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Ansteckungsgefahr durch Typhus-Bakterien bei Auslandsreisen

  • H. Tschäpe

Zusammenfassung

Typhus-Bakterien spielen gegenwärtig in Deutschland und in anderen europäischen Industriestaaten dank konsequenter hygienischer Massnahmen kaum noch eine infektionsepidemiologische und gesundheitliche Rolle. Dies ist besonders durch die Einführung und Durchsetzung strikter wasserhygienischer Vorschriften und Verhal-tensnormen für Typhus-Dauerausscheider (z. B. Beschäftigungsverbot in Lebensmittelbetrieben) zu begründen. Auch die Möglichkeit einer erfolgreichen antibiotischen Therapie von Typhus-Infektionen ist hierbei von Bedeutung. Aus diesem Grunde ist der Bauchtyphus heute weitgehend aus der Palette der bei uns vorkommenden Infektionskrankheiten verschwunden, das Krankheitsbild gerät immer mehr in Vergessenheit und ist den meisten in der klinischen Praxis Tätigen unbekannt. Es darf aber dabei nicht vergessen werden, daß dieses geringe Vorkommen (▸ Inzidenz) von Typhus nicht auf alle Länder der Welt zutrifft und gegenwärtig nur für die Industriestaaten der nördlichen Hemisphäre gilt. In anderen Ländern — besonders denen des südostasiatischen und afrikanischen Raums — ist der Typhus noch immer weit verbreitet und die Inzidenz an Typhus-Erkrankungen sehr hoch (Abb. 1). Doch gerade Länder dieser Regionen (Thailand, Indien, Kenia, Tansania etc.) sind heutzutage von großem und steigendem touristischen Interesse, viele Millionen Reisende werden jährlich dort registriert.

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Weiterführende Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • H. Tschäpe
    • 1
  1. 1.Nationales Referenzzentrum für Salmonellen und andere EnteritiserregerRobert Koch-InstitutWernigerodeDeutschland

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