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Geburtsleitung vor der 34. Schwangerschaftswoche

  • A. Jensen
Conference paper

Zusammenfassung

Die Senkung der perinatalen Mortalität in den vergangenen Jahren auf nunmehr fast 6‰ (Hessische Perinatalerhebung 1990) könnte den Eindruck vermitteln, daß die Qualität unserer Geburtshilfe kaum noch zu steigern sei. Aber der Schein trügt. Betrachten wir z.B. die perinatale Mortalität in Untergruppen, wie sie die Frühgeborenen darstellen, dann ergibt sich ein völlig anderes Bild. So wird beispielsweise die Mortalität in der 33. bis 34. Schwangerschaftswoche mit 3% angegeben, ist also 5mal höher als die Mortalität bezogen auf das Gesamtkollektiv (Halberstadt u. Granitzka 1987). Noch deutlicher wird es, wenn man die 31. bis 32. Schwangerschaftswoche und die 27. bis 28. Schwangerschaftswoche betrachtet, da in diesen Gruppen von Frühgeborenen die Mortalität sogar 12 bzw. 50% beträgt (Halberstadt u. Granitzka 1987). Derartige Betrachtungen schließen natürlich nicht die ebenfalls gegebene Morbidität, d. h. die unter Umständen bei Frühgeborenen vorliegenden Schädigungen des Gehirns und Verzögerungen der psychomotorischen Entwicklung, mit ein. So gesehen wird deutlich, daß die Qualität unserer Geburtshilfe sich an der Mortalität und an der Morbidität von Risikogruppen, wie sie ganz besonders die sehr unreifen Frühgeborenen darstellen, orientieren muß.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • A. Jensen

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