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Die Gewalt des Staates

  • Ludwig Bernhard
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Zusammenfassung

Die von der französischen Gesetzgebung ermöglichte und von Parlament und Regierung begünstigte Selbsttätigkeit vollzieht sich innerhalb eines Rahmens, dessen starre, staatliche Bindungen in einem unlösbaren Widerspruch zum Begriff der Selbstverwaltung zu stehen scheinen, und der, wie wir sehen werden, seine festen Formen immer noch dem Genie Bonapartes verdankte.

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Notes

Literatur

  1. 1.
    Emil Seckel: Staat, Volk, Universität. Rektoratsrede. Berlin 1921.Google Scholar
  2. 1.
    In Preußen waren zwar die Universitäten im Jahre 1786 dem damals begründeten Oberschulkolleg unterstellt worden, eine Behörde, welche die „Direktion des sämmtlichen Schuldienstes zur alleinigen Pflicht haben“ sollte. Diese Unterordnung wurde jedoch im Jahre 1802 wieder beseitigt, und zwar mit folgender in der Kabinettsorder vom 31. Dezember 1801 enthaltenen Begründung: „Diese Unterordnung hat, wie die Erfahrung lehrt, vieles dazu beigetragen, das Ansehen der Universitäten und den Ruf derselben im Ausland zu schwächen. Sie hat das gerechte Ehrgefühl der auf denselben angestellten Professoren gekränkt, ihren Mut niedergeschlagen und auch dadurch im wesentlichen den Universitäten geschadet. “ Über diese Vorgänge siehe Varrentrapp: Johannes Schulze und das höhere Preußische Unterrichtswesen in seiner Zeit. S. 225ff. Leipzig: Teubner 1889.Google Scholar
  3. 2.
    Décret imperial portant organisation de l’Université. Recueil (von 1814). Bd 4, S. Iff.Google Scholar
  4. 1.
    Sie ist gegeben durch die Konstitution vom 22. frimaire und durch das Gesetz vom 28. pluviôse an VIII. (1800).Google Scholar
  5. 2.
    Die Chambre des deputes hat seit 1815 fast ohne Unterbrechung die Möglichkeit der „Décentralisation“ erörtert. Einige der bedeutendsten Schriften zur „Décentralisation“ sind damals erschienen, insbesondere „Des communes et de l’aristocratie“ von de Barante (Paris 1822). Schließlich brachte das Ministerium Martignac am 9. Februar 1829 zwei Gesetzentwürfe, die jedoch nicht die Zustimmung der Kammer fanden. Vgl. hierüber und über die folgenden Vorgänge: Comte de Lucay: La décentralisation. Paris 1895.Google Scholar
  6. 3.
    Lucay a. a. O. S. 74.Google Scholar
  7. 4.
    Dekret vom 25. März 1852, ergänzt durch Dekret vom 13. April 1861.Google Scholar
  8. 1.
    Die Schulen sind: a) Das „Enseignement primaire“, d. h. die Elementarschulen (écoles primaires élementaires), von denen mindestens eine in jeder Gemeinde bestehen muß, und die mittleren Schulen (écoles primaires supérieures), b) Die staatlichen höheren Lehranstalten für Knaben und Mädchen (lycées, collèges) und die Aufsicht über die sogenannten „freien Schulen“, c) Die für die Ausbildung von Lehrern und Lehrerinnen bestimmten „écoles normales“.Google Scholar
  9. 1.
    Bulletin administratif. 1897, II, S. 291. Über die Quellen meiner Darstellung siehe den Anhang des Buches.Google Scholar
  10. 2.
    Bulletin administratif. II, S. 291.Google Scholar
  11. 3.
    Siehe oben S. 24f.Google Scholar
  12. 1.
    Louis Liard: l’Université de Paris. S. 62. 1909.Google Scholar
  13. 2.
    Louis Liard: l’Université de Paris, l.c.Google Scholar
  14. 1.
    Diese Unterscheidungen spielen seit de Pansey eine erhebliche praktische Rolle, zumal dePansey die rechtlichen Konsequenzen, die sich an diese Unterscheidungen knüpfen lassen, herausgearbeitet hat. Vgl. de Pansey a. a. O. S. 118ff.Google Scholar
  15. 1.
    Die Berliner Fakultäten haben das Vorschlagsrecht erst 1838 erhalten.Google Scholar
  16. 2.
    Der Staatsrat sagt darüber: „Le législateur a ainsi établi une équivalence entre la présentation par le corps et la présentation par la Section permanente. “ Avis du Conseil d’État, de Beaucharap, voL VI, 470.Google Scholar
  17. 1.
    Vgl. Sammlung de Beauchamp III, 323.Google Scholar
  18. 2.
    Bas Dekret brachte ein neues Reglement für das Conseil supérieur de l’instruction publique, de Beauchamp V, 827.Google Scholar
  19. 1.
    Artikel 1 und 3 des Dekrets vom 31. Juli 1920. Bulletin adm. 1920, II, 571.Google Scholar
  20. 2.
    „La dispense ne peut être accordée qu’aprês avis favorable de la Section permanente du C. sup. de. l’Instr. publ. Dekret vom 15. Februar 1921, Artikel 2. Bulletin adm. 1921, I, 205.Google Scholar
  21. 3.
    Arrèté vom 10. August 1920. Bulletin adm. 1920, II, 575.Google Scholar
  22. 1.
    Dekret vom 4. Januar 1921. Bulletin adm. 1921, I, 78.Google Scholar
  23. 2.
    Bulletin administratif 1924, II, 484.Google Scholar
  24. 1.
    Bas Dekret vom 30. Mai 1924 sieht ausdrücklich ein gemeinsames Arbeiten der „Oberfakultäten“ mit der „section permanente“ vor, fügt aber dazu die sehr charakteristische — aus der Sphäre der Bürokratie stammende — Bedingung: „sans qu’il puisse en résulter aucune modification des attributions et des pouvoirs de la section permanente. “Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1930

Authors and Affiliations

  • Ludwig Bernhard
    • 1
  1. 1.Universität BerlinDeutschland

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