Advertisement

Nach Wien

  • Arild Stubhaug
Chapter

Zusammenfassung

Von Prag reisten wir weiter mit einem Lohnkutscher, der uns für etwa 24 Spezies nach Wien bringen sollte, was nicht teuer ist für eine Strecke von fast 40 Meilen (ca. 450 km11).Wir fuhren einigermaßen angenehm in einem geschlossenen Wagen (Glaswagen). Einige Meilen hinter Prag waren wir nah an der Elbe und konnten gleichzeitig das Riesengebirge sehen, das mit Schnee bedeckt war. Wir hatten fast 20 Grad Wärme (Réaumur-Temperaturskala, also 25 Grad Celsius), was uns besonders bei unseren magnetischen Beobachtungen genierte, die wir meistens zweimal täglich vornahmen, Mittag und Abend. Auf dem Weg von Prag nach Wien sieht man eine ungeheure Menge von Städten und solchen, die bei uns als gar nicht so unbedeutend angesehen wären, schenkt man hier fast keine Beachtung. In den Wirtshäusern, in denen wir uns aufhielten, war es im Allgemeinen gut und billig, doch fand man bei weitem nicht die Reinlichkeit vor wie in Norddeutschland. Das Land südlich von Prag ist nicht so flach wie der nördliche Teil, aber sehr fruchtbar. Kommt man dagegen hinein nach Mähren, wird die Landschaft ziemlich steril und ähnelt vielen Gegenden in Norwegen. Das ändert sich mit einem Mal, wenn man nach Österreich hineinkommt. Das ist das fruchtbarste Land, das ich je gesehen habe, und so gut bestellt. Es gibt keinen Fleck, der nicht entweder Ackerland oder Weingarten ist. Oft sahen wir, soweit das Auge reichte, nichts als Äcker.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2003

Authors and Affiliations

  • Arild Stubhaug
    • 1
  1. 1.Department of MathematicsUniversity of OsloOsloNorway

Personalised recommendations