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Das Ende der alten Industriegesellschaft

  • Paul J. J. Welfens
  • Andre Jungmittag

Zusammenfassung

In den 90er Jahren ist in den USA und Westeuropa eine „New Economy“ entstanden, die durch enorme Produktivitätsfortschritte im computerproduzierenden Sektor und hohe Innovationsdynamik in der Telekommunikationswirtschaft charakterisiert ist. Der Anteil des Sektors Informations- und Kommunikationstechnologie (I&K) an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung ist von etwa 2 % in 1990 auf Anteile von 4–7 % zu Ende der 90er Jahre gestiegen. Drastisch sinkende Preise von PCs und Telekommunikationsdiensten einerseits und die im I&K-Sektor neu entstehenden innovativen Dienste andererseits steigern die Nachfrage nach Produkten und Diensten des I&K-Sektors. Durch das seit Ende der 90er Jahre zunehmend populäre Internet entsteht dabei eine vernetzte Wirtschaft, in der sich die Wertschöpfungsketten — auch in der Old Economy — ändern und in der Firmen und Unternehmen zunehmend digitale Dienstleistungen abrufen können. Informationen werden dabei durch das Internet allgemein zugänglich, im Rahmen von firmeninternen Intranets werden aber auch spezielle Informationen und Anwendungen verbreitet. Dabei wirken moderne PCs und das Internet möglicherweise phasenweise kapitalsparend, wodurch sich die relativen Faktorpreise ändern. Soweit eine verstärkte Nachfrage nach qualifizierten Arbeitnehmern entsteht, dürften dabei insbesondere gut ausgebildete und lernbereite Arbeitskräfte profitieren, wobei in den OECD-Ländern die Bildungssysteme in ihren Reaktionsfähigkeiten auf die neuen Herausforderungen deutlich unterschiedlich sind — mit Deutschland eher im hinteren Feld, soweit es um den OECD-Vergleich bei den Bildungsausgaben relativ zum Bruttoinlandsprodukt geht.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2002

Authors and Affiliations

  • Paul J. J. Welfens
    • 1
  • Andre Jungmittag
    • 1
  1. 1.Europäisches Institut für, Internationale Wirtschaftsbeziehungen (EIIW)Universität PotsdamPotsdamDeutschland

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