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Management der IT-Infrastruktur

  • Stefan Voß
  • Kai Gutenschwager

Zusammenfassung

In diesem Kapitel beschäftigen wir uns mit dem Management derjenigen Teile der Informations- und Kommunikationstechnologie, die sich im Ebenenmodell des Informationsmanagements nach Wollnik (1988) auf der untersten Ebene finden. Generell können verschiedene Bereiche der IT in folgender Weise differenziert werden (vgl. z.B. Zahn (1997)):
  • Hardware (einschließlich Kommunikationsnetze)

  • Systemsoftware (Betriebssysteme und betriebssystemnahe Programme, wie z.B. Datenbankverwaltung)

  • Middleware (Software, die zwischen Anwendung und Betriebssystem bzw. zwischen verteilten Anwendungen steht und diese miteinander verknüpft)

  • Anwendungssoftware

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Literatur

  1. 1.
    Picot et al. (1996) weisen darauf hin, daß viele Unternehmensgründungen sowie Zusammenschlüsse zu Unternehmensverbünden in Ostdeutschland nach der Wende aufgrund der unzureichenden IT-Infrastruktur ausgeblieben sind.Google Scholar
  2. 2.
    So_prognostizierte Thomas Watson, Präsident von IBM, im Jahre 1943: “Meines Erachtens gibt es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer.” Auch John von Neumann gab 1949 eine ähnlich gute Prognose: “Es scheint, daß wir die Grenzen dessen erreicht haben, was mit Computer-Technologie möglich ist.” Diese und weitere Fehleinschätzungen im IT-Bereich finden sich bei Maurer (2000).Google Scholar
  3. 3.
    Koppitz (1996) gibt ein Beispielprojekt für die Einführung von 4000 SAP R/3-Arbeitsplätzen an, das ohne Hardwarekosten mit einem Aufwand von 180 Mio. DM beziffert wird.Google Scholar
  4. 7.
    Vgl. hierzu von Kortzfleisch und Winand (1997) sowie Jaros-Sturhahn und Hießl (1998).Google Scholar
  5. 8.
    Die Ausführungen beziehen sich weitestgehend auf Dierker und Sander (1997). Lotus Notes wurde von Ray Ozzie entwickelt (seit 1984) und 1995 von IBM gekauft. Lotus Notes dient weitestgehend der Unterstützung der asynchronen Zusammenarbeit von Gruppenmitgliedern.Google Scholar
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    Informationen über elektronische Systeme auszutauschen wird nicht immer einheitlich bezeichnet. So spricht z.B. Gates (1995) von Electronic Document Interchange für automatisch abgewickelte Transaktionen, u.a. zur standardisierten Nachbestellung von Waren oder der Überprüfung des Verbleibs einer Sendung.Google Scholar
  7. 11.
    Zu einer praxisorientierten Einführung in EDI wird auf die Beiträge in Jaspersen und Warsch (1994) sowie auf Krcmar et al. (1995) verwiesen.Google Scholar
  8. 12.
    Buxmann et al. (1999) beschreiben in diesem Zusammenhang Auswirkungen zentraler sowie dezentraler Koordinationsformen auf die Auswahl von Kommunikationsstandards.Google Scholar
  9. 13.
    UN/EDIFACT ist Bestandteil des United Nations Trade Data Interchange Directory; vgl. o.V. (2000).Google Scholar
  10. 18.
    Vgl. hierzu Cover (1999).Google Scholar
  11. 19.
    Vgl. hierzu auch Srinivasan et al. (1994). Im Zusammenhang mit Produktionsund Lieferketten (Supply Chains) kann EDI z.B. dazu beitragen, die Auswirkungen des Bullwhip-Effekts zu reduzieren. Dieser Effekt ergibt sich aus einer asymmetrischen Informationsverteilung, die darin besteht, daß Bestellungen (eines in der Kette nachgelagerten Unternehmens) als Information und somit Entscheidungsgrundlage für die eigene Produktion und Lagerhaltung genutzt werden. Insbesondere die Varianz der Bestellungen kann jedoch höher sein als diejenige des Absatzes des bestellenden Unternehmens. Da Unternehmen i.d.R. einen Sicherheitsbestand halten, wird die Produktion um einen bestimmten Teil höher ausfallen als eigentlich notwendig. Dieser Effekt (erhöhter Bestände) wird an vorgelagerte Unternehmen in der Supply Chain quasi durchgereicht und jeweils verstärkt; vgl. Lee et al. (1997). Bei Anwendung von EDI läßt sich eine größere Transparenz der Daten über die gesamte Kette und damit eine integrative Planung erreichen.Google Scholar
  12. 20.
    Vgl. hierzu o.V. (1994) sowie DAKOSY (1998); neben HABIS werden dort eine Vielzahl weiterer Systeme und Anwendungen beschrieben. In einer nicht auf den Bereich der Seeverkehrswirtschaft beschränkten empirischen Studie wurde festgestellt, daß ca. 1% der dort befragten Unternehmen DAKOSY einsetzen, während 40% EDIFACT nutzen; vgl. von Westarp et al. (1999).Google Scholar
  13. 21.
    Die folgenden Ausführungen beziehen sich weitestgehend auf Schneidereit und Voß (1998).Google Scholar
  14. 35.
    Der Technologie-Lebenszyklus umfaßt die Phasen der Einführung, Ausbreitung, Integration, Reife und Ablösung von IT unter Beachtung von Technologiesprüngen, denn aufgrund technologischer Diskontinuität tritt eine Technologie nicht berührungslos an die Stelle einer anderen. Witte (1998) weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß es gefährlich ist, durch vereinfachende Abbildungen den Eindruck zu erwecken, daß die Lebenszyklen verschiedener Produkte bzw. Systeme eine ähnliche Gestalt hätten. Vielmehr ist es eine Aufgabe der (betriebswirtschaftlichen) Wissenschaft, entsprechende Zusammenhänge quantitativ nachzuweisen. Gerade im Bereich der IT sind Untersuchungen zum Verlauf von Lebenszyklen spezieller Produkte und Systeme eine notwendige Voraussetzung für eine adäquate Planung entsprechender Einsatzbereiche.Google Scholar
  15. 37.
    Vgl. hierzu die Ausführungen zur Priorisierung von Einsatzfeldern der IT in Kap. 4.2.1, insbesondere Abb. 4.4, S. 139. Bei Kargl (1996) findet sich darüber hinaus ein Beispiel für ein Polaritätsprofil, welches durch einen Vergleich der (geschätzten) Erfolgspositionen verschiedener Erfolgsfaktoren mit denen der Wettbewerber die strategischen Defizite (auf einer Skala von-3 bis 3) visualisiert.Google Scholar
  16. 38.
    Ansätze hierzu finden sich insbesondere im Innovationsmanagement. Im Sinne einer Symbiose von Früherkennung und Planung sprechen einige Autoren auch von einem Szenariomanagement] vgl. z.B. Fink et al. (2000).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001

Authors and Affiliations

  • Stefan Voß
    • 1
  • Kai Gutenschwager
    • 1
  1. 1.Institut für Wirtschaftswissenschaften, Abt. Allg. BWL, Wirtschaftsinformatik u. InformationsmanagementTechnische Universität BraunschweigBraunschweig

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