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Epilepsie pp 99-108 | Cite as

Sozialmedizinische Aspekte der Epilepsie

  • Gerd Dannhardt
  • Susann Seddigh
  • Thomas Vogt
Chapter
Part of the Optimierte Arzneimitteltherapie book series (ARZNEIMITTELTH.)

Zusammenfassung

Die Epilepsie ist eine schon im Altertum bekannte Erkrankung, deren besondere Bedeutung sich in den ausführlichen Beschreibungen äußert. Der Begriff, der sich aus dem griechischen „epilambanein“ für „ergriffen überwältigt sein“ ableitet und seine Bezeichnung im Corpus hippocraticum als „morbus sacer“, die heilige Krankheit, deuten schon die Haltung der Bevölkerung zu dieser Erkrankung an, obwohl Ärzte im Altertum wie Hippokrates oder Galen durchaus von einer normalen organischen Ursache der Erkrankung ausgingen. Auch wenn die Kenntnisse über Genese, Pathophysiologie und Klinik der Epilepsie heute viel genauer sind als bei vielen anderen zerebralen Erkrankungen, bleibt immer noch ein Rest von Mythos, und die Epilepsie gilt auch heute noch als eine stigmatisierende Erkrankung. Diese Ausgrenzung von Anfallspatienten, die häufig über die krankeitsrelevanten Aspekte hinausgeht muss Anlass sein, neben der rein organbezogenen Diagnostik und Therapie auch die sozialmedizinische Bedeutung der Erkrankung zu erfassen und gegebenenfalls gezielt zu korrigieren.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2002

Authors and Affiliations

  • Gerd Dannhardt
    • 1
  • Susann Seddigh
    • 2
  • Thomas Vogt
    • 3
  1. 1.Institut für PharmazieJohannes-Gutenberg-UniversitätMainzGermany
  2. 2.DRK SchmerzzentrumMainzGermany
  3. 3.Klinik und Poliklinik für NeurologieMainzGermany

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