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Propriorezeption

  • Friedrich G. Barth

Zusammenfassung

Obgleich es kleinlich erscheinen mag, will ich mit einer linguistischen Spitzfindigkeit beginnen. Wir sagen nicht Zeptor, wenn wir einen Rezeptor meinen und wir sollten das lateinische „recipere“ nicht verstümmeln und von Propriozeption, sondern von Propriorezeption sprechen. Zusammen mit dem ebenfalls lateinischen „proprius“ weist der Begriff darauf hin, daß es bei der Propriorezeption und den Propriorezeptoren um die Aufnahme und Wahrnehmung von Sinnesreizen geht, die eine Folge der eigenen Bewegungsaktivität des Tieres sind (im Gegensatz dazu nehmen Exterorezeptoren Reize aus der Außenwelt auf). Es kann also nicht überraschen, daß wir die entsprechenden Sinnesorgane dort finden, wo diese Bewegungen stattfinden, also insbesondere an den Extremitäten und unter diesen an den Beinen. Und an den Beinen ist der proximale Teil besonders reich mit Propriorezeptoren ausgestattet: Hier sind die Zahl der Muskeln und die passive Beweglichkeit der Gelenke groß und aktive Bewegungen müssen besonders fein kontrolliert werden, da körpernahe Bewegungen sich auf die Exkursion der Beinspitze besonders stark auswirken.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001

Authors and Affiliations

  • Friedrich G. Barth
    • 1
  1. 1.Institut für Zoologie BiozentrumUniversität WienWienÖsterreich

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