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Untersuchungen über die Wirkung des Choriongonadotropins

Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie book series (VERH.GYNÄKOLOG., volume 29)

Zusammenfassung

1944 konnte die Beobachtung gemacht werden, daß bei einer Gravida mens 8 trotz abgestorbener Frucht sich eine Schwangerschaftstoxikose bis zur völligen Amaurose, einem Blutdruck von 245/165 RR und einem Harneiweißgehalt von 3‰ entwickelte. Seit 3 Wochen verspürte die Schwangere keine Bewegung mehr, seit 4 Tagen stand sie unter ärztlicher Kontrolle, bei der keine kindlichen Herztöne gehört wurden. Die Hormonbestimmung ergab mehr als 75000 RE Choriongonadotropin in 1 Liter Serum und die gleiche Menge im Harn — ein Toxikosewert, der bei abgestorbener Frucht äußerst selten ist und meines Wissens nur noch von Westman beobachtet wurde. Erst die operativ eingeleitete Entbindung (Dilatation, Wendung auf dem Fuß und halbe Extraktion der völlig macerierten Frucht) brachte die schwere Toxikose schlagartig zum Schwinden. Die Auswertung der Placenta ergab 3,3 RE Choriongonadotropin in 10 g Zottengewebe. Wir haben daraus den Schluß gezogen, daß nicht allein der Anspruch der Frucht Anlaß zur Umstellung des Stoffwechsels der Schwangeren ist, sondern die Placenta insofern daran Teil hat, als sie die endokrine Situation als primum movens der veränderten Stoffwechsellage auslöst. Bis 1950 durchgeführte Experimente konnten zeigen, daß das Choriongonadotropin eine morphologisch nachweisbare Funktionssteigerung der Nebennierenrinde und Thyreoidea auslöst, die nicht durch beigemengte glandotrope Substanzen hervorgerufen wird.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1953

Authors and Affiliations

  • H. Lax
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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