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Das erste Satellitenortungssystem: Transit

  • Tobias SchüttlerEmail author
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Part of the Technik im Fokus book series (TECHNIK)

Zusammenfassung

Am 4. Oktober 1957 ging ein Piepsen um die Welt, das die technologische Entwicklung in gewisser Weise revolutionieren sollte: Es war der sowjetischen Weltraumorganisation gelungen, als erste noch vor der amerikanischen Konkurrenz einen künstlichen Himmelskörper in eine Erdumlaufbahn zu bringen. Dieser Satellit Sputnik war in erster Linie eine Demonstration technischer Überlegenheit und hatte darüber hinaus keine weiteren Aufgaben, als zu beweisen, dass es möglich war, einen Satelliten ins All zu schicken (Abb. 2.1).

Gleichzeitig war dies jedoch ein Beweis der Leistungsfähigkeit russischer R‐7‐Raketen. Die zweistufige R‐7 war der Vorgänger der späteren dreistufigen Wostok‐Raketen, mit deren Hilfe als erster Mensch Juri Gagarin ins All geschossen wurde. Mit der R‐7 war es ganz offensichtlich möglich geworden, von sowjetischem Territorium aus mit einer Rakete an jeden Punkt der Erde zu gelangen. Und so war dieser so genannte „Sputnik‐Schock“ für die Amerikaner vielmehr als nur die unangenehme Erkenntnis, nicht der erste zu sein: Was wäre, wenn man den Satelliten durch einen Atomsprengkopf ersetzt hätte? Die Sowjetunion war mit dieser leistungsstarken Rakete zumindest technisch im Stande, jeden Ort der Erde von ihrem Territorium aus anzugreifen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.BenediktbeuernDeutschland

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