist als bedenklich einzustufen, da sich die Zielbildung nicht mehr an den Bedürfnissen des Entscheiders, sondern an zufällig vorhandenen, scheinbar „objektiven“ Kriterien orientiert. Bei „Treibhauseffekt“, „Übersäuerung“ und „Überdüngung“ handelt es sich um Umweltprobleme. Zur Bewertung von Produkten werden heute oftmals die Beiträge der Produkte während der verschiedenen Lebensphasen (z.B. Produktion, Gebrauch) zu den Umweltproblemen miteinander verglichen. Vgl. zu dieser umweltproblemorientierten Vorgehensweise Heijungs ET AL. 1992a.Google Scholar
  31. 34.
    Vgl. zu den Kriterien für die Umweltprobleme „Treibhauseffekt“, Übersäuerung“ und „Überdüngung“ und ihre Berechnung Heijungs ETAL. 1992a, S. 44f., 66Í., 86f.Google Scholar
  32. 35.
    Vgl. zu den verschiedenen Präferenzarten auch Szyperski/Winand 1974, S. 48.Google Scholar
  33. 36.
    Sicherheitspräferenzen geben wieder, wie Ergebnisse mit unterschiedlichen Sicherheitsgraden zu bewerten sind. Zeitpräferenzen beschreiben, wie frühere im Vergleich zu späteren Ergebnissen einzuschätzen sind. Durchsetzungspräferenzen erlauben eine Bewertung der unterschiedlich starken Schwierigkeiten, die mit der Durchsetzung eines Ergebnisses verbunden sind. Vgl. zu allen drei Präferenzarten Szyperski/Winand 1974, S.48.Google Scholar
  34. 37.
    Vgl.Rehkugler/Schindel 1985, S. 59ff.,Schneeweib 1991, S. 95f., Szyperski/Winand 1974, S. 48.Google Scholar
  35. 38.
    Vgl. Rehkugler/Schindel 1985, S. 61f., Schneeweib 1991, S. 95f., Szyperski/Winand 1974, S. 48.Google Scholar
  36. 39.
    Vgl. für eine nähere Beschreibung von Indifferenzkurven ein grundlegendes Werk zur MikroÖkonomie (z.B. Varian 1989, S. 35.).Google Scholar
  37. 40.
    Detailliertere Ausführungen zu Präferenzen finden sich in allen grundlegenden Werken der MikroÖkonomie (vgl. z.B. varian 1989, S. B1ff.).Google Scholar
  38. 41.
    Vgl. Heijungs ET AL. 1992a, S. 66. Es wird für dieses Beispiel ein Zeithorizont von 100 Jahren vorausgesetzt.Google Scholar
  39. 42.
    Vgl. z.B. Bamberg/Coenenberg 1996, S. 16f.Google Scholar
  40. 43.
    Es wird häufig davon ausgegangen, daß der Entscheider beim Vorliegen von Unsicherheit bestenfalls Vermutungen über die Wahrscheinlichkeiten anstellen kann (Vgl. für diese Unterscheidung Knight 1921, 197ff.). Vgl. hierzu auch Gäfgen 1974, S. 325ff., Luce/Raiffa 1966, S. 13.Google Scholar
  41. 44.
    Vgl. zur Unterscheidung von Risiko und Unsicherheit Mag 1980, S. 479, Mag 1990, S. 74.Google Scholar
  42. 45.
    Vgl. zu Sicherheitspräferenzen auch Fußnote 36, S. 15.Google Scholar
  43. 46.
    Vgl. zur umweltproblemorientierten Vorgehensweise auch Fußnote 33, S. 13.Google Scholar
  44. 47.
    Die umgekehrte Schlußfolgerung ist auf der anderen Seite natürlich auch zulässig. Wurde der Treibhauseffekt als relevantes Umweltproblem in der Bewertung berücksichtigt und stellt sich heraus, daß er kein relevantes Umweltproblem ist, ist es ebenfalls zu einer Fehlbewertung gekommen.Google Scholar
  45. 48.
    Vgl. Colborn et AL. 1997.Google Scholar
  46. 49.
    Vgl. zum Begriff der Dominanz z.B. Keeney/RAIFFA 1976, S. 69f., Schneeweiß 1991, S. 112f.Google Scholar
  47. 50.
    Wobei dies letztlich von den Präferenzen des Entscheiders abhängt. Hat ein Ziel nämlich eine solch hohe Bedeutung für einen Entscheider, daß schon ein minimal schlechteres Abschneiden in bezug auf dieses Ziel nicht mehr kompensiert werden kann, kann man sich in einem ersten Schritt auf die Teilbewertung der Alternativen in bezug auf dieses Ziel beschränken. Nur wenn zwei Alternativen gleich gut abschneiden, ist es notwendig, die betroffenen Alternativen auch in bezug auf weitere Ziele hin zu untersuchen.Google Scholar
  48. 51.
    Vgl. hierzu auch den Kasten „Alternativen“, S. 21.Google Scholar
  49. 52.
    Die Kosten-Nutzen-Analyse wird synonym auch als Ertrags-Kosten, Kosten-Ertrags-Analyse oder Cost-Benefit-Analysis bezeichnet (vgl.Frey 1978, S. 268).Google Scholar
  50. 53.
    Vgl. z.B. witte 1989, S. 14.Google Scholar
  51. 54.
    Vgl. zur Kosten-Nutzen-Analyse Frey 1978, Frey 1997, Witte 1989, Hanusch 1994, Ossadnik 1988, S. 63f, Willekeetal. 1979., S. 7f.Google Scholar
  52. 55.
    Vgl. zur Kosten-Wirksamkeits-Analyse z.B. Hanusch 1994, S. 159ff.Google Scholar
  53. 56.
    Vgl. Hanusch 1994, S. 173. Auf die Nutzwertanalyse wird später noch näher eingegangen werden.Google Scholar
  54. 57.
    Dies wurde u.a. am „Umweltgipfel“ der Schweizer Banken am 11.12.1997 bei der Credit Suisse in Zürich von Vertretern der beteiligten Banken bestätigt.Google Scholar
  55. 58.
    In der Entscheidungstheorie wird in diesem Zusammenhang meist zwischen Nutzen- und Wertfunktionen unterschieden. Liegt eine Entscheidung unter Sicherheit vor, so wird der Begriff Wertfunktion verwendet. Andernfalls werden sie als Nutzenfunktionen bezeichnet (vgl. z.B. Keeney 1996, S. 13lf., Weber 1983, S. 90f.). Da diese Unterscheidung im folgenden von keiner weiteren Bedeutung ist, wird auf sie in dieser Arbeit verzichtet.Google Scholar
  56. 59.
    Im Rahmen von Öko-Ratings werden häufig Entscheidung und Bewertung von unterschiedlichen Personen oder Institutionen vorgenommen. Auf die mit dieser Delegation von ökologieorientierten Bewertungen verbundenen Probleme wird im folgenden Abschnitt (2.3) näher eingegangen.Google Scholar
  57. 60.
    Unternehmen C wird aus derselben Begründung heraus natürlich auch Unternehmen A vorgezogen.Google Scholar
  58. 61.
    Daß eine Unternehmung in diesem Fall auf zwei Indifferenzkurven liegen kann, ist darauf zurückzuführen, daß in der Abbildung Indifferenzkurven von zwei verschiedenen Wirtschaftssubjekten (Entscheider und Bewerter) abgebildet werden.Google Scholar
  59. 62.
    Vgl. bezüglich der Delegation von Entscheidungen als Entscheidungsproblem auch Laux 1993, S. 203ff.Google Scholar
  60. 63.
    Eine Delegation der Bewertung ist selbstverständlich auch dann vorteilhaft, wenn einer verbesserten Qualität der Bewertung identische Kosten gegenüberstehen oder aber beide Effekte, d.h. eine bessere Qualität bei niedrigeren Kosten, resultieren. Eine Betrachtung der informationsökonomischen Aspekte der Delegation einer Bewertung wird im folgenden Abschnitt (2.3.2) vorgenommen.Google Scholar
  61. 64.
    Die Bewertung der Fähigkeit von Unternehmen, ihren Zins-und Tilgungsverpflichtungen nachzukommen, durch Rating-Agenturen wie Standard&Poor’s und Moody’s entspricht einer solchen Delegation auf eine gemeinsame Institution.Google Scholar
  62. 65.
    Vgl. hierzu auch „2.3.3 Agency-Problematik“.Google Scholar
  63. 66.
    Die Aufgabe des Experten beschränkt sich nicht notwendigerweise auf die Operationali-sierung von vom Entscheider vorgegebenen Zielen. Es ist auch möglich, daß sich im Laufe der Zeit neue Ziele ergeben, die der Experte frühzeitig erkennt oder daß der Experte auf mögliche Ziele hinweist, deren Berücksichtigung seiner Auffassung nach für den Entscheider von Interesse sein könnte.Google Scholar
  64. 67.
    Vgl. zum Begriff der Risikoaversion auch Fußnote 79, S. 34.Google Scholar
  65. 68.
    VgI. für eine Übersicht über verschiedene zweiparametrische („Lukrativität“ und Unsicherheit) Entscheidungsmaximen Gäfgen 1974, S. 372ff.Google Scholar
  66. 71.
    Wobei unter dem Begriff Risiko hier auch Unsicherheit subsumiert wird. Vgl. zu der Unterscheidung zwischen Risiko und Unsicherheit auch generell Abschnitt „2.2.3 Umweltzustände“ und im speziellen die in Fußnoten 43, S. 19 und 44, S. 19 angegebene Literatur.Google Scholar
  67. 72.
    Laux1991, S. 281.Google Scholar
  68. 73.
    Der Grenznutzen der Informationssuche ergibt sich in diesem Fall aus den durch die Informationssuche zusätzlich resultierenden Erträgen der Entscheidung bzw. den vermiedenen Risiken.Google Scholar
  69. 74.
    Dies läßt sich aus einem Artikel von Stigler ableiten. In dem dort beschriebenen Fall wurde die Informationssuche eingesetzt, um einen günstigen Autopreis zu ermitteln. Es wurdeGoogle Scholar
  70. 75.
    Der erwartete, zusätzliche Ertrag ist natürlich auf den Zeitpunkt der Informationssuche zu diskontieren.Google Scholar
  71. 76.
    Vgl. zu Klubgütern Buchanan 1965, Boadway/Wildasin 1984, S. 96ff.Google Scholar
  72. 77.
    Vgl. z.B. Streit 1983, S. 58.Google Scholar
  73. 78.
    Bei der Beschreibung von Klubgütern wird allerdings sehr oft davon ausgegangen, daß der Grenznutzen des Gutes ab einer gewissen Anzahl von Klubmitgliedern sinkt. In einem solchen Fall ist keine Maximierung der Anzahl der Klubmitglieder, sondern eine Optimierung anzustreben. Dieser sinkende Grenznutzen stellt aber keine notwendige Bedingung dar (vgl. Buchanan 1965, Fußnote 1, S. 8).Google Scholar
  74. 79.
    Man kann sich auch im Fall des Öko-Ratings durchaus Situationen vorstellen, in denen es durch die gemeinsame Nutzung des Öko-Ratings zu einer Nutzenminderung kommt. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn sich der Nutzer des Öko-Ratings erhofft, durch das Öko-Rating gegenüber den anderen Marktteilnehmern einen Informationsvorsprung zu erhalten. Je mehr Marktteilnehmer an dem Öko-Rating teilhaben, desto kleiner wird auch der Informationsvorsprung. Es ist allerdings davon auszugehen, daß dies in der Praxis in Anbetracht der Größe der relevanten Märkte keinen materiellen Einfluß auf die Investitionen der Nutzer eines Öko-Ratings hat.Google Scholar
  75. 80.
    Eine hervorragende Übersicht über die Agency Theorie gibt Elsenhardt 1989.Google Scholar
  76. 81.
    Vgl. z.B. BAIMAN/Evans 1983, Gjesdal 1982, Ross 1973, Shavell 1979, Spremann 1989, S. 3.Google Scholar
  77. 82.
    Kosten sind in diesem Fall im weitesten Sinne, d.h. nicht nur monetär, zu interpretieren.Google Scholar
  78. 83.
    Vgl. z.B.Elsenhardt 1989, S. 58.Google Scholar
  79. 84.
    Vgl. z.B. Elsenhardt 1989, S. 61, Holmström 1979, Macho-Stadler/Perez-Castrillo 1997, S. 9ff, S. 35ff, Salame 1997, S. 107ff. Der Begriff „Moral hazard“ hat seinen Ursprung in der SchiffahrtsVersicherung. Er beschreibt dort im weitesten Sinne die Gefahr, daß der Versicherungsnehmer die Versicherung betrügt (Vgl. Borch 1990, S. 317, 325ff.). So besteht im Rahmen eines Versicherungsverhältnisses beispielsweise die Gefahr, daß der Versicherungsnehmer nicht die vertraglich vereinbarten Maßnahmen durchführt, Schäden zu verhindern.Google Scholar
  80. 85.
    Vgl. hierzu auch Fußnote 70, S. 30.Google Scholar
  81. 86.
    Vgl. z.B. Eisenhardt 1989, S. 61, Macho-Stadler/Perez-Castrillo 1997, S. 9f., S. 101ff., Salame 1997, S. 11ff. Der Begriff „Adverse selection“ hat ebenfalls seinen Ursprung in der Versicherungsbranche. Er wurde zuerst im Zusammenhang mit Lebensversicherungen diskutiert. Lebensversicherungen sind vor allem für kranke Menschen oder Menschen, die ein erhöhtes Krankheits-und Sterberisiko haben, interessant. Beim Abschluß einer Lebensversicherung hat ein solcher Versicherungsnehmer daher einen Anreiz, den Versicherer über seinen (schlechten) Gesundheitszustand zu täuschen (Vgl. Borch 1990, S. 317, 319ff.).Google Scholar
  82. 87.
    In der Praxis des Öko-Ratings wird häufig der Fehler gemacht, Öko-Ratings, die eine große Zahl von Zielen berücksichtigen, als besonders aussagekräftig einzustufen (vgl. hierzu auch Flgge 1996).Google Scholar
  83. 88.
    Die Qualität eines Ratings hängt von dem Ausmaß ab, in dem die Bewertungsziele erfüllt werden. Auf die Bewertungsziele wird in „3.1 Bewertungsziele“, S. 38ff. näher eingegangen.Google Scholar
  84. 89.
    Wobei es selbstverständlich möglich ist, daß durch eine externe Bewertung nur Teilaspekte der Entscheidung bewertet werden sollen. In diesem Fall müssen natürlich ausschließlich die für diesen Teilaspekt relevanten Ziele berücksichtigt werden.Google Scholar
  85. 90.
    Der im letzten Abschnitt beschriebene Nutzen entspricht den Opportunitätskosten, die durch eine Delegation vermieden werden.Google Scholar
  86. 91.
    Vgl. Jensen/Meckling 1976, S. 308.Google Scholar
  87. 92.
    Vgl. hierzu auch Fußnote 235, S. 79.Google Scholar
  88. 93.
    Vgl. Fischer 1995,8.321.Google Scholar
  89. 94.
    Vgl. hierzu Abbildung6, S. 26 und die entsprechenden Erläuterungen.Google Scholar
  90. 95.
    Vgl. hierzu den Abschnitt „2.2 Alternativen, Umweltzustände, Ziele und Präferenzen als Determinanten einer Bewertung“, S. 10ff.Google Scholar
  91. 96.
    Vgl. hierzu auch „2.3.2 Informationsökonomische Aspekte“.Google Scholar
  92. 97.
    Die Treffsicherheit gibt den Nutzen wieder, den der Entscheider aus dem Rating zieht. Hoher Nutzen und niedrige Kosten des Ratings ließen sich selbstverständlich auch zu einem einzigen Ziel, nämlich zu einer hohen Effizienz des Ratings zusammenziehen. Dies ist aber wenig sinnvoll, da ein solches zusammengesetztes Ziel das im folgenden Abschnitt vorgenommene Ableiten geeigneter Kriterien unnötig erschweren würde. Daß in der Regel nicht minimale Kosten bei maximaler Treffsicherheit erreicht werden können, wird im dritten Abschnitt (3.3) aufgezeigt.Google Scholar
  93. 98.
    Ein vergleichbares Agency-Risiko besteht etwa bei Rechnungsprüfern, die, beispielsweise bedingt durch andere Geschäftsfelder, in denen sie tätig sind, u.U. Anreizen ausgesetzt sind, die dem Interesse einer objektiven Prüfung entgegenlaufen. Es überrascht daher nicht, daß viele Prüfungsgesellschaften, die auch als Unternehmensberatungsgesellschaften tätigGoogle Scholar
  94. 99.
    Dies kann selbstverständlich auch mit Hilfe der Agency-Kosten erklärt werden. Je transparenter eine Bewertung ist, desto kleiner sind die Überwachungskosten. Die Überwachung fällt dem Entscheider mit anderen Worten leichter, was auch die Öko-Rating-Agentur weiß, die sich deshalb, um negativen Sanktionen zu entgehen, an den Interessen des Entscheiders orientieren wird. Dies gilt aus spieltheoretischer Sicht vor allem für wiederholte Bewertungen (vgl. für eine Übersicht über die Problematik von wiederholten Spielen Sabourian 1989).Google Scholar
  95. 100.
    Zielbeziehungen werden beispielsweise in der Theorie der normativen Wirtschaftspolitik diskutiert (vgl. z.B. Frey 1997, S. 91f.; Streit 1983, S. 157f.; Tuchtfeldt 1975).Google Scholar
  96. 101.
    Dies gilt besonders für den Fall, daß die Mitarbeiter, was sicherlich wünschenswert ist, für eine Tätigkeit in dieser Branche besonders qualifiziert sind.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • Frank Figge
    • 1
  1. 1.Institut für Betriebswirtschaftslehre insbesondere UmweltmanagementUniversität LüneburgLüneburg

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