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Auslese und Entartung

  • Oswald Bumke
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Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Neurologie und Psychiatrie book series (MONOGRAPHIEN, volume 1)

Zusammenfassung

Wir haben bisher gesehen, daß weder die normalen Vererbungsgesetze noch die Regeln, nach denen Krankheitsanlagen übertragen zu werden pflegen, die Furcht vor einer allgemeinen nervösen Entartung rechtfertigen. Insbesondere hat sich herausgestellt, daß der Hauptgrund, der für das Bestehen dieser Gefahr gewöhnlich angeführt wird, auf einer irrtümlichen Voraussetzung, auf der falschen Annahme beruht, daß im Einzelleben erworbene Eigenschaften auf die Nachkommen übertragen werden können. Die Vererbung führt überhaupt nicht zur Entartung, sondern zur Regeneration, und auch die Ursache der Degeneration, deren Vorkommen an sich unbestritten ist, die Keimvergiftung schädigt nach dem bisherigen Stande unserer Kenntnisse zunächst nur die unmittelbar betroffene (zweite) Generation ; eine weitere Übertragung so entstandener Störungen auf spätere Geschlechter ist möglich, aber bisher nicht bewiesen worden.

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Notes

Literatur

  1. 1).
    Zit. nach Goldschmidt.Google Scholar
  2. 1).
    Ganz ähnliche Anschauungen, wie sie hier entwickelt werden, hat unabhängig und gleichzeitig mit mir O. Binswanger geäußert.Google Scholar
  3. 2).
    Vgl. dazu meine Ausführungen über die Umgrenzung des manisch-depressiven Irreseins (Gaupps Zentralbl. 1909, S. 581), an die ich mich in folgendem anlehne.Google Scholar
  4. 1).
    Vgl. S. 51.Google Scholar
  5. 2).
    Vgl. namentlich Moebiu s. Siehe übrigens auch Anmerkung auf S. 61.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1912

Authors and Affiliations

  • Oswald Bumke
    • 1
  1. 1.Psychiatrischen und NervenklinikUniversität zu Freiburg I. B.Deutschland

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