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Cuius regio eius pecunia — Währungsdesintegrationen in der Geschichte — ein Überblick

  • Clemens Muth
Part of the Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge book series (WIRTSCH.BEITR., volume 151)

Zusammenfassung

Die Ausgabe eigener Währungen durch die neuen Republiken besiegelt das Ende der, mit der Auflösung der Sowjetunion automatisch entstandenen, zu ihrem Zeitpunkt größten existierenden Währungsunion der Welt. In der Wirtschaftsgeschichte stellt das Ende eines gemeinsamen Währungsblocks keine Seltenheit dar.

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Referenzen

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    Nach dem Krieg setzte die Schweiz alle Münzen der Partnerstaaten unilateral außer Kurs und verließ die Union damit auch offiziell, formell wurde jedoch erst mit dem Austritt Belgiens zum 1. Januar 1927 das Ende der Union besiegelt.Google Scholar
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    In den wenigen verbliebenen britischen Kolonien besteht dieses System fort. So kursiert etwa auf den Falkland Inseln das Falkland Pfund, welches auf den Inseln zwar 1:1 in englisches Pfund Sterling umgetauscht werden kann, im Mutterland ist ein Umtausch oder die Verwendung von Falkland Pfund jedoch nicht möglich. 771Google Scholar
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    In einigen Fällen wurde von den kolonialen Behörden jedoch für mehrere Kolonien eine koloniale Währungseinheit ausgegeben (Nachfahren dieser Währungseinheiten sind der CFA und der zentralafrikanische Franc, die beide in einem festen Verhältnis zum französischen Franc stehen), hier handelt es sich um eine Währungsunion, der Austritt einzelner Länder aus solchen Unionen entspricht einer Währungsdesintegration.Google Scholar
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Copyright information

© Physica-Verlag Heidelberg 1997

Authors and Affiliations

  • Clemens Muth
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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