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Cupiennius und die Münchener Großmarkthalle

  • Friedrich G. Barth

Zusammenfassung

Die Entdeckung von Cupiennius salei (Keyserling 1877) für die Forschung beginnt in der Großmarkthalle von München, zu einer Zeit, als die Ankunft tropischer Früchte neben den kulinarischen Köstlichkeiten auch mit guter Regelmäßigkeit zoologische Raritäten bescherte. Mehr aus Furcht vor giftigen Tieren und Schädlingen als aus Interesse an der Zoologie hatte man eine offizielle Stelle für die Registrierung und Beschau dieses exotischen animalischen Strandgutes eingerichtet. Zu dieser pflegte das Zoologische Institut der Universität München aus leicht verständlichen Gründen gute Beziehungen. Und so kam es, daß um 1960 drei weibliche und einige Jahre später männliche Spinnen mit einer respektablen Körperlänge von rund 3 cm und einer Beinspannweite von über 10 cm in die Hände von Mechthild Melchers gerieten. Sie waren mit einer Bananensendung nicht genau bekannter Herkunft vermutlich von Mittel- oder Südamerika ins Herz von Bayern gekommen und hatten ihre sicher wochenlange Reise bestens überstanden.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001

Authors and Affiliations

  • Friedrich G. Barth
    • 1
  1. 1.Institut für Zoologie BiozentrumUniversität WienWienÖsterreich

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