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Technologie des Pressens

  • R. Fiedler

Zusammenfassung

Magnesium und seine Legierungen lassen sich in gleicher Weise wie andere Metalle in der Wärme auf einer hydraulischen Strang oder Stangenpresse nach dem bekannten Dickschen Preßverfahren verformen. Das Verfahren besteht darin, daß gegossene Rundblöcke in einem elektrisch oder gasbeheizten Ofen auf die erforderliche Preßtemperatur vorgewärmt werden ; diese liegt bei den hier zu behandelnden Magnesiumlegierungen zwischen 300–400° C. Der Block nimmt nach einer genügend lange bemessenen Zeit im Ofen die notwendige Temperatur an und wird dann in den Rezipienten oder Aufnehmer der Presse eingeführt. Wegen der verhältnismäßig niederen Verformungstemperaturen und der sonstigen Wärmeverhältnisse ist es beim Pressen von Magnesiumlegierungen erforderlich, den Aufnehmer zusätzlich zu erwärmen. Diese Vorwärmung ist so zu bemessen, daß in der Innenwand des Aufnehmers die gleiche Temperatur herrscht, die der Block beim Verpressen besitzt ; liegt die Temperatur darunter, so wird bei der verhältnismäßig langen Preßzeit, die die Magnesiumlegierungen zum Teil erfordern, und die je nach Profilform bis zu etwa 15 Minuten pro Pressung betragen kann, dem Block die Wärme entzogen, so daß ein Fließen des Metalls schließlich nicht mehr stattfindet, mit anderen Worten : der Block bleibt stecken und muß dann aus der Presse ausgestoßen werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1939

Authors and Affiliations

  • R. Fiedler

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