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Das allgemeine Bordnetz

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Zusammenfassung

Als die Elektrotechnik Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts an Bord von Seeschiffen eingeführt wurde, war Gleichstrom die einzige zur Verfügung stehende Stromart. Während dann aber nach der Jahrhundertwende das Drehstromsystem in Landanlagen den Gleichstrom weitgehend verdrängte, wurde letzterer an Bord von Schiffen noch sehr lange Zeit fast ausschließlich verwendet. Als die wesentlichsten Gründe hierfür gelten:

Die an Land bestehende Notwendigkeit, die Energie über weite Entfernungen zu übertragen und sie dazu mittels Umspanner auf hohe Spannungen umzuformen, ist auf einem Schiff nicht gegeben.

Mit der Gleichstrommaschine können Steuerungsaufgaben, die auf Schiffen verhältnismäßig häufig vorliegen, gut gelöst werden. Derartige Aufgaben finden sich besonders bei den Decksmaschinen, wie z. B. den Ladewinden, Spillen, Kranen und Ruderanlagen.

Der Gleichstrom-Doppelschlußgenerator hat eine äußere Kennlinie (vgl. S. 35), die sich mit der Belastung nur wenig verändert. Bei dem Drehstrom-Synchrongenerator müssen zur Spannungshaltung besondere Regelgeräte oder Steuerverfahren angewendet werden.

Die Gefährdung des Menschen ist bei Wechselstrom der üblichen Frequenzen von 50 bzw. 60 Hz durch das hier mögliche Herzkammerflimmern größer als bei Gleichstrom, zumal in Drehstromanlagen mit erhöhten Spannungen gearbeitet wird. Die Verbesserung der Installationstechnik auf Schiffen ließ diesen Gesichtspunkt allerdings mit der Zeit in den Hintergrund treten.

Copyright information

© Springer-Verlag, OHG., Berlin/Göttingen/Heidelberg 1956

Authors and Affiliations

  1. 1.ErlangenDeutschland
  2. 2.HamburgDeutschland

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