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Chemische Wasseraufbereitung

  • Hans-Günter Heitmann
Chapter
Part of the Große Dampfkraftwerke book series (DAMPFKRAFTWERKE, volume 3 / A)

Zusammenfassung

Wasser ist in einem Dampfkraftwerk einerseits der Arbeitsstoff, der als Energieträger die chemische Energie des Brennstoffes in mechanische Energie umwandelt, andererseits das Betriebsmittel, das für Kühlzwecke verwendet wird. Der Zusatzwasserbedarf für den Wasser-Dampf-Kreislauf ist bei Kondensationskraftwerken verhältnismäßig gering. Er beträgt bei Kraftwerken mit Durchlaufkesseln — insbesondere bei solchen mit Bensonkesseln — 0,3 bis 1% der Dampfleistung. Die in Blockkraftwerken auftretenden Speisewasserverluste werden im wesentlichen durch die Entschwadung am Entgaser und am Kondensator, durch austretenden Stopfbuchsendampf, durch den Dampfverbrauch von Rußbläsern, durch kontinuierliche Probeentnahmen und durch An- und Abfahrvorgänge verursacht. Bei Kraftwerken mit Trommelkesseln kann der Zusatzspeisewasserbedarf durch die von der zulässigen Eindickung des Kesselwassers und dem Salzgehalt des Zusatzwassers abhängige Absalzung höher liegen. Werden die Speisewasserverluste durch Weichwasser gedeckt, was in den meisten Fällen nur bei Kesseln bis zu Betriebsdrücken von etwa 40 atü möglich ist, beträgt der Zusatzspeisewasserbedarf infolge der höherenKesselwasserabsalzung bis zu 10% der Dampfleistung und mehr. Bei salzfreiem Zusatzspeisewasser liegt auch in Kraftwerken mit Trommel- oder Einrohrkesseln der Zusatzbedarf in der gleichen Größenordnung wie in Anlagen mit Bensonkesseln. In Gegendruckkraftwerken sind außer den bereits genannten Verlusten noch die der Dampfabgabe entsprechenden Mengen zu ersetzen.

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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Hans-Günter Heitmann

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