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Hygro- und Thermorezeption Das Blumenthalsche Tarsalorgan

  • Friedrich G. Barth

Zusammenfassung

Das Blumenthalsche Tarsalorgan wurde bereits kurz im Kapitel über die Chemorezeption genannt. Sein Name ist schneh erklärt. Es liegt in Einzahl auf den Tarsen aller Laufbeine und der beiden Pedipalpen, auf der Mitte der Dorsalseite nahe dem Segmentende. Heinz Blumenthal aus der Spinnenabteilung des Berliner Zoologischen Museums hat dieses Organ 1935 an Spinnen aus 300 Gattungen und 46 Familien erstmals eingehend beschrieben. Es war seine Doktorarbeit. Friedrich Dahl (1883) hatte das Organ schon rund 50 Jahre vorher gesehen, aber fälschlich als den Becher eines verkümmerten „Hörhaares“ (Trichobothrium) interpretiert und danach nicht mehr erwähnt. Insbesondere eine Reihe einfacher Verhaltensversuche haben Blumenthal veranlaßt, das Tarsalorgan sowohl als Hygro- als auch als Geruchsrezeptor zu betrachten. Nach Verstopfen der Tarsalorgane mit Vaseline unterließen die Spinnen nicht nur die Zuwendung zu einem Wassertropfen, sondern ebenso die Abwendung von einem Tropfen stark riechender Substanzen wie Terpineol, Pyridin, Nelkenöl und Wintergrünöl.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001

Authors and Affiliations

  • Friedrich G. Barth
    • 1
  1. 1.Institut für Zoologie BiozentrumUniversität WienWienÖsterreich

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