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Zusammenfassung

Bei der Bestimmung des Silbers in Silbersalzen nach der Volhardschen Methode wird aus Silbernitrat Silberhodanid gebildet und als Indikator eine Eisenoxydverbindung, meist Eisenalaun, zugegeben. Läßt man in Gegenwart solcher Eisenoxydverbindungen die Rhodanammoniumlösung zu einer Silbernitratlösung hinzufließen, so entsteht an der Einfallstelle eine blutrote Färbung durch Bildung von Ferrirhodanid. Beim Umschütteln der Lösung verschwindet aber diese Färbung, solange noch Silbersalz in der ursprünglichen Form vorhanden, weil das entstandene Eisenrhodanid sich mit dem Silbersalz zu sehr schwer löslichem Rhodansilber umsetzt. Im Verlauf der Titration werden sich also — immer wieder unter Umschütteln und Verschwinden der roten Farbe — weitere Mengen von Rhodansilber in weißen Flocken abscheiden, bis schließlich das gesamte Silber umgesetzt ist und der erste Tropfen der 1/10-Normal-A mmoniumrhodanidlösung, endgültig mit dem Eisensalz unter Bildung von Eisenrhodanid reagierend, einen Farbenumschlag in Rostgelb bewirkt.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Berlin Heidelberg 1953

Authors and Affiliations

  • M. Biechele

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