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Hinein in die Geschichte der Mathematik

  • Arild Stubhaug
Chapter

Zusammenfassung

Holmboe wollte Abel auf die Höhe des mathematischen Wissens jener Zeit bringen. Bei seinem Vorgehen ließ sich Holmboe von dem großen französischen Mathematiker Joseph-Louis Lagrange inspirieren, „der stolzen Pyramide der mathematischen Wissenschaft“, wie ihn Napoleon genannt hatte. Vielleicht hatte Holmboe die Biographie gelesen, die bereits über Lagrange vorlag, verfasst von J.-B.-J. Delambre im Moniteur officiel in Paris, ohne Zweifel jedoch kannte er den Auszug aus dieser Biographie, der 1816 in der Zeitschrift für Astronomie und verwandte Wissenschaften erschienen war. Lagranges Vater, nahe verwandt mit Descartes, war ein wohlhabender Zahlmeister auf Sardinien gewesen, der die Tochter eines reichen Arztes in Turin geheiratet hatte. Von ihren elf Kindern hat nur das jüngste, Joseph-Louis, das Erwachsenenalter erreicht. Vater Lagrange muss auch ein leidenschaftlicher Spekulant gewesen sein, und als sein Sohn erwachsen war, hatte sich das Vermögen der Familie auf Null reduziert. „Hätte ich ein Vermögen geerbt, ich hätte mich wahrscheinlich nicht auf die Mathematik gestürzt“, soll der große Mathematiker später die Verhältnisse im Elternhaus kommentiert haben. Zu Beginn seiner Schulzeit hatte er sich mehr für die literarischen Werke von Vergil und Cicero interessiert als für die geometrischen Arbeiten von Euklid und Archimedes Doch eines Tages fiel ihm eine Schrift des Astronomen Edmond Halley in die Hände, dem Entdecker des nach ihm benannten Kometen und Freund Newtons.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2003

Authors and Affiliations

  • Arild Stubhaug
    • 1
  1. 1.Department of MathematicsUniversity of OsloOsloNorway

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