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Rechtliche Fragestellungen in der Start-up-Phase

  • Pär Johansson
Part of the X.media.press book series (XMEDIAP)

Zusammenfassung

Die Gründung eines Start-up-Unternehmens geschieht zunehmend in der Form der Aktiengesellschaft. Die Gründung kann entweder durch eine Bar- oder Sachgründung, durch den Erwerb einer Vorratsgesellschaft oder durch eine Umwandlung, etwa den Formwechsel einer GmbH in eine AG, erfolgen. Bei der Gründung sollte möglichst ein genehmigtes Kapital geschaffen werden; häufig ist es empfehlenswert, vinkulierte Namensaktien einzuführen.

Benötigt die Gesellschaft eine Finanzierung durch Dritte, so ist die Beteiligung einer Venture-Capital-Gesellschaft an dem Start-up eine zu erwägende Möglichkeit. In dem Vertrag über die Beteiligung wird sich die Venture-Capital-Gesellschaft Zusicherungen und Gewährleistungen über die rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens geben sowie Informationsrechte einschließlich eines Sitzes in dem Aufsichtsrat einräumen lassen. Die Beteiligung erfordert eine Kapitalerhöhung. Über die Einlage des Investors sollte der Vorstand des Start-ups erst nach der Anmeldung der Kapitalerhöhung zur Eintragung in das Handelsregister verfügen.

Die neugegründete Gesellschaft hat bei bestimmten Verträgen der Gesellschaft mit Gründern oder mit mehr als 10 % des Grundkapitals beteiligten Aktionären die Nachgründungsvorschriften zu beachten. Für Nachgründungsverträge sieht das Gesetz besondere Wirksamkeitsvoraussetzungen vor. Praktische Probleme werfen auch die aktienrechtlichen Mitteilungspflichten auf, nach denen insbesondere der Erwerb einer Beteiligung von mehr als 25% bzw. 50% durch ein Unternehmen an einer Aktiengesellschaft mitteilungspflichtig ist. Das Unterlassen der Mitteilung zieht eine Ausübungssperre für die Rechte aus den betroffenen Aktien nach sich.

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Literaturverzeichnis

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2002

Authors and Affiliations

  • Pär Johansson
    • 1
  1. 1.HeukingKölnGermany

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