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Grundlagen

  • E. Brandenberger

Zusammenfassung

Wissenschaftliche Chemie nimmt wohl darin ihren Anfang, daß, wie es mit voller Klarheit 450 v. Chr. erstmals Empedokles tat, die Mannigfaltigkeit der stofflichen Welt auf die Existenz einzelner Grundstoffe, der Elemente, und auf deren in bestimmten Proportionen erfolgende Verbindung zurückgeführt wird. Diese Fragestellung, in welcher der erste Ursprung chemischer Forschung ruht, ist durch die ganze Geschichte der Chemie dieselbe geblieben, so sehr sich auch im Laufe der Zeit die Anschauungen darüber wandelten, was als Element zu betrachten sei. Selbst der klassische Begriff des chemischen Elements, wonach als solches zu gelten habe, was keiner Rückführung auf einfachere Stoffe zugänglich ist, während eine Verbindung darstelle, was eine derartige Zerlegung gestattet, kann heute nicht länger befriedigen — ganz abgesehen von den prinzipiellen Beschränkungen, die einer solchen Definition des chemischen Elements wie jederandern, negativen Aussage ihrem Wesen nach anhaften muß1.

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Literature

  1. 1.
    So ist es durchaus charakteristisch, daß in der Geschichte der Chemie eine Reihe von Verbindungen wie beispielsweise CaO und UO2, da bei ihnen eine Zerlegung in einfachere Bestandteile zunächst nicht möglich war, vorerst für Elemente gehalten wurden.Google Scholar
  2. 1.
    Atomarten mit gleichem A, jedoch verschiedenem Z heißen demgegenüber unter sich isobare, Atome mit gleichem Z und gleichem A, aber verschiedener innerer Konstitution des Kerns dagegen kernisomere Atome.Google Scholar
  3. 1.
    Die in Klammern beigefügten Zeiten bedeuten die Halbwertszeiten des betreffenden instabilen Isotops, also jene Zeiten, in denen die Zahl der unzerfallenen Atome auf die Hälfte ihres Anfangswertes zur Zeit t = 0 absinkt.Google Scholar
  4. 1.
    Erst in neuerer Zeit ist festgestellt worden, daß manche Oxyde als sogenannte bertholide Verbindungen (siehe S. 100) in ihrer Zusammensetzung schwanken können im Gegensatz zu den Halogeniden, welche in der Regel weit geringere Abweichungen von der stöchiometrischen Zusammensetzung zeigen und deshalb heute für Atomgewichtsbestimmungen bevorzugt werden.Google Scholar
  5. 1.
    Als Träger permanenter elektrischer Momente kommen nicht einzelne Atome, sondern lediglich Atomgruppen wie z. B. Moleküle in Frage (siehe S. 65).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag OHG., Berlin/Göttingen/Heidelberg 1958

Authors and Affiliations

  • E. Brandenberger
    • 1
    • 2
  1. 1.Eidg. Technischen HochschuleZürichSchweiz
  2. 2.Eidg. Materialprüfungs- und VersuchsanstaltZürichSchweiz

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