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Versuchstechnische Feststellung des Verhaltens von Einzelgliedern des Regelkreises

  • A. Leonhard

Zusammenfassung

Die rein rechnerische Klärung des Verhaltens von Einzelgliedern des Regelkreises wird vielfach, insbesondere wenn es sich um nichtelektrische Glieder, etwa Öldruckservomotoren oder dergleichen handelt, schwierig bzw. unsicher. In diesen Fällen muß dann das Experiment die Rechnung ergänzen bzw. ersetzen. Im allgemeinen wird es zweckmäßig sein, auch experimentell, so weit möglich, die Übergangsfunktion aufzunehmen und die so ermittelte Kurve angenähert durch eine rechnerisch erfaßbare zu ersetzen. Dabei wird als Ersatzkurve mit Vorteil auch eine der in Tab. 6 oder 7 zusammengestellten gewählt, was wohl in den meisten Fällen möglich sein wird. Zur Festlegung der Konstanten für die Ersatzkurve gibt es vorläufig keine allgemeine, mit erträglichem Aufwand arbeitende exakte Methode, so daß man in der Hauptsache auf Probieren angewiesen ist. Erfahrungsgemäß gelingt aber die rechnerische Erfassung der Ersatzkurve doch verhältnismäßig schnell. Abb. 1 zeigt z. B. die bei einem elektrischen Generator aufgenommene Übergangsfunktion. Die Erregerspannung (Eingangsgröße) wird sprungartig geändert, die Generatorspannung (Ausgangsgröße) ändert sich in diesem Fall praktisch 92 4. Feststellung des Verhaltens von Einzelgliedern des Regelkreises nach einer reinen Exponentialfunktion (Generator arbeitet noch ohne Sättigung !), so daß der Fall 3 in Tabelle 7 hier in Frage kommt.
Abb.1.

Übergangsfunktion an einem Generatot aufgenommen (Klemmenspannung nach ruckartiger Änderung der Erregerspannung)

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG., Berlin/Göttingen/Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • A. Leonhard
    • 1
  1. 1.StuttgartDeutschland

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