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Pharmakotherapie bei vorgeschädigter Leber

  • S. Harder
  • U. Leuschner
  • J. Graff

Zusammenfassung

Die Leber ist neben den Nieren das quantitativ wichtigste Eliminationsorgan für Arzneistoffe. Typische Substrate für die hepatische Elimination sind lipophile Pharmaka, die im Rahmen der Metabolisierungreaktionen zu polaren, wasserlöslichen Abbauprodukten umgewandelt und dann über die Niere ausgeschieden werden können. Hierzu werden die Pharmaka zuerst in sog. Phase-I-Reaktionen durch Monooxygenasen und Zytochrom-P-450-Isoenzyme (CYP) oxidiert und danach in Phase II-Reaktionen z.B. zu Glukuroni- den oder Sulfaten konjugiert. Ein weiterer hepatischer Ausscheidungsweg, der aber im Vergleich zu den oben genannten Mechanismen nur für wenige Pharmaka eine Rolle spielt, besteht in der biliären Exkretion des Arzneistoffes oder seiner Metabolite. Während konjugierte Arzneistoffmetabolite in der Regel keine Wirksamkeit haben, können die Metabolite der Phase-I- Reaktionen pharmakologisch aktiv und u.U. toxisch wirken. Bei bilärer Exkretion kann das Ausmaß der Rückresorption (enterohepatischer Kreislauf) die Wirkung des Arzneistoffs beeinflussen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001

Authors and Affiliations

  • S. Harder
  • U. Leuschner
  • J. Graff

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