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Beständigkeit synthetischer Substanzen gegen Mikroorganismen

  • Hans H. M. Haldenwanger
  • G. H. Göttner
Part of the Chemie, Physik und Technologie der Kunststoffe in Einzeldarstellungen book series (TECHKUNSTSTOFFE, volume 15)

Zusammenfassung

Man ist heute allgemein der Auffassung, daß Mikroorganismen das Kohlenstoffskelett synthetischer Polymerer in ähnlicher Weise abbauen, wie sie mit Hilfe von Enzymen Zellulose- oder Proteinmoleküle in Spaltprodukte zerlegen, die sie in ihrem Stoffwechsel verwerten können. Obwohl die beim Abbau synthetischer Verbindungen wirksamen Chemismen noch nicht hinlänglich aufgeklärt sind, erfährt die Annahme der direkten Einwirkung mit Hilfe spezifischer Enzyme vor allem durch die Beobachtung eine starke Stütze, daß Mikroorganismen zur Anpassung an die als Energiequelle geeigneten Stoffe ihrer Umgebung befähigt sind. Über die möglichen Wege des biochemischen Abbaues von Polymeren stellte Kulkarni [201] Betrachtungen an. Danach ist es als wahrscheinlich anzusehen, daß Makromoleküle von der Art der Vinylpolymeren enzymatisch durch freie Radikale abgebaut werden. Unter dem katalytischen Einfluß der Enzyme könnte der Wasserstoff der Polymeren aktiviert und auf reaktionsfähige Moleküle übertragen werden, so daß an den Polymerenketten unbeständige freie Radikale entstehen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1970

Authors and Affiliations

  • Hans H. M. Haldenwanger
    • 1
  • G. H. Göttner
  1. 1.VinnhorstDeutschland

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